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Wollte Trump niemals Präsident werden?

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Foto: MsDig Photography

"Trump, make America lough again!" - "Trump, bringe Amerika wieder zum Lachen!" - ist der Slogan des Comedians und Trump-Imitators Tim Watters (Foto). Wenn Donald Trump nicht so abartig wäre, wäre er sogar ein Stück weit niedlich.

Bestsellerautor Michael Moore ("Stupid White Men") hätte mit einer interessanten These fast geschafft, Trump etwas Sympathisches umzuhängen. Wie er auf seiner Facebook-Seite schreibt, glaubt er zu wissen, dass der Präsidentschaftskandidat gar nie vorgehabt habe, US-Präsident zu werden, sondern nur mehr Geld für seine NBC-Reality Shows "The Apprentice" und "The Celebrity Apprentice" rausschinden wollte. Er würde deshalb seinen eigenen Wahlkampf sabotieren. Aha!

Das würde den unterirdischen Schwachsinn, den er von sich gibt, erklären. Kann man darüber nachdenken, muss man aber nicht. Zu beachten ist, dass Moore nicht nur Autor und Regisseur ist, sondern auch Satiriker. Sein aktueller Film "Where to Invade Next" floppte weltweit. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Endlich eine logische Erklärung für Trumps Müll-Parolen? Aber nein, Augen zu - er ist, was er ist - der nervigste Rechtspopulist, den wir derzeit ertragen müssen.
In der Hand haben es die Amerikaner, nicht wir. Fatal wäre natürlich, wenn Moores Theorie stimmen und Trump trotzdem die Wahl gewinnen würde. Das würde allerdings nicht gerade für unsere US-amerikanischen Weltmitbürger sprechen. Dann würde Trump nicht Amerika zum Lachen bringen, sondern die restliche Welt.

Man wünscht sich, dass Moore mit seiner Theorie Recht hat. Trumps Büro war für amerikanische Journalisten noch zu keiner Stellungnahme bereit.


Über den Autor
Michi Jo Standl ist freier Journalist. In der Huffington Post bloggt er zu verschiedenen Themen, wie Kriminalität und Extremismus. Manchmal äußert er sich auch zu aktuellen Medienthemen. Die Inhalte der Artikel müssen sich nicht mit den Meinungen der Medien decken, für die er arbeitet. Michi Jo Standl bei Facebook.