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Das Gesundheitswesen wandert in die Cloud

Ver├Âffentlicht: Aktualisiert:
CLOUD DIGITAL
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Im Zeitalter der digitalen Transformation wird die Cloud immer wichtiger. Die Einsatzgebiete sind vielz├Ąhlig und somit ist die Cloud in den meisten Branchen vertreten. Auch im Gesundheitswesen wird sie verst├Ąrkt eingesetzt und etabliert sich als ein Mehrwert f├╝r Fitness-Liebhaber, Patienten, Krankenh├Ąuser und ├ärzte.

Schon jetzt verlassen sich viele Deutsche auf digital vernetzte Ger├Ąte, um ├╝ber ihre Gesundheit im Bilde zu bleiben. Laut einer Umfrage von Bitkom Research nutzt fast ein Drittel der Deutschen ab 14 Jahren (31%) Fitness-Tracker zur Aufzeichnung von Gesundheitswerten.

Dabei geht die Nutzung weit ├╝ber die Schlafanalyse hinaus: 99 Prozent der Nutzer kontrollieren damit ihre K├Ârpertemperatur und 75 Prozent ihr K├Ârpergewicht. Au├čerdem werden die Tracker beim Abnehmen und der Rauchentw├Âhnung eingesetzt. Die gesammelten Daten werden zunehmend in der Cloud gespeichert, um Nutzern jederzeit und von ├╝berall Zugriff auf ihre Werte und Analysen zu geben.

Die Nutzung der Cloud bietet zudem die M├Âglichkeit, die gemessenen Vitalwerte an ├ärzte zu ├╝bermitteln. 75 Prozent der Befragten w├╝rden im Krankheitsfall Gebrauch von dieser Option machen, w├Ąhrend unter chronisch Kranken sogar 93 Prozent der Befragten die Werte mit dem zust├Ąndigen Experten teilen w├╝rden.

Cloud revolutioniert Healthcare-Bereich

Die Cloud wird bereits vielfach f├╝r Therapie- und Behandlungspl├Ąne eingesetzt. Menschen mit chronischen Krankheiten wie Diabetes k├Ânnen etwa mithilfe von E-Health-Plattformen ein elektronisches Diabetiker-Tagebuch f├╝hren.

Dabei k├Ânnen die Blutzuckerwerte in der Cloud gespeichert werden. Die Werte werden dann mit den vom Arzt vorgegebenen Schwellenwerten verglichen. Der Vorteil: Bei starker Abweichung kann eine Kontaktperson umgehend informiert werden, um bei dem Patienten nach dem Rechten zu sehen.

Durch die regelm├Ą├čige Eingabe von Aktivit├Ąten oder die zus├Ątzliche Nutzung eines vernetzten Fitness-Trackers kann der Arzt den Behandlungsplan optimal auf den Patienten und dessen aktuelle Situation zuschneiden. Wird dabei festgestellt, dass l├Ąngere Sporteinheiten den Blutzuckerwert des Patienten senken, kann dies ├╝bernommen und im Gegenzug die Medikamenteneinnahme angepasst werden.

Auch f├╝r Patienten mit Erbkrankheiten wie H├Ąmophilie (Bluterkrankheit) bieten vernetzte medizinische Ger├Ąte deutliche Vorteile. Da die Medikamente aufgrund der aufw├Ąndigen Fertigung mit hohen Kosten verbunden sind, ist eine ├Ąu├čerst gr├╝ndliche Dokumentation der Einnahme notwendig.

Die Cloud kann den Betroffenen hierf├╝r eine geeignete Plattform bieten. F├╝r den Patienten bedeutet dies weniger handschriftliche Eintr├Ąge, w├Ąhrend durch das Teilen der Daten mit den zust├Ąndigen ├ärzten die korrekte Medikamenteneinnahme sowie Nebenwirkungen oder Auff├Ąlligkeiten beobachtet werden k├Ânnen.

Gew├Ąhrt der Patient zuk├╝nftig der Krankenkasse Zugriff auf die Daten, k├Ânnte dies sogar den Zahlungsprozess erleichtern.

Die vernetzten Ger├Ąte und Apps k├Ânnten dem zust├Ąndigen Pharmaunternehmen au├čerdem anzeigen, wenn der Medikamentenvorrat des Patienten zur Neige geht, sodass zeitig mit der Produktion einer neuen Charge begonnen wird.

Steigerung der Effizienz und Kostenreduzierung

Wegen mangelnder Standards und Regelungen in Kliniken, Pflegeheimen oder Arztpraxen findet der Austausch wichtiger Patientendaten aktuell ├╝berhaupt nicht oder nur unzureichend statt. Auch der ├╝berregionale Zugang zu Patientendaten ist ausbauf├Ąhig und mithilfe der Cloud leicht umzusetzen.

Die Digitalisierung ist ein wichtiger Treiber und erm├Âglicht eine Steigerung der Effizienz bei gleichzeitiger Kostenreduzierung.

Die elektronische Patientenakte ist in Europa bereits ein zentrales Element in nationalen E-Health-Strategien. Deutschland hinkt im Vergleich jedoch Jahre hinterher. Neben der elektronischen Gesundheitskarte (eKG) w├╝rde die zeitnahe Einf├╝hrung der elektronischen Gesundheitsakte der Bev├Âlkerung erlauben, ihre Daten selbstst├Ąndig in der Cloud zu sammeln, zu verwalten und mit den zust├Ąndigen ├ärzten zu teilen.

Somit st├╝nden die Daten auch f├╝r Privatpersonen jederzeit in der Cloud zur Verf├╝gung, um etwa Langzeitstatistiken auf Basis der Gesundheitswerte erstellen zu k├Ânnen. Der Austausch in der Cloud wird unter anderem von Systemen wie Dropshare Cloud unterst├╝tzt. Das auf dem deutschen Datenschutz basierende Dateiaustauschsystem erm├Âglicht die Weitergabe sensibler Informationen wie Arztberichte, sodass diese auf einfachem Wege geteilt werden k├Ânnen.

Weiterhin haben Patienten die M├Âglichkeit, gr├Â├čere Dateien wie hochaufl├Âsende R├Ântgenaufnahmen an den zust├Ąndigen Arzt weiterzuleiten, ohne die Qualit├Ąt verringern zu m├╝ssen oder die R├Ântgenbilder pers├Ânlich vorbeizubringen.

Noch in den Kinderschuhen, aber mit gro├čem Potenzial: Internetbasierte Diagnostik und die Organisation von Sprechstunden online. Neben der Terminbuchung k├Ânnen auch Krankheitssymptome mit dem Smartphone aufgenommen und f├╝r den Arzt in die Cloud gestellt werden, welcher wiederum per Ferndiagnose die Symptome beurteilen und (wenn n├Âtig) einen Termin vereinbaren kann.

Verbesserter Austausch von Patientendaten

Egal ob Sportskanone oder Sportmuffel, Patient oder Arzt - die Nutzung von vernetzten medizinischen Ger├Ąten in der Cloud ├Âffnet zahlreiche T├╝ren und erleichtert viele Prozesse f├╝r alle Beteiligten.

Obwohl sich die Digitalisierung im deutschen Gesundheitsbereich bislang nur vereinzelt bemerkbar macht, wird sie weiterhin stetig an Zuspruch gewinnen. Schlie├člich stehen neben der Nutzung der Cloud auch K├╝nstliche Intelligenz und Robotik bereits im Fokus der Medizinbranche und werden den Wandel hin zur digitalen Gesellschaft begleiten und lenken.

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