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Die Leute von Schingal

Ver├Âffentlicht: Aktualisiert:
AMAL CLOONEY
Stefan Wermuth / Reuters
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Shingal, August 2014. Ein Genozid geschieht irgendwo in Syrien. Jeder hat es mitbekommen. Kaum jemand hat etwas gemacht um zu helfen. Wer waren die Opfer jener Zeit? Es waren Jesiden. Doch kaum jemand wei├č, wer oder was Jesiden sind.

Jesiden sind eine uralte Religionsgemeinschaft, in der es keine b├Âsartige Personifizierung des Teufels gibt. Daf├╝r verfolgt man sie seit Jahrtausenden.

Am 3. August 2014 fielen Milizen des IS im Sindschargebirge ├╝ber wehrlose und fliehende Jesiden her und sorgten somit f├╝r den Tatbestand des Genozid. 12.000 Menschenleben hat es gekostet. Die Welt schwieg.

Doch manchmal kamen Stimmen hoch.

Wie auch die Stimme der prominenten Menschenrechtsanw├Ąltin, Amal Clooney. Die Frau von Hollywood-Star, George Clooney, will sich daf├╝r einsetzen, dass der Genozid am Volk der Jesiden international als Straftatbestand anerkannt wird.

Dar├╝berhinaus soll mehr Aufmerksamkeit auf das Schicksal der jesidischen Frauen gelenkt werden.

Ein Sonderprogramm f├╝r missbrauchte Frauen und Kinder aus dem Nordirak erm├Âglichte es, 1000 Jesidinnen in Baden-W├╝rtemberg Schutz zu geben.

Clooney fordert andere Staaten auf, dem Beispiel Deutschlands zu folgen.

Eine dieser Frauen ist Nadja Murad (21). Sie selbst befand sich drei Monate in Gefangenschaft des IS. Sie sagt: "Ich kann die Vorstellung nicht ertragen, dass wenn der IS besiegt ist, seine Mitglieder sich lediglich ihre B├Ąrte scheren und durch die St├Ądte spazieren, als ob nichts passiert w├Ąre.

Nadia Murad wurde in der vergangenen Woche zur UN Sonderbotschafterin bei den United Nations Headquarters New York ernannt.

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