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Die Laschet-Klausuren-Affäre

Veröffentlicht: Aktualisiert:
ARMIN LASCHET
Wolfgang Rattay / Reuters
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Die Philosophische Fakultät der RWTH Aachen (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen) stellt der interessierten Öffentlichkeit ein neues Konzept für den MES-Studiengang (Masterstudiengang für Europastudien) vor.

Der Vorsitzende der NRW-CDU und Vorsitzender der CDU-Fraktion im NRW-Landtag Armin Laschet ist 16 Jahre lang Lehrbeauftragter im MES-Studiengang an der RWTH.

Im Zusammenhang mit der Klausuren-Affäre gerät der jahrelange Dozent an der Philosophisches Fakultät der RWTH Aachen im MES- Studiengang, Armin Laschet, im Juni 2015 in die öffentliche Kritik.

Er benotet Klausuren von Studenten, die der PrĂĽfungsausschuss und auch Laschet selbst nie gesehen haben. Sein Vorgehen fliegt auf, da der Politiker auch Noten an Studenten vergibt, die die Klausur nie geschrieben haben.

Die Noten werden annulliert und die Klausuren werden neu geschrieben. In den Semesterferien im Sommer 2015 gibt der volkstümliche CDU-Politiker sein wissenschaftliches Amt „freiwillig" auf. Der Vorgang wird daraufhin von der Universität ad acta gelegt.

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Der durch die Laschet-Klausuren-Affäre in Misskredit geratene MES-Studiengang wird in den kommenden Jahren komplett für bis zu 25 Studenten neu ausgerichtet. Es soll ein „kleiner und feiner" Studiengang werden, der diesmal strengsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügt.

Die bereits eingeschrieben Jahrgänge dürfen ihr Studium abschließen. Neue Einschreibungen wird es frühestens zum Wintersemester 2019/20 geben. Das neue Zentrum wird mit fünf Professoren ausgestattet. Die Aufgabe der Professoren besteht darin, über den Einfluss der Technik auf die Gesellschaft zu forschen und zu lehren.

Armin Laschet wird zum Spitzenkandidaten für die NRW-Landtagswahl im Mai 2017 gekürt. Auf einer Wahlveranstaltung moniert er Rechtsbrüche von Politikern anderer Parteien. Mann müsse „null Toleranz von Anfang an zeigen" und direkt durchgreifen, wenn jemand das Recht beuge.

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