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Singapurische Forscher enthüllen emotional intelligenten Roboter

08/03/2016 20:23 CET | Aktualisiert 09/03/2017 11:12 CET
Javier Pierini via Getty Images

Forscher haben es geschafft einen Roboter zu entwickeln, der in der Lage ist, Menschen und seine Emotionen zu erkennen und sein Wissen basierend auf Interaktionen zu erweitern. Ein emotional intelligenter Roboter also, der dazulernen kann. Gruselig genug.

Der Roboter, Nadine, sieht jetzt schon total menschlich aus und wird noch weiterentwickelt. Nadia Thalmann, die Leiterin des Instituts für Medien und Innovation, bekräftigt sogar, dass der Roboter Leben hätte.

Die singapurischen Forscher behaupten, sie wollen mit Hilfe der intelligenten Roboter Gesellschaft für andere Menschen schaffen, vor allem für diejenigen, die an Demenz oder Autismus leiden. Lebensgefährten quasi, um die Einsamkeit zu durchbrechen.

Aber haben wir uns als Menschheit so sehr auseinandergelebt, dass wir nun Roboter entwickeln müssen, die uns Zeit und Nähe schenken?

Dass die Forscher einen Roboter entwickelt haben, der nicht zuletzt da sein soll, um Einsamkeit zu reduzieren, spricht schon Bände darüber, wie wir uns als Menschen verändert haben.

Früher haben in der Regel mehrere Generationen in einem Haus gelebt und Kinder haben sich um ihre Eltern gekümmert. Heute ist das kaum noch möglich, da oft beide Partner Vollzeit beschäftigt sind, sich um Kinder und Haushalt kümmern, und kaum noch Zeit für andere Aktivitäten finden. Der Zeitmangel hängt aber nicht zuletzt auch mit dem massiven Konsum von sozialen Medien zusammen.

Hier könnte der emotional intelligente Roboter Nadine tatsächlich eine emotional unterstützende Funktion haben. Aber wie weit kann das gehen? Sind wir dabei den Begriff des Lebens komplett neu zu definieren?

Heißt das, dass wir uns in Zukunft immer weniger um unsere Mitmenschen kümmern werden?

Genauso wie bei den Beginnen des Smartphones das Ausmaß der Entwicklung undenkbar war, so ist auch jetzt das Ausmaß des Einsatzes künstlich emotionaler Intelligenz unvorhersehbar.

Vielleicht könnte man aber auch die emotionale Intelligenz bei Menschen fördern und bereits Kinder bewusst darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, sich um seine Mitmenschen zu kümmern. Dann wären solche Roboter vielleicht gar nicht notwendig.

Aber schaut selbst

This (kinda creepy) emotionally intelligent robot has come to life.

Posted by The Huffington Post on Montag, 7. März 2016

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