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Die Invasion der Pokémon Go-Spieler: Wer sind die eigentlich?

Veröffentlicht: Aktualisiert:
POKEMON GO
ASSOCIATED PRESS
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Pokémon Go ist in aller Munde und an jeder Straßenecke und in jeder Stadt lassen sich Spieler in Rudeln beobachten, wie sie mit ihrem Smartphone Pokémons einfangen. Doch was genau sind das eigentlich für Menschen, die die App nutzen und was zeichnet sie im Vergleich zur deutschen Gesamtbevölkerung besonders aus?

Ganz besonders sportlich

Aktuelle Daten aus YouGov Profiles zeigen, dass sich Pokémon Go Spieler nicht nur während des Spielens mit der App viel bewegen. Auch sonst steht Sport in ihrer Freizeit im Fokus: Mehr als jeder fünfte Pokémon Go Spieler (22 Prozent) ist Mitglied im Fitnessstudio.

Jeder Zweite zählt Fitness, Training und Sport zu seinen Hobbys (51 Prozent). In der Gesamtbevölkerung ist es hingegen nur rund jeder Dritte (35 Prozent). Auch Fußball steht bei ihnen hoch im Kurs: Mehr als ein Drittel (36 Prozent) hat in den vergangenen 12 Monaten Fußball gespielt und fast jeder Fünfte (18 Prozent) ist Mitglied in einem Fußballverein. Deutlich häufiger als in der Gesamtbevölkerung: 16 Prozent haben Fußball gespielt, acht Prozent sind im Verein.

Neben dem Adrenalinkick im Sport besuchen sie häufig Vergnügungsparks und gehen gerne ins Kino. Und wenn es um Konsum geht, gönnt sich ein Großteil öfter Dinge, die eigentlich nicht gebraucht werden. Außerdem sind sie besonders interessiert an Mode und geben an, gerne viel Geld für Kleidung auszugeben.

Kein Bestehen ohne Internet

Wenig verwunderlich: 72 Prozent der Spieler fühlen sich ohne ihr Smartphone ganz und gar aufgeschmissen. In der deutschen Bevölkerung sagt dies lediglich knapp jeder Zweite (48 Prozent).

So ist es nicht verwunderlich, dass sie durch ihre Technikliebe auch eher zu denen gehören, deren Hauptinformationsquelle das Internet ist. Bei Musik oder Filmen wird besonders häufig auf Streaming-Anbieter (Spotify und Netflix) zurückgegriffen.

Neben all den Möglichkeiten, die das Internet zum Streaming bietet, ist jedoch jeder Fünfte (20 Prozent) eher der Meinung, dass er mittlerweile zu viele Abos solcher Art besitzt. Bei der Gesamtbevölkerung sind es nur halb so viele (10 Prozent).

Bitte nicht zu kompliziert

Wenn die Zeit dann mal sehr knapp sein sollte, verzichten die Pokémon-Jäger auch gerne mal auf den Einsatz von Produkten zur Körperpflege (14 Prozent im Vergleich zu 7 Prozent). Auch beim Essen soll es schnell gehen.

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Pokémon Go Spieler gehen deutlich häufiger pro Woche auswärts essen, als der Rest der Bevölkerung. Zwei Drittel (66 Prozent im Vergleich zu 46 Prozent) der Spieler besuchen vor allem Fast-Food-Restaurants und jeder zweite gönnt sich ab und an mal Döner & Co. (46 Prozent im Vergleich zu 28 Prozent). Beim Wocheneinkauf geht es auch eher einfach zu: Fertiggerichte aus der Tiefkühlabteilung werden besonders gern in Erwägung gezogen.

Die im Artikel verwendeten Daten stammen aus YouGov Profiles, einem Produkt zur Analyse von Zielgruppen für Marken und Agenturen. Profiles ermöglicht den Zugriff auf einen der am stärksten vernetzten Datenpools weltweit, den das internationale Marktforschungs- und Beratungsinstitut YouGov erhebt und zusammenführt. Aus diesen Daten wurde eine Stichprobe für Personen gezogen, die die App Pokémon Go heruntergeladen haben und mit der deutschen Bevölkerung verglichen. Profiles kann man hier kostenlos testen: yougov.de/profileslite.

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