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Wie lege ich meine Daten in der Cloud sicher ab?

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Wer viel unterwegs ist, muss wichtige Daten immer mit dabei haben.

Ich kenne es allzu gut. Dabei vergesse ich oft, wo meine Daten liegen - auf dem Arbeitsrechner, auf dem Laptop zu Hause oder auf dem Tablet. Und dann muss ich ja noch wissen, wo genau auf dem Gerät die Textdateien, Präsentationen, PDFs oder Videos gespeichert sind. Was tun?

Die einfachste Lösung ist, die essentiellen Sachen jederzeit in der Cloud (Wolke) zum Abruf bereit zu haben. Dann hat man Zugang zu den Daten, auch wenn der Akku auf dem Tablet gerade leer ist, der USB-Stick plötzlich kaputt geht und Laptop nicht mehr hochfährt. Hat man einen Computer mit Internet-Zugang, ist die Lage, vor allem bei wichtigen Präsentationen und Vorstellungen immer noch zu retten.

Das IT-Beratungsunternehmen Gartner behauptet, persönliche Wolke könnte persönliche Computer als das Zentrum des digitalen Lebens der Konsumenten bereits 2014 komplett ersetzen. Denn wir nutzen immer mehr verschiedene Geräte - und wichtige Daten müssen überall und immer verfügbar sein. Was tun, um die Sicherheit der Daten zu gewährleisten?

Verschlüsselung ist das Zauberwort

Der Tech-Blog Mashable empfiehlt zwar, sich zu „entwolken" (de-cloud) und unter anderem eine Festplatte statt eines Cloud-Dienstes zu benutzen. Für mich kommt es aber nicht in Frage. Denn wer heute viel unterwegs ist, ist oft an die schnelle Datensynchronisierung zwischen dem Laptop, Arbeitscomputer, Tablet und Smartphone angewiesen. Das geht eben über die Cloud.

Als Erstes gilt: Die Daten immer auf dem Computer verschlüsseln, bevor sie in der Wolke landen. Dafür ist die Freeware AxCrypt, die Daten mit ein paar Clicks verschlüsseln lässt oder hoch angesehene Freeware TrueCrypt bestens geeignet. Allerdings darf man nicht vergessen, dass sogar bei verschlüsselten Daten die Metadaten, sprich die Zeit der Herstellung oder der Dateiname erkennbar sind.

Es gibt auch spezielle Programme wie BoxCryptor, das Daten speziell für die Cloud verschlüsselt und mit allen gängigen Betriebssystemen - Windows, Mac OS, iOS oder Android - sowie mit den populärsten Cloud-Diensten funktioniert (hier die Liste aller unterstützten Cloud-Anbieter). Die Basis-Version ist kostenlos, für mehr Optionen wie Nutzung auf mehreren Geräten muss man allerdings in die Tasche greifen. Als Alternative gibt es das kostenlose Programm Cloudfogger.

Raus aus der US-Cloud!

Schade, aber: Die populärsten Cloud-Dienste wie Dropbox, Google Drive oder SkyDrive haben ihren Sitz in den USA und unterliegen damit der US-Gesetzgebung, die in Sachen Datensicherheit bekannterweise deutlich laxer ist als die europäische. Dabei können die US-Behörde auch auf die Daten außerhalb der USA zugreifen.

Die EU gibt sich besorgt und will nun die Cloud regulieren. Allerdings ist man immer auf einer sicheren Seite, wenn die Daten von Anfang an auf den europäischen Servern liegen und damit die EU-Datenschutzrichtlinien gelten. So speichert die Deutsche Telekom die Daten seines Cloud-Dienstes Mediencenter nach eigenen Angaben in Deutschland und bietet außerdem 25 Gigabyte Speicherplatz kostenlos an - ein Riesenunterschied zu Dropbox, wo User nur 2 Gigabyte gratis bekommen.

Ich würde mich nicht wundern, wenn demnächst mehr Cloud-Anbieter gezielt auf Datensicherheit setzen.