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Diese Geschenke sollten Eltern mit Kindern wirklich im Flugzeug verteilen

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MIKE JULIANELLE
Mike Julianelle

Vor ein paar Jahren hörte man von einer Geschichte über ein Elternpaar mit kleinen Zwillingen, das vor einem Flug Geschenkpakete an die Mitpassagiere verteilte.

Diese Eltern wussten, dass die Chancen groß sind, das ihre Kinder einen Aufstand machen würden. Also wurden sie proaktiv und stellten kleine Pakete mit Süßigkeiten zusammen. In den Päckchen lagen auch Zettel, auf denen sich die Eltern im Voraus für das Verhalten ihrer Kinder entschuldigten. Eine clevere Strategie, die zahlreiche Nachahmer inspirierte.

Jetzt sind wir in den Sommermonaten, und das bedeutet: Viele Menschen machen Urlaub und das beinhaltet auch Familien mit kleinen Kindern. Wenn Sie in den nächsten Wochen also ein Flugzeug nehmen, stehen die Chancen groß, dass Sie in ein Baby oder ein Kleinkind rauschen. Es könnte auch mein Kleinkind sein, denn meine Frau und ich werden bald mit unserem fast vierjährigen Kind einen Flug unternehmen.

Ich bin nicht groß im Basteln, aber ich wurde von dem Einfallsreichtum und der Rücksicht der oben genannten Menschen inspiriert, die wissen, dass Kinder nicht für öffentliche Auftritte gemacht sind und ständig eine Entschuldigung brauchen.

Also habe ich mein eigenes Geschenkpaket für unsere Mitpassagiere kreiert. Im Folgenden habe ich den Inhalt aufgelistet:

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Getränkegutschein: Für eine warme Tasse voll HALT DIE KLAPPE falls sie das Bedürfnis haben wegen einem Zweijährigen rumzuzicken.

Taschenspiegel: Damit sie einen tiefen Blick auf sich selbst werfen können und sehen, was für ein Mensch sie sind, der von Eltern angepisst ist, die mit Kindern reisen, die ihnen selbst das Leben noch schwerer machen als ihren Mitpassagieren.

Pillen: Entweder Schlafmittel oder Ecstasy. Was auch immer es ist, ihre Stimmung wird steigen.

Eine Runde Mitleid (nicht im Bild): Dafür, dass Sie mit atemberaubender Geschwindigkeit in ein fernes Land reisen während sie Fernsehen schauen und Musik hören über Kopfhörer, die sie vom Geschrei eines Kleinkinds abschotten, das niemals mit Absicht jemanden nervt (außer seinen eigenen Eltern).

E.T.: Unglücklicherweise reicht der Platz nicht für eine DVD, also sind hier ein paar Geldscheine damit sie sich am Boden den Film ausleihen können und sich wieder daran erinnern, wie es war ein Kind zu sein, sie herzloses A...Loch.

Eine freundliche Notiz: In der fordere ich Sie zu einem Kampf vor dem Kiosk direkt beim Gate heraus.

Zum Unglück der anderen Fluggäste bin ich nämlich nicht so nett wie die Eltern, die ich oben erwähnt habe.

Hochachtung vor den Menschen, die sich neben dem packen von Snacks und Kinderspielzeugen noch Zeit nehmen, Geschenkpakete für Leute zu machen, die so egoistisch sind, sich über das fröhliche Gequietsche von Kindern zu beschweren, die gerade zum ersten Mal die Wolken von so nahem sehen.

Aber für mich, nein danke!

Ich bin einfach nicht dafür zu haben, im Voraus um Verzeihung zu betteln für den Fall dass mein Sohn Ihren Flug stört. Und ich zahle ganz bestimmt nicht eine Art Steuer nur weil meine Frau und ich für ein paar Tage wegfahren wollen und denken, dass unser Sohn vielleicht mit will.

Familien haben wie alle anderen auch das Recht zu reisen, genau wie ihre Kinder. Soll Kindern etwa nicht erlaubt sein, ihre Großeltern zu sehen, nur weil sie ein wenig Lärm machen. Wir leben schließlich in einem freien Land.

Das nächste Mal, wenn sie im Flugzeug ein Elternpaar oder - noch schlimmer - ein einzelnes Elternteil mit Kind sehen, dass gerade versucht, einen Wutanfall zu stillen oder einfach nur oft, dass das Kind sich nicht in die Hose macht: Denken sie daran, dass die Eltern eine schlimmere Zeit durchmachen als Sie selbst.

Die Eltern verdienen ein verdammtes Geschenkpaket.

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