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Medien haben Udo Jürgens schon vergessen

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Foto: Dominik Beckmann

Andreas Gabalier spaltet die Gesellschaft. Viele vergöttern den selbsternannten „VolksRock'n'Roller" aus der Steiermark, einige werfen ihm eine zu konservative Einstellung vor. Mit eher grenzwertigen Statements, was zum Beispiel das Frauenbild betrifft, schürt er das Image immer wieder selbst.

Ab Herbst darf sich Gabalier in die Reihe der Stars einreihen, die bei MTV Unplugged auftreten durften. Im Rahmen der Konzertreihe des Musiksenders zu performen, gilt in Musikerkreisen als Ritterschlag. Die „Ahnengalerie" des Österreichers in diesem Zusammenhang ist lang und kann sich sehen lassen. Paul McCartney, Aerosmith, Bruce Springsteen gaben sich für den Sender „ausgesteckt" genau sie die Ehre, wie Herbert Grönemeyer, Die Toten Hosen und Unheilig. Das Konzert soll am 14. September in Wien aufgezeichnet und am 25. November ausgestrahlt werden.

Gabalier ist nicht der erste Österreicher bei MTV Unplugged

Deutsche und vor allem österreichische Medien feiern Andreas Gabalier als „ersten Österreicher, der bei MTV Unplugged auftritt." Das stimmt allerdings nicht ganz. 2009 trat der 2014 plötzlich verstorbene Udo Jürgens beim MTV Unplugged-Konzert „Unplugged in New York" der Sportfreunde Stiller als Gast auf. Zwar zugeschaltet über eine Videoleinwand, aber trotzdem schade, dass der große Udo Jürgens im Kontext MTV Unplugged und Österreich in keiner Zeile erwähnt wird.


Über den Autor
Michi Jo Standl ist freier Journalist. In der Huffington Post bloggt er zu verschiedenen Themen, wie Kriminalität und Extremismus. Manchmal äußert er sich auch zu aktuellen Medienthemen. Die Inhalte der Artikel müssen sich nicht mit den Meinungen der Medien decken, für die er arbeitet. Michi Jo Standl bei Facebook.