Huffpost Germany
BLOG

Eine offene Plattform für kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Nicola Schmidt Headshot

Wege in den Schlaf

Veröffentlicht: Aktualisiert:
BABY SLEEPING
PeopleImages.com via Getty Images
Drucken

Oft schläft ein Baby einfach beim Stillen ein, manche lassen sich ins Bett legen und dämmern weg, oder wir sind ohnehin unterwegs, und es schlummert im Tragetuch oder in der Tragehilfe ein. Prima.

An anderen Tagen ist das Baby schon satt, hat aber noch nicht in den Schlaf gefunden. Oder es ist eindeutig todmüde, aber weint und weint und weint und kann nicht einschlafen.

Eltern haben auch oft das Gefühl, dass ihr Kind gerade in Weltentdeckerphasen nicht "loslassen" kann, als ob Schlafen einfach Zeitverschwendung wäre. Was also tun?

8 Dinge, die ihr über Babyschlaf wissen müsst

• Ruhe: Bringen Sie das Kind von vornherein an einem ruhigen, abgedunkelten Ort in den Schlaf - mit Stillen, Wiegen, Singen. Es sollte so kuschelig sein, dass Sie selbst dabei einschlafen könnten.

• "Langeweile": Stillen Sie das Kind beim Tragen und laufen Sie an einem "reizarmen" Ort herum (zum Beispiel immer hin und her durch den Wohnungs- oder Hausflur, an kleinen Seitenstraßen, durch den menschenleeren Park).

• Bewegung: Sie können das Baby ins Tuch nehmen und dann mit ihm Treppen hoch- und runterlaufen, auf einen Hügel steigen oder im kräftigen Schritt durch die Wohnung laufen.

Nicola Schmidt spricht am Donnerstag, den 27.10. um 14 Uhr live auf unserem Eltern Facebook Kanal über das Thema Schlafen.

• Raus: Wenn Stillen nicht mehr geht, nehmen Sie das Kind auf den Rücken und begeben sich mit ihm ins Freie, möglichst in die Natur. Vor allem Bäume beruhigen, und die Abendkühle signalisiert die Schlafenszeit!

• Loslassen: Sie sollten selbst "loslassen", das heißt sich nicht fixieren, sich also mit etwas anderem beschäftigen als dem Gedanken "Schläfst du jetzt endlich?" - zum Beispiel mit dem Kind auf dem Rücken Wäsche aufhängen, aufräumen oder fegen.

• "Theater": Manche Kinder brauchen es, dass Mama oder Papa eindeutig auch "herunterfahren". Lesen Sie ein Buch, seien Sie "langweilig", mimen Sie ebenfalls das Einschlafen (oder schlafen Sie wirklich ein!). Dann weiß das Kind sicher: Jetzt ist Schlafenszeit.

• Kopf frei: Wenn Mama neben ihrem Zweijährigen liegt und die ganze Zeit in ihrem Kopf die To-do-Listen rattern, lassen viele Kinder nicht los. Daher: Meditieren Sie, lassen Sie die Gedanken kommen und gehen, seien Sie jetzt präsent in diesem kuscheligen Moment.

• Timing: Das Baby sollte müde, aber nicht übermüdet sein. Achten Sie darauf, ob es sich die Augen reibt, einen leeren Blick bekommt, gähnt, stiller oder quengelig wird, und bringen Sie Ihr Baby rechtzeitig zum Schlafen! Babys haben alle fünfzig Minuten ein "Schlaffenster"; wenn wir das verpassen, müssen wir oft auf das nächste Fenster warten. Genau umgekehrt ist es beim Tagschlaf: Wenn Ihr Baby mehr als drei bis fünf Stunden durchschläft, kann der Tag-und-Nacht-Rhythmus durcheinanderkommen. Wecken Sie es dann lieber und gehen sie abends früher ins Bett.

Auszug aus „artgerecht - Das andere Babybuch" von Nicola Schmidt, Kösel Verlag

2016-10-26-1477475064-4111363-583_34605_158807_xxl.jpg

Hier geht es zum Live-Stream Babywissen mit Nicola Schmidt

Auch auf Huff Post:

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.