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Konservativ sein bedeutet, Verantwortung für uns alle zu übernehmen

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POLITIK LOEBEL
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Nun ja, konservativ zu sein, heißt, die Flamme zu bewahren und nicht, die Asche zu behüten. Denn wenn jemand sagt, er sei konservativ, bedeutet das nicht, dass er rückwärtsgewandt ist, nein, es bedeutet, dass er abwägt und nicht blindlinks alles bisher Dagewesene über Bord wirft.

Nicht alles, was war und ist, ist schlecht. Aber auch nicht alles, was war und ist, ist gut. Das weiß auch ein Konservativer. Denn ein Konservativer sucht die Veränderung. Denn nur wer sich verändert, bleibt sich treu. Ein Konservativer ist wertegebunden.

Normen, die bleiben

Werte sind Normen, die bleiben: Freiheit, Eigenverantwortung, Recht. Sie führen den Menschen durchs Leben. Ein Linker kennt Werte nicht als wegweisende Normen, sondern nur als harte Währung. Das ist ein wesentlicher Unterschied zwischen Konservativen und Linken.

Mehr zum Thema: Drittklässlerin führt ihre konservative Lehrerin mit diesem Lückentext vor

Dabei ist Konservativ nicht gleich Konservativ. Denn konservativ zu sein, bedeutet nicht automatisch struktur-konservativ sein zu müssen. Auch diese Menschen gibt es, die zum Beispiel an einem festen Bild der Familie von Mann, Frau und Kindern festhalten.

Doch der eigentliche Sinn des Konservativen bedeutet nicht an Strukturen festzuhalten, sondern die Inhalte stets schützen und weitertragen zu wollen. Familie als Baustein der Gesellschaft. Familie als Hort für Liebe, Fürsorge, Hilfe und Unterstützung füreinander, unabhängig vom Geschlecht.

Verantwortung übernehmen

Konservativ bedeutet also, den Kerngedanken der Schöpfung zu bewahren, nämlich Verantwortung für sich selbst, für anderen, für Gesellschaft zu übernehmen. Wer zunächst die Verantwortung bei sich sucht und nicht bei anderen, wer bereit ist mehr zu geben, als zu nehmen, um einer Sache zu dienen, der handelt konservativ.

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Der Konservative hat dabei immer den Blick auf die Realität. Er verschließt keineswegs die Augen vor dem Hier und Jetzt. Er blickt zurück und fragt, wie man früher etwas versucht hat zu regeln und überlegt gleichzeitig, wie wohl eine Lösung für ein ähnliches Problem morgen aussehnen könnte.

Helmut Kohl sagte einmal: "Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten". Konservativ zu sein, bedeutet also sich leiten zu lassen von einem Gespür für das Gestern, einem ideologiefreien Realitätssinn für das Heute und sich treiben zu lassen von einer ordentlichen Portion Mut für die Zukunft.

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