BLOG

Megaherz Tourauftakt in Erfurt

09/03/2016 14:12 CET | Aktualisiert 10/03/2017 11:12 CET
Michael Stollman

Die Erfurter „Sorrownight" eröffneten pünktlich den Abend mit Ihrem zum Namen passenden Melancholic Goth Rock. Der Sänger ging in seiner Rolle völlig auf und machte traurige Mine am Mikro. Auch den anderen Musikern war nicht wirklich anzusehen, ob sie sich freuten, dass das heimische Publikum nach jedem Song applaudierte.

Beim Gespräch im Biergarten des „from Hell" mit konnte man ein wenig Ratlosigkeit heraushören. Technisch überzeugten „Sorrownight" die meisten Gäste. Aber mit der Musik konnten die wenigsten etwas anfangen.

Fazit war, „Sorrownight" sind eine gute Band, die Ihre Fans findet wird. Heute wirkten Sie leider deplatziert.

Bei "Das Scheit" herrschte im Publikum anfangs auch leichte Irritation. Aber die Band bekam die Fans schnell in den Griff und gab die ein oder andere Kostprobe aus dem bald erscheinenden Album mit dem bezeichnenden Namen „a darker Kind of Black". Und so klingen "Das Scheit" auch, dunkler als Schwarz.

Anders kann man die Musik und Show auch nicht beschreiben. Sie bedienen sich schamlos aus allen Gothic Genres, mixen das Ganze mit kräftigem Rock und Anflügen von NDH. Dem Publikum gefiel es immer besser, doch da war auch schon Schluss.

In der Umbaupause kam der geneigte Beobachter nicht umhin zu bemerken, dass sich eine knisternde Stimmung aufbaute. Die Fans in Erfurt waren heiß darauf Ihre Herzen begrüßen zu dürfen. Und das taten sie dann auch lautstark ab der ersten Strophe vom „Zombieland".

„Megaherz" bedankten sich dann auch gleich mit einer extrem powervollen Version von „Fanatisch". Mit sichtlichem Spaß wieder auf der Bühne zu stehen, absolvierten „Megaherz" eine Show, die einfach mitreißt. Ein bunter Mix aus alten und neuen Songs prasselte auf die Fans vor der Bühne ein, die es den Herzen mit völliger Hingabe dankten. Es wurde getanzt und gebangt, was die Knochen hergaben. Ein wenig Pogo gab es abseits auch noch zu bestaunen.

Aber Megaherz können nicht nur laut und wild. Auch die ruhigeren Songs kommen mit viel Gefühl von der Bühne und nehmen einen mit auf eine Reise durch die Gefühlswelten. Eine Kostprobe lieferte da schon das vierte Lied des Abends, „Glorreiche Zeiten".

Wie ruhig ein Rockpublikum sein kann, bewies Erfurt dann bei „Augenblick".

Als Lex das Lied alleine auf der Bühne sang, hätte man die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören können. Gänsehaut pur.

Dass das Lied in der Pianoversion während einer Rockshow so gut funktioniert, Respekt an die Band und die Fans. Und schon ging es mit „Gegen den Wind" und „Heuchler" wieder in die vollen.

Ein Wechselbad der Gefühle, welches in „Miststück" einen krönenden Abschluss fand.

Weitere Konzertfotos gibt es auf fotoglut.de

Auch auf HuffPost:

Video:Heißes Ständchen: Diese musikalische Zeitreise endet mit drei nackten Frauen im Auto

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.

Gesponsert von Knappschaft