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Mohammed Khamis Headshot

Flüchtlingsjunge fragt AfD-Mann, ob seine Partei rassistisch ist - die Antwort ist entlarvend

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Der elfjährige Mohammed, genannt Momo, flüchtete zusammen mit seiner Familie über die Türkei, Bulgarien, Österreich und Tschechien bis nach Deutschland. Die Reise dauerte ganze zwei Jahre.

Momo ist ein großer Fußballfan, liebt jede Form von Sport und möchte später unbedingt mal vor der Kamera stehen - ob als Journalist oder Schauspieler, das hat er noch nicht festgelegt.

Ein gemeinsames Projekt mit dem Journalisten Nicolas Flessa hat Momo seinen beruflichen Traum jetzt schon in Reichweite gerückt. Für das "Seinsart Magazin" durfte er zuletzt Spitzenkandidaten der Parteien Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen befragen.

Besonders spannend wurde es jedoch bei Momos letztem Interview mit dem AfD-Politiker Karsten Woldeit. Woldeit steht bei der Kandaidatenliste der Partei in Berlin auf Platz zwei und ist außerdem Wahlkampfkoordinator.

Die Fragen des Elfjährigen brachten den AfD-Mann ins Wanken.

"Wir sind keine Rassisten, wir haben einen Farbigen in der Partei"

"Was würden Sie tun, wenn in ihrem Heimatland Krieg wäre?", fragt Momo den Politiker mit skeptischem Blick. Dieser antwortet, dass er an seiner Stelle dort bleiben und kämpfen würde. Er sei immerhin zwanzig Jahre lang Soldat gewesen.

Auf die Frage, warum AfD-Wähler Angst vor Flüchtlingen haben, fällt Woldeit nur ein, dass man zwischen Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen unterscheiden müsse.

Den Vogel schießt der AfD-Politiker aber ab, als Momo fragt, warum man seine Partei und ihre Wähler als Nazis bezeichne.

Woldeit entgegnet dem Elfjährigen: "Meinst du, das sieht Achille Demagbo genau so, der als ein farbiges Vorstandsmitglied AfD-Politik macht? Ein Farbiger ist mit Sicherheit kein Rassist."

Momo bleibt unbeeindruckt und führt das Interview professionell weiter. Wie es weitergeht, seht ihr oben im Video.

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