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Unfassbar: PETA tötet heimlich Tausende von Tieren

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Der folgende Artikel enthält potenziell verstörendes Bildmaterial.

PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) ist eine Tierschutzorganisation, die öffentlich behauptet, im Interesse der Tiere zu handeln und sich dabei ethischen Grundsätzen zu verpflichten. Und dennoch verlassen nur die wenigsten der rund 2000 Tiere, die jedes Jahr bei PETA eingeliefert werden, lebend das Gebäude. Die Mehrheit dieser Tiere - 2011 waren es 96 Prozent - wird getötet und in regelmäßigen Abständen vom Abdecker an der Hintertür abgeholt. Zwischen diesen Routinebesuchen werden die Kadaver in einem riesigen begehbaren Gefrierschrank aufbewahrt, den PETA eigens zu diesem Zweck aufgestellt hat. Dieser Gefrierschrank kostet 9370 US-Dollar und wird - wie auch das Unternehmen, das sich um die Entsorgung der Opfer von PETA kümmert - durch Spenden von Tierfreunden finanziert, die es sich wohl nie hätten träumen lassen, dass ihre Beiträge dafür eingesetzt werden, das Leben von Tieren zu beenden, anstatt ihnen zu helfen. Fakt ist, dass PETA im Lauf der letzten elf Jahre 29.426 Hunde, Katzen, Kaninchen und andere Haustiere getötet hat.

Den meisten Tierfreunden fällt es schwer, dies zu glauben. Doch die Bilder sprechen für sich. Und sie sprechen Bände darüber, wer PETA wirklich ist und wofür diese Organisation steht.

Der Hauptsitz von PETA befindet sich im US-amerikanischen Norfolk, Virginia. Und obwohl PETA für sich in Anspruch nimmt, eine Tierschutzorganisation zu sein, ist PETA nicht der Ansicht, dass Tiere ein Recht auf Leben haben. Stattdessen wird dem Menschen das Recht zugestanden, ein Tier zu töten, solange dies auf humane Weise geschieht. Im Fall von PETA durch eine Überdosis Barbiturate - und zwar auch dann, wenn es dem Tier gut geht und es nicht leidet. Im Jahr 2012 wurden 733 Hunde zu PETA gebracht. 602 davon wurden getötet. Nur 12 fanden ein neues Heim. Ebenfalls 2012 wurden 1110 Katzen aufgegriffen. 1045 wurden eingeschläfert. Nur sieben wurden adoptiert. Des Weiteren wurden 34 andere Haustiere eingeliefert, von denen 28 getötet wurden. Nur vier wurden vermittelt.

In einem Abfallcontainer eines Supermarkts liegen zahlreiche Müllbeutel. Als Polizisten einen Blick hineinwerfen, finden sie die Kadaver von Tieren, die von PETA getötet wurden. PETA beschrieb diese Tiere als „reizend" und „perfekt". Ein Tierarzt, der gutgläubig einige Schützlinge zu PETA brachte, bestätigte, dass diese Tiere „gesund" und „vermittelbar" waren. Gleiches gilt für die toten Tiere, die später von ihm untersucht wurden.

Zum Beispiel eine Katze und ihre zwei Jungen, die absolut gesund und keiner Lebensgefahr ausgesetzt waren, bis sie von einem Tierarzt an PETA übergeben wurden. Man versicherte ihm, die Vermittlung dieser Tiere würde kein Problem darstellen. Stattdessen wurden sie Berichten zufolge innerhalb weniger Minuten direkt in dem Kleintransporter getötet, mit dem sie abgeholt wurden.

Ein Pressebild zeigt einen Einschläferungskit, das von der Polizei im Todestransporter von PETA in Ahoskie, North Carolina, gefunden wurde.

Auf einem anderen Bild sieht man einen Polizeibeamten im Schutzanzug mit einem von PETA getöteten Welpen in Ahoskie. Dieses Hundebaby und Dutzende anderer Tiere wurden im Juni 2005 von der Polizei gefunden, nachdem PETA-Mitarbeiter sie in einen Müllcontainer geworfen hatten.

Schockierendes Bildmaterial zeigt Welpen, die von PETA in einem Kleintransporter getötet wurden - ein durch Spenden finanziertes mobiles Schlachthaus. Obwohl PETA einen Jahresumsatz von 35 Millionen. US-Dollar hat und von Millionen Tierfreunden unterstützt wird, unternimmt die Organisation nicht einmal den Versuch, ein neues Zuhause für diese Tiere zu finden. PETA macht keine Werbung für die Vermittlung von Tieren. Es gibt keinen Bereich, wo die Tiere potenziellen neuen Besitzern präsentiert werden. Es gibt keine Besuchszeiten. Dennoch ist PETA beim Bundesstaat Virginia als „humane Gesellschaft" beziehungseise „Tierheim" registriert.

Laut Inspektionsberichten des Landwirtschaftsministeriums von Virginia umfasst die Einrichtung von PETA „nicht ausreichend Unterbringungsmöglichkeiten, um dauerhaft die Anzahl von Tieren zu beherbergen, die angeblich dort jährlich aufgenommen werden ... Das Tierheim ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich und unternimmt keine Anstrengungen für die Vermittlung der ihm übergebenen Tiere."

Bei Routinebesuchen werden häufig „keine Tiere vor Ort" gefunden oder nur „ein paar untergebrachte Tiere", obwohl jährlich Tausende von PETA aufgenommen werden. Man fragt sich, wo all diese Tiere sind. „90 Prozent werden innerhalb der ersten 24 Stunden nach ihrer Aufnahme eingeschläfert", so ein Inspektor des Landwirtschaftsministeriums. Doch wie können Tiere adoptiert werden, wenn sie doch fast alle innerhalb von Minuten getötet werden? Wenn es keine Besuchszeiten gibt? Wenn ihre Vermittlung nicht gefördert wird? Wenn sie potenziellen neuen Besitzern gar nicht erst gezeigt werden? Es ist bezeichnend, dass PETA keine Antwort auf die Frage eines Reporters hatte, was sie alles tun, um ein neues Zuhause für ihre Tiere zu finden.

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Quelle: Nathan Winograd

Eine von PETA-Gründerin Ingrid Newkirk geschriebene und unterzeichnete Postkarte, auf der sie offen zugibt, dass Tiere ihrer Ansicht nach kein Recht auf Leben haben. Und das, obwohl PETA sich den Anschein verleiht, für die Rechte von Tieren einzutreten. Das Recht auf Leben ist das fundamentalste aller Rechte. Es ist fundamental, weil ohne dieses Recht keine anderen Rechte möglich sind. Wie kann einem Tier das Recht auf Nahrung, Wasser, Unterkunft und Schutz gewährleistet werden, wenn es zuvor getötet wird?

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Quelle: Nathan Winograd

Viele Tierfreunde, die PETA öffentlich verurteilt haben, wurden in einem Brief der Rechtsabteilung der Organisation darüber informiert, dass ihnen ein Gerichtsverfahren droht. Wenn man jedoch bedenkt, dass im Zuge eines Gerichtsverfahrens Mitarbeiter von PETA vorgeladen würden und unter Eid die grausigen Vorgänge im Hauptsitz von PETA schildern müssten, scheinen diese Briefe doch eher eine leere Drohung zu sein.

Die von Spendengeldern bezahlten Anwälte mögen mit dem Säbel rasseln, wissen aber ganz genau, dass eine Offenlegung im Rahmen eines Gerichtsverfahrens eine wesentlich größere Gefahr darstellt, als die Tierschützer, die wahrheitsgemäß und - angesichts Drohungen von PETA - auch äußerst couragiert die Schändlichkeiten der Organisation ans Tageslicht bringen. Wer für PETA spendet, finanziert nicht nur das Töten von Tieren, sondern auch die Einschüchterung von Tierfreunden.

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Quelle: Nathan Winograd

Doch PETA tötet nicht nur selbst Tiere, sondern verteidigt auch derartige Praktiken in anderen Einrichtungen. Dies ist ein sterbender kleiner Kater in einem Tierheim in Houston. Den Angestellten zufolge war das Tier nicht mehr zu retten gewesen. Als der Kater gefunden wurde, war er so gut wie tot. Seine letzten Stunden waren qualvoll. Bewerber, die eine kriminelle oder gewalttätige Vergangenheit haben oder im Einstellungstest besonders schlecht abschnitten, werden von der Stadt Houston bevorzugt im Tierheim oder als Tierfänger angestellt. Als ich vom Gesundheitsamt Houston mit der Inspektion des Tierheims beauftragt wurde, lautete mein Ratschlag, Tierquäler zu entlassen und nur Menschen einzustellen, denen die Tiere am Herzen lagen. PETA hingegen verteidigte das Tierheim und drängte die Beamten dazu, nicht auf mich zu hören.

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Quelle: Nathan Winograd

Ein an der Hundeseuche erkrankter Welpe im Tierheim Houston. Er liegt in seinem eigenen Urin und ohne weiche Unterlage in einem kalten Stahlkäfig. Alleingelassen und unfähig, auch nur den Kopf zu heben, wartet das Tier auf seinen Tod, ohne die notwendige tierärztliche Hilfe zu erhalten. In anderen Tierheimen haben an der Hundeseuche erkrankte Tiere eine Überlebenschance von mehr als 90 Prozent. In einem offenen Brief an den Herausgeber der Houstoner Zeitung verteidigt PETA das Tierheim und fordert die Einwohner von Houston dazu auf, meine Ratschläge für Reformen zu ignorieren.

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Quelle: Nathan Winograd

Die Lösung von PETA: Getötete streunende Katzen in einem Tierheim in Florida. PETA verhinderte erfolgreich die Einführung des Gesetzes SB 1320, das Programme zur Kastration und anschließenden Freilassung streunender Katzen - anstatt deren Tötung - in Florida legal gemacht hätte. Und obwohl Tierheim und Gesundheitsämter in ganz Amerika immer mehr auf das Prinzip „Einfangen-Kastrieren-Freilassen" setzen, bleibt PETA ein erklärter Gegner dieser humanen Alternative und argumentiert nicht nur, dass gesunde streunende Katzen auch weiterhin getötet werden sollen, sondern fordert seine Anhänger auch dazu auf, Streuner zu diesem Zweck zu Tierheimen oder Tierärzten zu bringen.

Auf der US-amerikanischen PETA-Website ist zu lesen, dass „das Einschläfern von streunenden Katzen die mitfühlendste Option ist. Sie können Ihren Tierarzt darum bitten oder das Tier in ein örtliches Tierheim bringen, wenn dort eine Injektion aus Natrium-Pentobarbital verwendet wird." Das abgebildete Tierheim verwendete „eine Injektion aus Natrium-Pentobarbital", mit der die Katzen direkt vor den anderen Tieren getötet wurden. Die panischen Tiere mussten dabei mit einer Fangschlaufe gejagt werden, da sie voller Todesangst herumrannten und im ganzen Raum Urin und Kot absetzten. Dies ist das typische Verhalten verängstigter Katzen in Tierheimen. Und anscheinend ist dies laut PETA, genau so, wie es sein sollte.

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Quelle: Nathan Winograd

Eine Katze im Tierheim von King County, Washington bettelt um Futter und Wasser. Die Katzen in der Krankenabteilung erhielten aufgrund eines langen Wochenendes drei Tage lang kein Wasser und Futter. Und obwohl Mitarbeiter zur Versorgung der Tiere abbestellt waren, besuchten sie und ihre Vorgesetzten lieber ein Fest, anstatt sich um die Tiere zu kümmern. Ich wurde von der Verwaltung von King County mit der Inspektion des Tierheims beauftragt.

Mein Ratschlag: Stellen Sie Vorgesetzte ein, die nicht derselben Gewerkschaft angehören, um einen Interessenkonflikt zu vermeiden. Verteilen Sie unter den Mitarbeitern Aufgabenlisten und lassen sie von Vorgesetzten gründlich prüfen, ob diese Aufgaben auch erledigt wurden. In einem Brief an die Verwaltung von King County forderte PETA die Beamten dazu auf, nicht auf mich zu hören, da ich ein „Radikaler" sei.

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Quelle: Flickr

Ginge es nach PETA, würde dieser Hund in jedem Tierheim Amerikas getötet werden, weil er angeblich wie ein Pitbull aussieht. Laut Ingrid Newkirk werden in immer mehr Tierheimen Pitbulls nicht mehr vermittelt, sondern automatisch eingeschläfert. PETA unterstützt diese Vorgehensweise.

Nachdem in Shelby County, Kentucky, in vier aufeinanderfolgenden Jahren mehr als 90 Prozent der eingelieferten Hunde und Katzen am Leben gelassen wurden, gaben die Tierheime bekannt, dass sie überlaufen wären und Tiere einschläfern müssten. Doch wie schon so oft sprang die Shelby County No Kill Mission ein, eine private Organisation, die gegen die Einschläferungspraktiken in Tierheimen vorgeht. Sie konnte die Krise abwenden und die Tiere an Pflegestellen und neue Besitzer vermitteln.

Auch PETA wandte sich an die zuständigen Behörden, nicht jedoch mit der Absicht, die Tiere zu retten. PETA fragte nicht, was man mit 35 Millionen US-Dollar Jahresumsatz, gespendet von Millionen tierliebender Mitglieder, tun könne, um diese vom Tod bedrohten Tiere zu retten.

PETA bot Shelby County keine Hilfe an, neue Besitzer zu finden, Notunterkünfte zu bauen, Tiere pflegeweise oder dauerhaft zu übernehmen oder schlicht und einfach auf die Not der Tiere aufmerksam zu machen. Stattdessen schickte PETA der Verwaltung von Shelby County einen Präsentkorb mit einer Karte, auf der man sich dafür bedankte, dass nach vier Jahren endlich die Entscheidung gefallen sei, die Tiere einzuschläfern. „Vielen Dank, dass Sie das Richtige tun", schrieb PETA.

Diese Bilder zeigen die Wahrheit über PETA. Ein krasser Unterschied zum öffentlich gepflegten Image einer radikalen Tierschutzorganisation. Im Grunde genommen ist PETA nichts anderes als ein Schlachthaus, das landesweit die Bemühungen von Tierschützern untergräbt, dringend benötigte Reformen durchzusetzen, um die Rechte heimatloser Hunde und Katzen zu schützen.

PETA unterstützt rückständige und grausame Tierheime. PETA fordert die Tötung bestimmter Tiere, die in Tierheime gebracht werden. PETA jagt jährlich Tausenden von Tieren eine tödliche Dosis Gift durch die Venen. Diese Aktionen sind nicht mit dem Leitbild einer Tierschutzorganisation zu vereinbaren. Vielmehr sind sie deren Antithese. Es bleibt nur eine Frage offen: Warum wird immer noch für PETA gespendet?

Übersetzt aus der Huffington Post von Julia Keinert. Hier geht's zum Original.

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Update vom 22.11.2013
Stellungnahme von PETA:
http://www.peta.de/web/informationen_zu.7094.html

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