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Aus der Redaktion

HuffPost startet umfangreiche Kooperation mit dem Spendenportal Betterplace

Sebastian Matthes   |   8 August 2016   20:57 CEST

Wenn Menschen an Nachrichten denken, denken sie in den meisten Fällen an Skandale, Unfälle und Politikversagen. Was wir dabei oft vergessen: Das ist lediglich ein unvollständiges Bild unserer Welt.

Es gibt ebenso viele spannende Geschichten über Menschen und Organisationen, die versuchen, diese Probleme zu lösen. Die Geschichten solcher Mutmacher gehen im News-Alltag allerdings oft unter.

In unserem Ressort "Good" beschäftigen wir uns schon seit unserem Start in Deutschland mit diesen Ideen. Künftig aber wollen wir diesen Mutmachern noch mehr Raum geben.

Dafür starten wir eine umfangreiche Kooperation mit der Spendenplattform betterplace.org. Betterplace wurde 2007 von ein paar engagierten Sozialunternehmern in Berlin gegründet und ist heute die größte Spendenplattform Deutschlands.

Zusammen mit betterplace.org wird die Huffington Post in zahlreichen Artikeln Projekte vorstellen, in denen Menschen und Organisationen dabei helfen, Missstände zu beseitigen - und Probleme zu lösen.

Wenn wir über die negativen Folgen der Flüchtlingskrise berichten - wie etwa die traumatisierten Kinder von Flüchtlingsfamilien -, wollen wir künftig noch viel öfter auch mögliche Lösungen oder Hilfsprojekte vorstellen - die Refugees Foundation zum Beispiel, die entlang der Fluchtrouten hilft, Flüchtlingskinder zu versorgen.

Und nicht nur das. Wir wollen unter einem großen Teil der HuffPost-Texte beschreiben, wie jeder selbst aktiv werden kann.

Entweder durch eine Geldspende, die via betterplace.org direkt an die Projekte geht. Oder durch persönliches Engagement: als Vorlesepate von Kindern etwa, als Coach von unbegleiteten Flüchtlingskindern oder als Helfer in einem Seniorenwohnheim.

Die Möglichkeiten, Zeit zu spenden, sind enorm - und betterplace.org zeigt zahlreiche weitere Möglichkeiten.

Wir werden in den nächsten Monaten aber nicht nur auf Projekte verweisen. Wie schon in den vergangenen Wochen werden wir auch groß über die Ideen berichten.

Gleichzeitig wird das betterplace lab wieder auf Tour gehen und nach digitalen sozialen Innovationen in aller Welt forschen. Auch dieses Projekt unterstützen wir - und werden groß über die Ergebnisse der faszinierenden Forschungsreise lab around the world berichten.

Die Probleme zu benennen, aber gleichzeitig immer auch Lösungen zu suchen - das ist die DNA der Huffington Post. Studien haben längst gezeigt, dass ausschließlich negative Berichte nur zu Angst und einer Verweigerungshaltung unter Leserinnen und Lesern führen.

Wir sind davon überzeugt, dass sich positive Ideen weiter verbreiten, wenn möglichst viele darüber sprechen. Dazu wollen wir beitragen.

Das ist auch die Vision unserer Gründerin Arianna Huffington: "Wenn wir nur über Tragödien, Gewalt und Chaos berichten und uns darauf konzentrieren, was alles nicht funktioniert, übersehen wir zu viel von dem, was außerdem um uns herum passiert", schreibt sie.

"Was ist mit den Menschen, die an den großen Herausforderungen unserer Zukunft arbeiten? Und was ist mit all den anderen Berichten über Innovationen, Kreativität, Genialität, Mitgefühl und Schönheit? Wenn wir in den Medien lediglich die Schattenseiten zeichnen, versagen wir in unserem Beruf."

Gerald Asamoah in der HuffPost: "Das macht mich stolz. Auch darauf, Deutscher zu sein"

Sebastian Matthes   |   10 Juni 2016   21:56 CEST

Weiterlesen: aus der redaktion

Es ist eine merkwürdige Zeit. Eine Zeit der stumpfen Parolen, der Entfremdung Europas und eine Zeit zunehmender Fremdenfeindlichkeit. Darüber hat Gerald Asamoah einen tollen Text in der HuffPost geschrieben. Hier ein Auszug:

„Ich wurde während meiner Karriere oft gefragt, warum ich mich damals entschieden habe, für Deutschland zu spielen. Es war eine Bauchentscheidung: Weil ich mich hier zuhause fühle. Ich habe damals natürlich auch Erfahrungen mit Rassismus gemacht. Ich habe die Affenlaute auf dem Platz gehört. Aber das war für mich nicht Deutschland. Deutschland war das Land, das mich willkommen geheißen und mich akzeptiert hat.

Wenn ich nun heute all diejenigen sehe, die sich nicht blenden lassen von irgendwelchen Parolen und verqueren Denkweisen, sondern sich offen dagegen stark machen, dann ist das genau dieses Deutschland. Das freut mich und macht mich stolz.

Auch darauf, Deutscher zu sein."

Genau die richtigen Worte, heute, vor dem ersten Spiel der deutschen Mannschaft.

(Hier geht's zum kompletten Text.)

Die HuffPost hat einen neuen Chefredakteur: Herzlich Willkommen, Peter Maffay!

Sebastian Matthes   |   25 April 2016   16:47 CEST

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Heute ist ein ganz besonderer Tag für die Huffington Post. Denn wir haben einen neuen Chefredakteur: Herzlich Willkommen, Peter Maffay. Hiermit überlassen wir Ihnen das Feld.

Maffay wird einen Tag lang die Redaktion der Huffington Post leiten. Er wird seine Gedanken einbringen, Texte in Auftrag geben, selbst schreiben und er wird Interviews führen - unter anderem mit Kanzleramtsminister Peter Altmaier.

Ein Schwerpunkt werden die vielen traumatisierten Kinder sein, die seit Monaten zu Tausenden in Deutschland ankommen.

Diese Schicksale bewegen Maffay seit Langem. Seit Jahren schon engagiert er sich privat mit einer Stiftung für traumatisierte Kinder. Zugleich leben bei ihm Zuhause 20 Flüchtlinge, denen er hilft, in Deutschland anzukommen.

Denn Maffay weiß, wie es ist, in einem fremden Land neu anzufangen, weil er selbst als Kind von Rumänien nach Deutschland gekommen ist.

"Ich frage mich, was für eine Generation wächst da heran?"

Heute will er sich aber besonders um ein bislang oft unterschätztes Problem kümmern: Denn mit den Hilfesuchenden aus aller Welt kommen Tausende Kinder in unser Land, deren Kindheit vor allem eins war: der reinste Horror.

"Ich frage mich, was für eine Generation wächst da heran?", sagt Maffay. "Wie sollen diese Kinder zu normalen Erwachsenen werden, die sich in unsere Gesellschaft eingliedern, zur Schule gehen, einen Beruf erlernen?"

Die Redaktion wird Ärzte, Psychologen und Hilfsorganisationen interviewen und die Frage klären: Wie kann man diesen jungen Menschen helfen?

Maffay will aber nicht nur Probleme benennen. Er will auch auf Lösungen aufmerksam machen. Die HuffPost wird daher noch intensiver Projekte und Ideen vorstellen, die Vorbildcharakter haben.

"Wir brauchen in Deutschland mehr Debatten! Nicht weniger!"

Gleichzeitig will Maffay in Interviews auch die Frage stellen, welche Rolle die Medien in der Krise spielen - und wie sie dabei helfen können, Projekte mit Vorbildcharakter zu verbreiten und Menschen aufzuklären.

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"Ich bin davon überzeugt, dass wir all diese Fragen diskutieren müssen", sagt Maffay. "Deshalb bin ich heute bei der Huffington Post, die das Thema seit jeher intensiv von allen Seiten beleuchtet. Aber die HuffPost ist auch eine Plattform für Debatten und Kontroversen. Und davon brauchen wir in Deutschland mehr! Nicht weniger!"

Und eben weil wir eine Debattenplattform sind, wollen wir die Diskussion nicht allein führen. Beteiligt Euch auf allen Kanälen.

Auf unserer Facebookseite, wo wir live diskutieren wollen, via Snapchat (sebmatthes) oder hier in den Kommentaren.

Und wenn ihr einen längeren Kommentar loswerden wollt, schickt ihn einfach an unser Blogteam:blog@huffingtonpost.de

Wir freuen uns auf eine lebhafte Diskussion!

Nein heißt Nein: Die HuffPost-Themenwoche widmet sich Gewalt gegen Frauen

Sebastian Matthes   |   16 Februar 2016   21:53 CET

Nach den Übergriffen in Köln war der Aufschrei groß. Auf einmal interessierte sich das ganze Land für die alltäglichen schmierigen Kommentare, Belästigungen, Fummeleien oder Übergriffe, die viele Frauen in ihrem Alltag ertragen müssen.

Doch schon wenige Wochen später ist das Thema weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden. Die vielen engagierten Frauenrechtler von Anfang Januar sind verstummt. Viele haben das Thema nur kurz im Kampf gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik instrumentalisiert.

Doch für das eigentliche Problem, das nichts mit der Flüchtlingskrise zu tun hat, haben sich viele von ihnen nicht interessiert.

Gewalt gegen Frauen - in Familien, Beziehungen und Alltagssituationen - ist oft ein Tabu-Thema, über das sich viele Betroffene verständlicherweise nicht zu sprechen trauen. Deshalb ist vielen Menschen das tatsächliche Ausmaß des Problems nicht bewusst.

Wir wollen in den nächsten Tagen daher Opfer, Psychologen und andere Experten zu Wort kommen lassen, um das ganze Bild zu zeigen.

Schirmherrin dieser HuffPost-Aktion ist die Schauspielerin Simone Thomalla, die sich seit Jahren für Frauen einsetzt, die Gewalt erleben mussten.

Ich bin dabei, weil auch ich vor vielen Jahren in einem öffentlichen Verkehrsmittel einen Übergriff habe erleben müssen. Die Ohnmacht kann ich noch immer fühlen!

Und ich bin dabei, weil es falsch ist, dieses Thema immer öfter in Zusammenhang mit den Flüchtlingen zu nennen und damit eine große Gruppe von Männern pauschal zu verunglimpfen und als Gewalttäter zu stigmatisieren.

Und wir müssen uns fragen, was wir tun können, damit es nicht mehr zu Zahlen kommt, wie sie etwa die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte beklagt:

Demnach hat jede dritte Frau in Europa seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren. Das entspricht etwa 62 Millionen Frauen. 22 Prozent von ihnen haben bereits körperliche oder sexuelle Gewalt in der Partnerschaft erlebt. Und eine von 20 Frauen ist seit ihrem 15. Lebensjahr schon einmal vergewaltigt worden, schreiben die EU-Experten.

All das hat übrigens verhältnismäßig wenig mit Flüchtlingen zu tun. Die Zahlen zeigen vielmehr, dass Gewalt gegen Frauen ein Problem unserer Gesellschaft ist. Ein Problem, das wir uns endlich vornehmen müssen.

Das wird die Huffington Post tun. Diese Woche werden wir das Problem mit Expertenartikeln, Interviews und vor allem vielen Berichten von Betroffenen von allen Seiten beleuchten.

Unser Ziel: Wir wollen die Frauen zu Wort kommen lassen, die sonst oft nicht gehört werden.

In einem bemerkenswert mutigen Blog berichtet eine Frau beispielsweise über ihre tägliche Angst. Mehrfache sexuelle Belästigungen und Übergriffe haben sie zu einem anderen Menschen gemacht. "Opfer sind der Gesellschaft egal", sagt sie. Was sie am meisten traf: Dass ihr niemand glaubte. Nicht einmal die Polizei.

In einem weiteren Gastbeitrag schreibt ein Opfer häuslicher Gewalt über den langen Weg zurück zum Vertrauen: Zurück zum Vertrauen zu anderen Männern. Und dem Vertrauen zu sich selbst. "Und diese Aufgabe steht uns erst dann bevor, wenn wir die ursprüngliche Krise bereits überwunden haben", schreibt sie.

Der Beitrag macht deutlich, wie wichtig nicht nur die Hilfe in bestehenden Gefahrensituationen - sondern auch die Begleitung der Opfer zurück ins Leben ist.

Aber es geht nicht nur um die krassen Fälle - sondern auch um den alltäglichen Sexismus, den Frauen erleben. Wie sich der anfühlt, schreiben uns 35 Frauen. Die Antwort anderer Männer - und Frauen darauf lautet mitunter nur: „Wenn du dich auch so anziehst...!"

Und nein, das ist kein Zitat aus den Fünfzigerjahren.

Vielleicht ist unser Land weniger modern als wir denken. Darüber müssen wir sprechen.

Schauspielerin Thomalla sagt dazu:

NEIN...sollte grundsätzlich ausreichend sein und ist es oft dann doch nicht! Physische und psychische Gewalt gegen Frauen ist immer und überall zu verurteilen.

An alle meine Mitfrauen: überlegt auch nicht eine Sekunde, ob ihr am Geschehenen mitschuldig seid, weil ihr euch vielleicht (zu) hübsch gemacht habt, einen Funken zu freundlich/unfreundlich wart oder nicht genügend Abstand/Anstand hattet.

Schuldig ist immer derjenige, der Gewalt ausübt. Diese "Männer" (weil sie keine sind, stehen sie bewusst in Anführungszeichen) verachte ich zutiefst!

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Wir wollen eure Meinungen, eure Geschichten, euren Aufschrei - gemeinsam machen wir den Tätern und auch der Politik klar, dass es so nicht weitergehen kann. Frauen dürfen in Deutschland nicht mehr Opfer sexueller Gewalt werden. Schreibt uns eure Geschichten und/oder schickt ein Video an Blog@huffingtonpost.de.

Vizekanzler Sigmar Gabriel besucht die Huffington Post

Sebastian Matthes   |   6 Februar 2016   16:31 CET

Wie sieht die Medienwelt der Zukunft aus? Was verändert sich an der Kommunikation zwischen Politik und Journalisten? Und wohin bewegt sich die aktuelle politische Debatte in Deutschland?

Diese Fragen bewegen nicht nur die gesamte Medienwelt. Diese Fragen diskutierte auch Vizekanzler Sigmar Gabriel vergangenen Mittwoch bei einem Besuch bei den Redakteuren von Huffington Post und Focus Online. Mit dabei: Burda-CEO Paul-Bernhard Kallen, Burda-Digitalvorstand Stefan Winners und BurdaFoward-CEO Oliver Eckert.

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Gabriel im Gespräch mit Stefan Winners

Besonderer Fokus auf den zahlreichen Möglichkeiten, mit denen sich Journalismus in Zukunft finanzieren lässt


Eckert fasste Gabriel die Geschichte der Huffington Post zusammen und gab ihm einen Einblick in die strategischen Ziele des digitalen Medienunternehmens BurdaForward (zu dem auch die deutsche Ausgabe der HuffPost gehört).

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HuffPost-Herausgeber Cherno Jobatey und Sigmar Gabriel


Eckert legte hier einen besonderen Fokus auf die zahlreichen Möglichkeiten, mit denen sich Journalismus in Zukunft finanzieren lässt.

Nach der spannenden Diskussion mit Redakteuren und Burda-Vorständen ließ sich Gabriel durch die Redaktionen führen. Hier bekam der Vizekanzler unter anderem einen Einblick in die technischen Tools, mit denen HuffPost-Redakteure in aller Welt zusammenarbeiten.

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Sigmar Gabriel mit Huffpo-Chefredakteur Sebastian Matthes, Stefan Winners (Digitalvorstand von Hubert Burda Media) und Huffpo-Herausgeber Cherno Jobatey


What's Working

Außerdem skizzierten ihm HuffPost-Redakteure die HuffPost-Initiative What's Working. Ziel von What's Working ist es, den Journalismus neu zu denken.


Bislang berichten viele Medien vor allem über die Dinge, die nicht funktionieren. Doch diese schlechten Nachrichten sind nur ein Teil der Wahrheit. Die HuffPost stellt daher zunehmend Menschen, Unternehmen und Organisationen in den Mittelpunkt, die dabei helfen, die größten Probleme zu lösen.

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BurdaForward-CEO Oliver Eckert, FOCUS-Online-Chefredakteur Daniel Steil im Gespräch mit dem Minister


Ehrlicher Journalismus

Dieser Ansatz wird von einigen auch konstruktiver Journalismus genannt. Wir sagen, es ist ehrlicher Journalismus. Weil wir das ganze Bild zeigen. Nicht mehr nur die Probleme stehen im Fokus - sondern auch die Problemlöser.

Burda-Vorstand Winners sagte nach dem Besuch: "Für die Zukunftsfähigkeit Europas ist es entscheidend, einen offenen fairen Markt zu schaffen, der starke digitale Unternehmen aus Europa ermöglicht. Der Besuch von Bundeswirtschaftsminister Gabriel zeigt, dass dieses Thema jetzt Priorität erhält."

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Sigmar Gabriel mit Huffpo-Chefredakteur Sebastian Matthes und Huffpo-Herausgeber Cherno Jobatey

Junge Menschen interessieren sich nicht für Politik? Von wegen!

Sebastian Matthes   |   2 Februar 2016   18:37 CET

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Es steht nicht gut um das Verhältnis zwischen Bürgern und Politik. Selten zuvor war die Kritik an der Regierung so laut. Und glaubt man aktuellen Umfragen, droht bei der nächsten Bundestagswahl eine historisch niedrige Wahlbeteiligung - besonders unter jüngeren Menschen.

Erreichen Politiker die jüngeren Generationen nicht mehr? Sind die jungen Deutschen völlig unpolitisch? Oder wollen sie einfach anders angesprochen werden?

Diese Fragen stehen im Zentrum eines umfangreichen Themen-Spezials, das die Huffington Post in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) auf den Weg bringt.

Viel deutet darauf hin, dass es zu früh ist für Pessimismus. Vielleicht diskutieren Jugendliche sogar mehr als früher über politische Inhalte - nur nutzen sie andere Kommunikationswege und andere Tools. Auf einmal spielen Plattformen wie Snapchat eine Rolle, die Menschen über 30 nicht einmal dann verstehen, wenn sie seit Monaten auf ihrem Smartphone installiert sind.

In Dutzenden Gastbeiträgen und Interviews wollen wir daher in den nächsten Tagen untersuchen, wie Politik für junge Menschen aussehen kann - und auf welchen Wegen und mit welcher Sprache sich jüngere Menschen erreichen lassen.

Dabei schauen wir nicht nur nach Deutschland, sondern analysieren weltweit politische Initiativen und Entwicklungen.

Sie zeigen mitunter noch früher Trends und Entwicklungen, die später auch für Europa wichtig werden.

Ein Gastbeitrag von David Gregosz etwa wird zeigen, dass Politiker in Lateinamerika eine andere Sprache wählen, um jüngere Menschen zu erreichen. Sie versuchen, weniger abgehoben zu klingen. Die Folge: Jüngere identifizieren sich stärker mit Politik und politischen Führern.

Ein anderer Gastbeitrag von Christian Echle analysiert, wie sich Protestbewegungen in Afrika organisieren: Interessanterweise über soziale Kanäle, über die sich jüngere Menschen auch in Deutschland besonders intensiv über die Flüchtlingskrise austauschen.

Für dieses Themenspezial haben wir zahlreiche Experten der KAS gewonnen, darunter die Chefs der Auslandsbüros Moskau, Kenia, Jordanien, Belarus und Griechenland.

Ergänzt werden ihre Gastbeiträge von Stimmen aus der Politik und Gastbeiträge von Politologen und Psychologen über die Interessen und politischen Stimmung der Generation Y.

Auftakt dieses Spezials aber ist eine Konferenz in Berlin, bei der die Huffington Post heute - zusammen mit Politikern wie CDU-Generalsekretär Peter Tauber, Bundestagsabgeordneten verschiedener Fraktionen und HuffPost-Bloggern - all diese Fragen in Berlin diskutieren wird.

Wenn Sie Fragen haben oder sich an der Aktion beteiligen wollen, schreiben sie mir:
blog@huffingtonpost.de

"Der Zeitungsausträger der Zukunft ist der Leser"

Sebastian Matthes   |   30 Januar 2016   22:01 CET

Weiterlesen: aus der redaktion

Neulich war der Bayerische Rundfunk zu Gast bei uns in der Redaktion. Es war eine spannende Diskussion. Denn es ging um die Frage, wie sich Journalismus in Zukunft finanzieren lässt, wie wir künftig unsere Leser erreichen - und um die Zeitungsausträger der Zukunft. Als Gegenmodell zur HuffPost wird vom BR das Bezahlmodell der „Süddeutsche Zeitung" aufgebaut. Dabei bin ich überzeugt, dass es nicht den einen richtigen Weg gibt. Ich glaube, dass es künftig viele Wege geben wird, Journalismus zu finanzieren. Aber das Gegenmodell spielen wir auch immer wieder gern:

Hier noch ein Blick hinter die Kamera:

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Huffington Post Deutschland kooperiert mit der Uno für ein Flüchtlings-Spezial

Sebastian Matthes   |   19 Januar 2016   17:55 CET

Europa gerät aus den Fugen. Folgt man den Kommentaren in Medien, in Blogs und in sozialen Netzen, sehen wir, wie tief gespalten unsere Gesellschaft ist.

Die Uno beobachtet sogar, dass die Menschen in Europa die Fähigkeit verlieren, nüchtern über die Flüchtlingskrise zu debattieren.

"Ein gefährlicher Zustand", sagt Michael Møller, Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Genf (UNOG). Denn "wir verlieren die Fähigkeit, nüchtern auf die Entwicklung zu schauen." Statt Fakten würden Emotionen die Diskussion über Flüchtlinge dominieren.

"Wir bräuchten mehr Debatten. Nicht weniger."

Dabei bräuchten wir eigentlich mehr Debatten über das Thema, nicht weniger. Wir brauchen Antworten auf die Frage, wie sich diese gewaltige Aufgabe bewältigen lässt.

Wir brauchen einen konstruktiven Ansatz - keine blinde Willkommenskultur, aber eben auch keine komplette Verweigerung. Einen solchen Ansatz wollen die UN-Experten nun - zusammen mit der Huffington Post Deutschland - entwickeln und verfolgen.

Gemeinsam mit der Uno lassen wir in den nächsten sieben Tagen Experten aus allen Bereichen zu Wort kommen: Darunter Michael Møller, den Generaldirektor der International Organization of Migration William Lacy Swing, den Präsidenten des Migration Policy Institute Europe Demetrios Papademetriou und der Großmufti von Ägypten Shawki Ibrahim Abdel-Karim Allam.

Politik und Forschung zusammenbringen

Es ist eine Aktion, die Politik und Forschung zusammenführen soll. Und die verändern soll, wie Politik und Bürger über die Flüchtlingskrise reden. Deshalb wollen wir das Thema auch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos debattieren.

Die wichtigsten Fragen, die wir dabei beantworten müssen: Welche Rolle spielen die muslimischen Staaten in der Krise - und was können sie zu einer Lösung beitragen? Wie können wir den Flüchtlingsstrom beherrschbar machen? Und: Was passiert, wenn wir die Grenzen schließen?

Im Laufe der Aktion werden wir auch zeigen, wie die Korruption auch in europäischen Staaten, die entwicklungspolitische Arbeit behindert.

Auch bei diesem Problem wollen wir fragen: Was können wir tun? Wir werden uns deshalb auch mit der Frage befassen, wieso große Institutionen wie Banken und politische Organisationen so viel Vertrauen verloren haben.

Wenn Sie Fragen haben oder sich an der Aktion beteiligen wollen, schreiben sie uns an: blog@huffingtonpost.de

Das HuffPost-Jahr 2015: 20 Dinge, auf die wir stolz sind

Sebastian Matthes   |   31 Dezember 2015   17:22 CET

Was für ein Jahr, das da gerade zuende geht. Auch für die Huffington Post. Höchste Zeit, für einen ganz persönlichen Rückblick.

1. Mehr Optimismus wagen

Die Huffington Post wirft schon seit ihrer Gründung einen optimistischeren Blick auf die Welt. Doch das war uns nicht genug. Vergangenes Jahr haben wir entschieden, daraus eine weltweite Initiative zu machen: Unter dem Label "What's Working" berichten seitdem alle internationalen Ausgaben - neben dem aktuellen News-Geschäft - noch viel intensiver über Menschen, Organisationen und Unternehmen, die daran arbeiten, die größten Probleme unserer Welt zu lösen.

2. Um das ganze Bild zu zeigen

Denn erst wenn wir diese positiveren Geschichten wirklich zum Kern unserer Berichterstattung machen, zeigen wir das gesamte Bild der Welt. Denn die besteht - neben all den Katastrophen - auch aus sehr positiven Entwicklungen, zum Beispiel leben aktuell so wenig Menschen in Armut wie seit Jahrzehnten nicht. Und wenn wir über Lösungen berichten, sprechen sich diese Ideen noch schneller herum. Erst vor wenigen Tagen haben wir umfangreich über all die stillen Helden in der Flüchtlingskrise berichtet, die jetzt sagen: "Wir helfen weiter!"

3. Als die Welt über das kollabierende Griechenland berichtete...

... haben wir einen Reporter nach Athen geschickt, der über die Menschen berichtet hat, die jetzt gerade Startups aufbauen oder die Initiativen gründen, um den Menschen zu helfen, die im Laufe der Krise ihre Existenz verloren haben. Diese Geschichten wiederum gingen um die Welt, weil sie in vielen anderen HuffPost-Ausgaben übersetzt wurden.

4. Wir sind viel unterwegs

Nicht nur in Griechenland. Auch an den Grenzen Südeuropas, als die Flüchtlingskrise im Spätsommer ihren Höhepunkt erreichte - und in ganz Deutschland.

5. Dafür haben wir sogar die Redaktion aufgelöst

Erst Anfang Dezember sind fast alle HuffPost-Kollegen durch das ganze Land gereist. Am Ende dieses turbulenten Jahres wollten wir wissen, wie es den Menschen in unserem Land geht - und wie sie in die Zukunft blicken. Heraus kamen Porträts, Video-Interviews und sehr persönliche Blogs, die Geschichten erzählten, die sonst niemand erzählt. Das Feedback zu dieser Aktion war überwältigend. Das macht Mut!

6. Wir haben Minister getroffen

Politisch liegt ein extrem spannendes Jahr hinter uns. Diese Lagen haben wir immer wieder auch mit Ministern und Parteichefs diskutiert - zuletzt mit Bildungsministerin Johanna Wanka, Umweltministerin Barbara Hendricks und FDP-Chef Christian Lindner in Videointerviews.

7. News, News, News

Seien es exklusive Interviews, Recherchen zum Kita-Mangel oder Abzocke in deutschen Botschaften im Ausland: Die HuffPost wird immer öfter in anderen Medien zitiert. Mitunter schon früh morgens in der Presseschau der großen News-Sender. Unser Obama-Interview schaffte es sogar in die Tagesschau.

8. Wir haben große Debatten angestoßen, die von anderen aufgegriffen wurden

Die Flüchtlingskrise hat Deutschland bewegt wie kein anderes Thema. Schon im Juli haben wir uns daher entschieden, der zunehmend fremdenfeindlichen Stimmung in Deutschland ein klares Zeichen entgegen zu setzen. In einem großen Aufmacher sagten 200 Menschen aus Deutschland in der HuffPost: "Herzlich Willkommen, liebe Flüchtlinge". Einer von ihnen war Wirtschaftsminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel.

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Der Aufmacher sorgte für reichlich Diskussionen - und in den Monaten darauf erschienen ähnliche Ansätze auch in anderen Medien.

9. HuffPost-Berichterstattung international im Fokus

Unsere Berichterstattung über die Flüchtlingskrise hat nicht nur in Deutschland für Diskussionen gesorgt - viele unserer Reports und Analysen zu Pegida etwa haben alle anderen HuffPost-Ausgaben übersetzt.

10. Ein Zeichen gegen den Hass

Viele dieser Aufmacher sorgten für Hass-Posts. Wir hätten die ignorieren können. Doch wir haben uns für das Gegenteil entschieden: Wir haben alle öffentlich gemachten Aussagen auf unserer Seite veröffentlicht. Mit Namen und Foto der Kommentatoren. Ein krasser Schritt, den anschließend in ähnlicher Form auch die "Bild", verschiedene Radiosender und TV-Sendungen gegangen sind.

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11. Seit September sind wir unter den 10 größten deutschen News-Seiten

Was uns aber mindestens genauso freut: Bei der Video-Reichweite sind wir laut IVW sogar schon auf Platz 6.

12. Die HuffPost ist in 15 Ländern aktiv...

... aber das ist nur ein Zwischenstand. Schon in wenigen Jahren sollen es 50 Länder sein. Doch schon in diesem Jahr hat sich etwa bei den Anschlägen von Paris gezeigt, wie stark das HuffPost-Netzwerk jetzt schon ist.

13. Wir lernen voneinander

Regelmäßig kommen alle internationalen HuffPost-Chefredakteure zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, Themen zu diskutieren und Strategien zu entwickeln. Diese Treffen gehören zu den Highlights des Jahres - hier ein Foto des Treffens in München:

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14. Deutschland ist ein Bloggerland

Seit unserem Start vor gut zwei Jahren haben rund 4000 Gastautoren in der Huffington Post geschrieben. Darunter Ökonomen, Psychologen, Schüler, Eltern, Lehrer - und täglich kommen neue hinzu.

15. Willkommen, The MigPost!

Die Huffington Post ist eine Plattform, das hat kaum jemand so gut verstanden, wie die engagierten Studenten rund um das Projekt The MigPost. Sie kommen alle aus Familien mit Migrationshintergrund und bloggen nun bei uns über ihr Leben in Deutschland - aber auch ihre Sicht auf die Flüchtlingskrise. Diese Sichtweise können viele deutsche Journalisten so nicht geben. Sie bereichern unsere Plattform enorm.

16. Unter unseren Bloggern ...

... sind auch knapp 100 Bundestagsabgeordnete aller Parteien. Mal kommentieren sie bei uns aktuelle Titel anderer Medien, mal politische Entscheidungen der Regierung. In jedem Fall haben sie verstanden: Die HuffPost ist eine Plattform für alle Meinungen und Stimmen.

17. Wir wachsen

In anderen Redaktionen werden Verträge nicht verlängert und Stellen gekürzt. Wir wachsen. Wenn alle neuen Mitarbeiter an Bord sind, zählt unsere Redaktion 20 Kolleginnen und Kollegen, die Texte schreiben, Videos produzieren, die als Reporter berichten oder im Nachtdienst News schreiben.

18. Rund 320.000 Facebook-Fans...

19. Aber all das ginge nicht ohne euch

Denn wir wollen eine Debattenplattform für eine neue Zeit sein. Jeden Tag erreichen uns über Facebook, Twitter und unter unseren Texten Tausende Kommentare. Mitunter bis zu 9000 in 24 Stunden. Das ist großartig. Vielen Dank dafür.

20. Und es ginge nicht ohne dieses großartige, engagierte und talentierte Team.

Kommt gut ins neue Jahr!

Flüchtlingskrise: 45 Deutsche sagen in der Huffington Post: Wir helfen weiter!

Huffington Post   |   23 Dezember 2015   20:17 CET

Weiterlesen: aus der redaktion

Wieder einmal zeichnen die Schlagzeilen ein düsteres Bild unseres Landes: fackeltragende Nazis, wütende Pegida-Anhänger, brennende Asylbewerberheime und gewalttätige Zusammenstöße zwischen rechten und linken Demonstranten.

Die Lage ist ernst, keine Frage. Doch dieses Bild ist unvollständig.

Denn während ein Teil der Deutschen immer skeptischer in die Zukunft blickt, sagen die anderen:

Jetzt erst recht. Wir helfen!

Im Sommer standen Tausende Deutsche an den Bahnhöfen, als die Flüchtlinge ankamen. Und die meisten von ihnen helfen immer noch - in den Erstaufnahmeeinrichtungen oder an den Grenzen. Sie verteilen Kleidung, geben Essen aus und bieten Deutschunterricht an. Eine Studie ermittelte kürzlich, dass sich schon rund acht Millionen Deutsche für die Flüchtlinge engagiert haben.

Diese Helfer sind die Helden eines turbulenten Jahres - sie machen unserem Land Mut.

Den Beitrag findet ihr hier.

Yay! HuffPost erstmals unter den Top 10 der größten News-Seiten

Sebastian Matthes   |   10 Dezember 2015   10:07 CET

Heute ist ein großer Tag für die Huffington Post: Laut der Digital Facts der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (Agof) ist die HuffPost mit 5,5 Millionen Unique Usern erstmals unter den zehn größten Nachrichtenseiten Deutschlands.

Ein tolles Geschenk so kurz vor Ende dieses bewegenden Jahres. Dafür möchten wir uns sehr herzlich bedanken.

Die HuffPost bietet einen anderen Blick auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft - mittlerweile in 15 Ländern. In den meisten sind wir damit in der News-Top-10, in einigen sogar die Nummer 1.

Die HuffPost ist ein Ort, wo Debatten angestoßen und weitergeführt werden. Sei es rund um die Flüchtlingskrise, die Drogenpolitik oder den Aufstieg radikaler Strömungen überall auf der Welt. Aber wir sind auch eine Redaktion, die über Lösungen berichtet, nicht nur über Probleme.

Unter dem Schlagwort "What's Working" stellen wir seit über einem Jahr Menschen und Organisationen in den Mittelpunkt, die daran arbeiten, die Welt ein stückweit besser zu machen. Sie arbeiten mit extremistischen Jugendlichen, entwickeln grüne Technologien, bieten anderen einen Ausweg aus der Armut und kümmern sich um die Menschen, die sonst keinen mehr haben.

Der enorme Erfolg dieser Mut machenden Geschichten zeigt, dass die Menschen von einer rein zynisch-negativen Weltsicht genug haben. Sie interessieren sich auch für Auswege und positive Zukunftsideen.

Das treiben wir weltweit voran. Denn längst ist die HuffPost ein 24/7-News-Unternehmen, das vollkommen vernetzt arbeitet. Artikel aus Deutschland laufen regelmäßig auch auf den Seiten in den USA, Frankreich, Großbritannien und Japan. Und wir übersetzen die Texte der Kollegen: Nach den jüngsten Anschlägen in Paris etwa konnten wir schneller reagieren als andere News-Medien, die nur auf Agenturmaterial angewiesen sind.

Aber nicht nur wir haben heute Grund zum Feiern. Auch von unserer Partnerseite "Focus Online" gibt es sehr gute Nachrichten. Die geschätzten Kollegen haben mit 19,52 Mio. Unique Usern erstmals "Bild.de" überholt. Damit ist "Focus Online" die größte Nachrichtenseite Deutschlands. Herzlichen Glückwunsch!

Und nun zurück an die Arbeit. Denn unsere Redaktion ist immer noch nahezu verwaist, weil fast alle Kolleginnen und Kollegen in Deutschland unterwegs sind. Sie versuchen der Frage nachzugehen, wie es Deutschland nach diesem turbulenten Jahr geht.

Die Huffington Post löst die Redaktion auf - und geht auf Tour

Sebastian Matthes   |   7 Dezember 2015   15:52 CET

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Es ist 7.30 Uhr. Normalerweise herrscht um diese Zeit schon reger Betrieb in der Redaktion. Die Themenverantwortlichen diskutieren ihr Programm für die Konferenz, die Videokollegen haben die Seite schon mit frischen Videos bestückt und das Blogteam stellt die spannendsten Gastbeiträge auf die Seite.

Doch heute sind die meisten Monitore dunkel, kaum einer ist da. Der Grund:

Wir haben die Redaktion aufgelöst.

Warum? Das gesamte Jahr lang ging es vor allem um die Flüchtlingskrise, den Konflikt mit Russland und die zunehmende Angst vor dem islamistischen Terror. Wir haben die meiste Zeit auf die Politik nach Berlin geblickt, nach Syrien, nach Moskau und nach Paris.

Wie aber geht es Ende dieses Jahres den Menschen in unserem Land? Wie blicken Familien, Lehrer, Erzieher, Studenten, Arbeitslose und all die anderen Menschen in die Zukunft? Wie verändert sich das Leben derer, über die wir sonst nicht sprechen?

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Das wollen wir herausfinden. Deshalb sind für eine Woche alle Redakteure, Volontäre und Praktikanten als Reporter in ganz Deutschland unterwegs. Unter anderem reisen wir nach Schleswig-Holstein, an die Grenze zwischen Sachsen und Tschechien, nach Hamburg - und zu den gerade viel diskutierten Grenzübergängen nach Österreich.

Das ist eine einmalige Aktion. Schon öfter haben wir Reporter quer durch unser Land und durch Europa geschickt. Nach Griechenland zum Beispiel, als das Land zu kollabieren drohte, an die serbische Grenze, als sich dort im Spätsommer die Flüchtlinge stauten oder nach Berlin, wenn dort wichtige politische Entscheidungen anstehen. Doch nie zuvor war die gesamte Redaktion unterwegs.

Wir führen Interviews mit Familien, bei denen das Geld selbst für alltägliche Dinge nicht reicht; wir drehen Videos an Deutschlands meistdiskutiertem Grenzübergang; wir sprechen mit Psychologen darüber, was die Deutschen belastet; wir begleiten Jugendliche, die auf der Straße leben; und wir treffen Menschen, die sich aus Angst vor der Zukunft mit Waffen eindecken.

Aber wir beschäftigen uns auch mit Menschen, die dabei helfen, eine bessere Zukunft zu schaffen. Unter anderem besuchen wir ehrenamtliche Helfer, die neben ihrem Job dabei helfen, die Flüchtlingskrise zu lösen und wir porträtieren Aktivisten, die jugendlichen Islamisten beim Ausstieg aus dem Salafismus helfen.

Während alle nach Berlin und auf die Politik schauen, wollen wir ein Bild unseres Landes zeigen, das so kein anderes Medium zeigt. Wir wollen die Menschen zu Wort kommen lassen, denen aktuell niemand zuhört.

Wir wollen diesen Menschen eine Stimme geben.

Auch ihr seid eingeladen, bei der Aktion mitzumachen.

Uns interessieren all die kleinen und großen Geschichten, die zeigen, wie es Deutschland wirklich geht.

Was ist in eurer Heimat gerade los? Was bewegt die Menschen vor Ort? Was davon wird möglicherweise in Berlin gerade überhört?

Vor welchen Problemen stehen die Menschen? Die Unternehmen? Ihr ganz persönlich?

Was wird sich nächstes Jahr verändern? Was MUSS sich verändern?

Schreibt uns unter Blog@huffingtonpost.de

Und nun bin ich gespannt. Über alle News und die kleinen Geschichten rund um diese Aktion halten wir euch via Twitter unter dem Hashtag #huffpostontour auf dem Laufenden.

Dieser Text ist Teil der Reihe "Wie geht es uns?" Ein Jahr lang hat die Politik in Berlin, die Krise in Syrien und der Konflikt mit Moskau die Schlagzeilen beherrscht. Wie aber geht es Ende dieses irren Jahres den Menschen in Deutschland? Wie blicken die Menschen in unserem Land in die Zukunft? Das will die Huffington Post herausfinden - und hat alle Redakteure als Reporter durch das Land geschickt. Sie führen Interviews, besuchen Menschen denen sonst niemand zuhört - und berichten über Menschen, die dabei helfen, die größten Probleme zu lösen.

Die neuesten Texte der HuffPost-Tour:

Willkommen, MigPost!

Sebastian Matthes   |   23 November 2015   16:02 CET

Weiterlesen: aus der redaktion

Ein HuffPost-Projekt, über das ich mich ganz besonders freue: Studenten aus Familien mit Migrationshintergrund haben ein ganz besonderes Projekt gestartet. Unter dem Label The Mig Post schreiben sie über Politik, Wirtschaft und ihr Leben in Deutschland. Am Samstag war ich beim Kickoff dabei - und bin immer noch begeistert von den vielen Ideen. Toll, dass dieses Projekt für so viel Interesse sorgt.

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10 Jahre Merkel: Warum die Huffington Post heute anders ist

Sebastian Matthes   |   22 November 2015   18:37 CET

Angela Merkel ist 10 Jahre im Amt. Es waren bewegte Jahre, in denen sich unser Land massiv verändert hat. Die Huffington Post widmet dem Thema daher ein umfangreiches Spezial - mit ehemaligen Wegbegleitern, engen Vertrauten und Kritikern.

Merkels Stellvertreterin Julia Klöckner zieht in einem Video eine positive Bilanz der ersten zehn Jahre. Sie sagt, Merkel habe leise, aber effizient regiert. Der ehemalige Wirtschaftsminister im Kabinett Merkel, Rainer Brüderle, beschreibt, wie die gemeinsame Zeit mit Angela Merkel war - und was ihn an ihre am meisten überrascht hat.

Der Wirtschaftspublizist und Xing-Klartext Herausgeber Roland Tichy fragt sich, was von Merkel bleibt, außer einem Selfie. So viel sei verraten: Bislang nicht viel. Hubert Weige, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz, stellt eine provokante These auf: Merkel hat ihr größtes Ziel nicht erreicht. Und Adnan Albash, der von wenigen Monaten aus Syrien geflohen ist, erklärt seine ewige Dankbarkeit zu Merkel.

Alle Stimmen Zitate, Blogs und Videobotschaften von Merkel Fans, alten Wegbegleitern und Kritikern könnt ihr hier lesen. Das ist die Stärke der Huffington Post: Wir bringen die unterschiedlichsten Originalstimmen unverfälscht auf eine Plattform.

10 Jahre Merkel

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