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Wischen und Tippen: Wie Tablets Rednern helfen

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TABLET
Thinkstock
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Technik ersetzt aber weder Inhalt noch Präsenz des Sprechers.

Tablets sind auf dem Siegeszug. Inzwischen haben sie Smartphones bei den mobilen Internetzugriffen überholt. Im Beruf unterstützen sie Vorträge, Präsentationen und Gespräche. „Verstecken sollte man sich hinter seiner Technik aber nicht", rät Peter Flume zum sinnvollen Einsatz der neuen Flexibilität. Der Rhetoriktrainer legt Tablet-Besitzern ans Herz, vor dem Einsatz im Vortragsraum nützliche Anwendungen der flachen Multitalente einzuüben.

„Hektisches Wechseln gezeigter Inhalte oder ratloses Herumtippen kommen auch beim Tablet nicht gut."

Gekonnt bedient, ermöglichen die Rechner im Magazin-Format den spielerischen Umgang mit vorbereiteten Präsentationen. „Ich muss nicht eine Folie nach der anderen zeigen oder bei Zeitnot vor den Augen des Publikums hektisch durchklicken", erklärt Flume.

Rückfragen der Zuhörer bringen die geplante Präsentation nicht mehr durcheinander. Im Vorfeld zusammengestellte Hintergrundinformationen - auch Links - unterstreichen die Antworten. Weniger wichtige Folien ruft der Redner stattdessen einfach nicht auf. Die Zuhörer merken nicht, dass ursprünglich eine andere Reihenfolge vorgesehen war. Denn die verschiedenen Inhalte sind ausgebreitet auf dem handlichen Flatscreen - das Publikum sieht nur, was der Vortragende per Fingertipp zum Beamer schickt.

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Peter Flume kennt die Präsentationsfallen beim Reden mit dem Tablet.

Das Präsentationskonzept bindet Videos, Musik Bilder oder Texte und Tabellen problemlos in den Vortrag ein. Die Multimediadateien werden beim Abrufen direkt eingespielt - ohne vorherige Fummelei. Und unterschiedliche Datenformate wie bei Powerpoint mühsam zu integrieren entfällt.

„Der Charme dabei ist, dass es keine Zeitverzögerungen mehr gibt bei großen Datenmengen wie etwa Videos oder Musik"

, sagt der Nürtinger Rhetorikprofi, der bei seinen Präsentationen nicht mehr auf das Tablet verzichten mag. Zuhörer schätzen es, dass der Redner nicht mehr zum Laptop läuft oder ihnen gar den Rücken zuwendet, um zu sehen, was gerade für alle sichtbar ist.

„Der Redner muss seinen Kontakt zum Publikum nicht mehr unterbrechen, sondern hat es sozusagen stets im Auge", sagt Flume. Er findet es zudem wichtig, dass der Vortragende vor dem Wechsel des projizierten Inhalts weiß, was als nächstes kommt: „Ein Blick auf den Bildschirm in der Hand zeigt mir die nächste Folie, meine Notizen und optionale Begleitinformationen."

Bei aller Begeisterung für die mobilen Screen-Rechner weist Flume darauf hin, dass ihre technischen Möglichkeiten nicht überstrapaziert werden dürfen:

„Wenn die Tatsache, wie der Redner sein iPad handhabt mehr fasziniert als der Vortrag selbst, dann läuft etwas falsch."

Und zu viele Medieneinspielungen ermüden. Ihr sparsames, gezieltes Aufrufen hingegen lockert die Präsentation auf. Auf keinen Fall seien die elektronischen Alleskönner Ersatz für fehlenden sprachlichen und körpersprachlichen Ausdruck beim Vortrag.

Wer sein Publikum begeistert, obwohl er nur ein paar Karteikarten während der Darbietung in der Hand hält, könne ruhig dabei bleiben. „Richtig eingesetzt bereichern und erleichtern Tablets jedoch die Präsentation komplexer Inhalte", fasst der Rhetorikprofi das Potential der jungen Technik zusammen.

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