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Die Scheinheiligkeit der Massenmedien

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Jason Farrar / EyeEm via Getty Images
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Täglich lesen, hören und sehen wir in den Massenmedien, wie böse und schlimm Donald Trump sein soll. Jeder kleinste und mögliche "Fehltritt" wird breit getreten.

Greift der Amerikanische Präsident die Führung von Nordkorea an, gibt es einen Aufschrei. Lobt er wenig später eine mögliche Einsicht des kommunistischen Machthabers, wird auch das wieder zerrissen.

Ein objektiver Journalismus zu Trump ist schon seit Monaten nicht erkennbar. Vielmehr gleicht der Umgang mit dem US-Präsidenten eher einer Propaganda-Veranstaltung aus dem kalten Krieg seitens der DDR oder der UdSSR.

Scheinheilig ist es auch, dass man jetzt mit aller Gewalt die rechtsextreme Tat von Charlottesville zuschreiben will. Trump ist erst wenige Monate im Amt. Das Land, das wir jetzt gezeigt bekommen, ist viel eher das Produkt von Ex-Präsident Barack Obama.

In seiner acht-jährigen Amtszeit sind erst wieder Rassenunruhen, rassistische Übergriffe und auch die Ablehnung der linksgrünen Willkommenskultur in den USA enstanden. Die Demokraten haben ihre Vorhaben durchgezogen und nicht auf den inneren Frieden bei unserem Verbündeten geachtet.

Gleiches gilt auch im Umgang mit einer angeblichen Manipulation der Wahlen durch Russland. Sind wir ehrlich: Putin hat gar nicht die Macht, in den USA oder gar in Deutschland eine ganze Wahl zu manipulieren. Dass die Menschen sich nach alternativen Medien, wie "Breitbart" oder "compact", umsehen, ist allein das Produkt der Massenmedien.

Während früher diese für qualikativen und investigativen Journalismus standen, wirken jene heute, als wollen sie die Menschen bekehren und umerziehen. Siehe die bedingungslose und zu unkritische Berichterstattung um die Flüchtlingskrise und ihrer Willkommenskultur im Jahr 2015.

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Keine Kritik zu Erdogan oder Maduro erkennbar

Während sich diese Massenmedien und auch weite Teile der Politik verkrampft an Trump abarbeiten, erleben wir im Umgang mit Erdogan oder Maduro, die wirkliche Despoten und Diktatoren sind, eine Berichterstattung nur am Rand. Die systematischen Menschenrechtsverstöße, der Abbau von Demokratie, Meinungsfreiheit und Pressefreiheit werden nur unzureichend aufgezeigt und kritisiert.

Auch die Tatsache, dass Erdogan die NATO oder auch INTERPOL für seine faschistischen Zwecke zu missbrauchen versucht, ist absolut inakzeptabel. Ständige Einmischungen in innerdeutsche Angelegenheiten müssen zu einem deutlichen Aufschrei führen. Und zu politischen Sanktionen, die den wirtschaftlichen und finanzpolitischen Kern der Türkei treffen.

Das gleiche gilt im Umgang mit DITIB und anderen türkisch-islamistischen Organisationen. Mit welchem Recht lassen wir es zu, dass das türkische Religionsministerium zumindest indirekt den deutschen Islamunterricht festlegt?

Warum arbeiten noch zahlreiche Landesregierungen mit denen zusammen, obwohl sie im Auftrag des türkischen Geheimdienstes Menschen in Deutschland ausspioniert haben? Und mit welchem Recht schauen wir zu, wenn Türken mehrheitlich für das System Erdogan stimmen und dann hier für sich die komplette Meinungsfreiheit fordern?

Hier haben die Massenmedien eine Bringschuld gegenüber den Gründungsvätern unseres Landes. Unser Grundgesetz und unsere Wertegemeinschaft muss endlich wieder hoch gehalten werden, indem wir wirklichen Feinden der Demokratie entgegen treten.

Und nicht permanent gegen Trump schießen, nur weil er gegen Hillary Clinton die Wahl gewonnen hat. Das zu akzeptieren nennt man im Übrigen Demokratie.

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