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Reparieren oder beten? Was ich bei Krankheit für mich tun kann

02/08/2015 18:45 CEST | Aktualisiert 02/08/2016 11:12 CEST
thinkstock

Für meinen Nachbarn Horst ist der Körper mit einem PKW durchaus vergleichbar. Wenn etwas nicht vernünftig läuft, wird es repariert, und er spricht auch mit Ärzten wie mit den Mechanikern in einer Autowerkstatt. „Reparieren Sie dieses oder jenes! Na, dieser oder jener Schaden lässt sich doch wohl beheben, nun machen Sie mal."

Arzt soll Körper reparieren

Eines Tages treffe ich ihn unten am Briefkasten und sein Arm ist in Gips. Ich frage ihn, von wo er wohl runtergefallen sei und wie lange der Gips wohl mit ihm sein werde. Voller Stolz berichtete er, dass er von der Leiter gefallen sei und der Arzt ihm gesagt habe, der Gips bleibt genau vier Wochen an seinen Arm. Ich hatte kurz zuvor mit einem Freund gesprochen, der sich ebenfalls den Arm gebrochen hatte, und der sagte, er hoffe und erwarte, dass er den Gips innerhalb weniger Tage wieder loswerden würde.

Schließlich sei er nicht bereit, sich allzu sehr einengen und beeinträchtigen zu lassen. Er erwarte eine zügige Heilung. Meinem Nachbarn Horst sage ich: „Da können Sie ja froh sein, dass der Arzt nicht gesagt hat: Der Gips bleibt acht Wochen bei Ihnen." Worauf er antwortet: „Und wenn der Arzt das gesagt hätte, dann wäre es auch gut." Und dann hätte er auch wochenlang nicht geklagt über diese Aussicht.

Wirksamkeit von Gebeten oft unterschätzt

Kürzlich las ich einen Artikel mit dem Thema: „Können Gebete heilen?" (Die Welt, 18. Juni 2015). Die Hamburger Autorin Sabine Henning berichtet aus dem renommierten Medizinjournal „Lancet" über eine Studie mit 750 Patienten in neun amerikanischen Herzzentren. Sie schreibt über diese Studie:

„Das Ergebnis: Den Patienten, für die mit großer Intensität gebetet wurde, ging es besser als solchen, für die nur wenig oder gar nicht gebetet wurde." Im weiteren Verlauf wird die wissenschaftlich abgesicherte Untersuchungsmethode beschrieben. Fazit der Studie war, dass Beten Mitgefühl fördert, sich dadurch das Herz der Patienten öffnet und es schneller heilt. Solche Ergebnisse gibt es nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in vielen anderen Ländern, auch in Deutschland.

Wunsch nach Heilung ist wichtig

Peter Findeisen, Klinikleiter der Caduceus-Klinik für psychotherapeutische Medizin in Bad Bevensen veranstaltet Fürbitten für die dort anwesenden Patienten. Und er betont: „Ihr eigener Wunsch nach Heilung ist wichtig".

Mehr und mehr erkennen Patienten und Ärzte, wie entscheidend die innere Einstellung zum Körper, zu Leben und Gesundheit ist, um erfreuliche Resultate hervorzurufen. Der Körper ist eben kein Gegenstand, der wie in einer Autowerkstatt repariert werden muss. Vielmehr führen Einflüsse, die das Denken, das Bewusstsein, das Herz und das Empfinden im Allgemeinen beeinflussen, zu Veränderungen, die sich ganz unmittelbar im Körper zeigen. Daher ein klares Ja, dass Gebete heilen können.


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