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Ich möchte Deutschlands erste Astronautin werden

30/05/2017 11:05 CEST | Aktualisiert 30/05/2017 14:18 CEST

Ich möchte Deutschlands erste Astronautin werden. Ja, genau, die erste. Bislang haben wir überraschenderweise noch keine Frau ins All geschickt. Leider.

 

Deutschland ist eine große Raumfahrernation. Elf Deutsche waren schon im Weltraum. Der Staat gibt jedes Jahr eine Milliarde Euro für das Raumfahrtprogramm aus. Und bislang ist hier nur die eine Hälfte der deutschen Bevölkerung repräsentiert. Das finde ich schade!

Ich war Deutschlands zweite Eurofighter-Pilotin

Frauen liefern einen wichtigen Beitrag in der Raumfahrt - von ausgewogenen Messdaten für medizinische Tests bis hin zu echten Führungsqualitäten.

 

Frauen sind auch sehr gut darin, präzise und konzentriert zu arbeiten - wichtige Eigenschaften im All. In den USA zum Beispiel ist es viel normaler, Frauen in diesen Positionen zu sehen - da kann Deutschland noch viel aufholen.

Ich habe bei der Bundeswehr und während meines Studiums erlebt, wie es ist, in einem von Männern dominierten Umfeld zu arbeiten - und tue dies im Übrigen sehr gerne. Ich war Deutschlands zweite Eurofighter-Pilotin, ein wichtiger Schritt für meine Aussicht auf eine Astronauten-Karriere.

Ich war Deutschlands zweite Eurofighter-Pilotin

Ungefähr jeder zweite Astronaut war zuvor Militärpilot - und weil bis 2001 keine Frauen in der Bundeswehr in diesen Bereichen dienen durften, ist das mit ein Grund, warum noch keine Deutsche im All war.

Mehr zum Thema: Etwas Seltsames passiert mit Astronauten, die auf die Erde zurückkehren

Ich wurde schon oft gefragt, was denn der Unterschied zwischen Männern und Frauen in diesem Beruf ist. Tatsächlich ist das nur die Stimme auf dem Funk. Ansonsten haben wir alle die gleiche Ausbildung, Professionalität und charakterliche Prägung.

Ich bin ein Alpha-Tier

Ich bin sicher auch ein Alpha-Tier wie meine männlichen Kollegen, habe ein gesundes Selbstbewusstsein und eine hohe Professionalität bei der Arbeit.

 

Diese Botschaft würde ich gerne weiter nach außen tragen. Man sollte sich keine Grenzen im Kopf setzen, denn das sind die einzigen Grenzen, die einen wirklich zurückhalten. Ich kann nur jedem und jeder ans Herz legen: Es ist oft hart, aber es lohnt sich, dranzubleiben und zu kämpfen. Auch, wenn man in manchen Positionen auch mal in der Minderheit landet.

Irgendwann wird die Minderheit zur Mehrheit.

Mein Traum wären zwei Wochen auf der ISS

 

Ich finde zum Beispiel aktuell die Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus in der ersten Bundesliga absolut klasse. Sie hat ihr Ding gemacht, Höchstleistungen erbracht und sich mit Sicherheit gegen viele Widerstände durchgesetzt - dafür hat sie meinen allerhöchsten Respekt.

 

Mein Wunsch wäre es, zwei Wochen auf der ISS verbringen zu dürfen und dort zu beweisen, dass ich ein wertvolles Teammitglied bin, dass ich meinen Platz verdient habe. Danach würde ich gerne an einer längeren Raumfahrtmission teilnehmen. Am liebsten bis zum Mond, oder sogar zum Mars, ans Ende des Sonnensystems oder noch weiter.

Der Text wurde von Jürgen Klöckner aufgezeichnet.

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Oft schauen wir auf gesellschaftliche Entwicklungen nur aus einer abstrakten Perspektive: Experten sprechen über Probleme anhand von Studien. Politiker loben, was gut läuft, anhand von grauen Statistiken - all das hat mit dem Alltag der Menschen, die von diesen Entwicklungen betroffen sind oder sie prägen, oft wenig zu tun.

Diese Menschen kommen jetzt in der Huffington Post zu Wort. Denn wie fühlt sich Armut in einem reichen Land jenseits der Statistiken an? Wie sieht Deutschland aus der Perspektive eines Obdachlosen aus? Vor welchen Problemen steht ein gerade angekommener Flüchtling? Wer hat mit seiner Initiative ein gravierendes Problem gelöst? All das ist Thema in HuffPost-Voices.

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