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Keine Religion, sondern Politik: Nora Illi steht beispielhaft f├╝r einen politischen Islam

Ver├Âffentlicht: Aktualisiert:
NIKAB
MOHAMMED AL-SHAIKH via Getty Images
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Ganz Deutschland diskutiert aufgeregt ├╝ber den Auftritt von Nora Illi, der Frauenbeauftragten des Islamischen Zentralrats der Schweiz, bei ÔÇ×Anne Will" am 6. November.

"Im Islam haben die Frauen viele Rechte und viele M├Âglichkeiten, sich auszuleben." Das ist der wohl am h├Ąufigsten zitierte Satz des Abends. Doch ist das wirklich der entscheidende Satz, der am meisten zur Diskussion anregen sollte?

L├Ąsst nicht viel mehr Illis Aussage, dass die Gemeinschaft, das Kollektiv im Islam im Mittelpunkt stehe und f├╝r sie pers├Ânlich bedeutsam sei, aufmerken?

Mehr zum Thema: "Anne Will": Bosbach geht wegen Nikab-Tr├Ągerin auf die Moderatorin los

Sie selbst f├╝hrt aus, dass sie sich mit den anderen Religionen auseinandergesetzt und genau dort den Ansatz des Kollektivs nicht gefunden habe.

Man k├Ânnte auch sagen, sie hat sich letztendlich f├╝r den Islam entschieden, weil dieser, ihrer Ansicht nach, ein individuelles, selbstbestimmtes Leben am wenigsten wertsch├Ątzt.

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Nora Illi spricht davon, dass sie als Jugendliche ein Punk war. Was auf den ersten Blick widerspr├╝chlich erscheint und wohl auch von ihr selbst so wahrgenommen wird, ist es nicht, wenn man die beiden Gedankenwelten vergleicht.

Der Islam, wie ihn Illi f├╝r sich interpretiert, hat einige Gemeinsamkeit mit der Weltanschauung eines Punks.

Die Punkszene, die linksautonome Szene sowie Linksradikale sind ebenfalls Anh├Ąnger der Idee eines Kollektivs. Ebenso gemeinsam ist ihnen, dass sie den demokratischen Rechtsstaat mit seinen Gesetzen ablehnen wie man bei den regelm├Ą├čigen Ausschreitungen erleben kann.

Ebenso liebt Illi das provokante Auftreten: "Was heute die Nikab ist, war fr├╝her das Punkeroutfit."

Ihr Weg der Kommunikation war und ist die Provokation

Der Schritt von Nora Illi vom Punk zur politischen Muslima ist also absolut nachvollziehbar und konsequent f├╝r ihre Pers├Ânlichkeit. Die gemeinsame Basis bildet die politische Gedankenwelt des Kollektives und der Abwertung des Individualismus und der pers├Ânlichen Freiheit.

Nora Illi hat am Sonntagabend den Beweis daf├╝r angetreten, dass es bei Personen wie ihr, nicht um die Aus├╝bung einer Religion geht, sondern um das Verbreiten einer politischen Ansicht, die nicht mit dem Deutschen Grundgesetz in Einklang zu bringen ist.

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