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Warum wir bei der Wahl Europa im Kopf haben sollten

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Aktuell ist Wahlkampf. Man könnte auch sagen: Parteien führen Imagekampagnen durch. Das ist zwar politischer Alltag für Parteien, nicht aber für politische Institutionen wie die EU. Werbung der EU begegnet den Bürgern im Alltag kaum. Vielleicht auch deshalb gilt sie als komplex, langsam und bürokratisch.

„Es stimmt, dass die Entscheidungsfindung oft langwierig ist. Der springende Punkt ist aber, dass Vereinbarungen getroffen werden können, die außerhalb des Handlungsspielraums der einzelnen Staaten liegen, zum Beispiel um Überfischung in der Nordsee zu verhindern." sagt Jannis Born von Thank-EU e.V. aus Münster. Dieser Verein möchte den Vorurteilen etwas entgegensetzen und hat dafür eine Imagekampagne in den sozialen Medien gestartet.

Danke, EU!

„Wir denken, es ist an der Zeit, „Danke EU!" zu sagen. Danke für offene Grenzen, sichere Produktstandards und für 72 Jahre Frieden. Sagt Danke! Diesen Sonntag bei der Wahl." so der Vorsitzende Dr. Thomas Dirscherl.

Mit selbst entworfenen Motivplakaten informiert der Verein über den politischen und sozialen Nutzen der EU: Frieden, freier Handel, bequemes Reisen. Das ist inzwischen fast selbstverständlich geworden.

Erst kürzlich konnten weitere Erfolge verbucht werden, so wurden Roaminggebühren abgeschafft und ab 2018 gibt es kein Geoblocking mehr. Die Liste der Errungenschaften ist lang und vielfältig.

Das Ziel der Initiative ist es, dem aufkommenden Nationalismus in Europa entgegenzuwirken, aber auch einzutreten für selbstverständlich gewordene Rechte und Zustände wie Solidarität, Reisefreiheit, Arbeitsfreizügigkeit und Verbraucherschutz. Dafür beleuchtet Thank-EU tagesaktuell und durchaus kritisch die europäische Perspektive auf das Weltgeschehen.

Es geht darum, nachzudenken

Im Gegensatz zu Pulse of Europe zielt Thank-EU nicht darauf ab, die Menschen für die EU auf die Straße zu bringen, sondern möchte die EU-Skeptiker zum Nachdenken anregen: „Uns geht es vor allem darum, einfache Argumente an die Hand zu geben. Damit Unentschlossene der plumpen Darstellung von der EU als Bürokratiemonster etwas entgegenzusetzen haben", so Dr. Dirscherl.

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