BLOG

Wäsche waschen: 11 Fakten, die Sie noch nicht kannten

17/11/2015 17:33 CET | Aktualisiert 17/11/2016 11:12 CET
Jupiterimages via Getty Images

2015-11-12-1447332656-6784274-Facebook2.jpg

Alle Deutschen tun es. Manche sogar mehrmals wöchentlich. Wäschewaschen gehört zum Alltag wie Zähneputzen oder Frühstücken - und trotzdem gibt es viele überraschende Fakten rund um die normalste Sache der Welt.

1. Die Waschmaschine, ein Kulturgut

Wie jemand wäscht, ist nicht nur individuell verschieden, sondern auch kulturabhängig. Die Deutschen lieben es, Schleudergang, Wassermenge und Temperatur selbst einzustellen.

Den Amerikanern ist das egal - Hauptsache, sie können jedes Kleidungsstück am nächsten Tag in die Waschmaschine werfen. Doch im Gegensatz zu chinesischen Haushalten steht ihre Maschine nur selten im Wohnzimmer, um Gästen als Statussymbol präsentiert zu werden.

2. Der Feind aller Waschmaschinen

Waschmaschinen haben einiges auf dem Kerbholz: Die High-Tech-Geräte jagen Hosen, Hemden und Co. mit 500-facher Erdbeschleunigung durch die Trommel. Gegen eins sind sie jedoch machtlos: Wenn kleine Wäschestücke wie BHs oder Kindersocken in schwer zugängliche Bereiche geschleudert werden, blockieren sie die Pumpe und machen eine teure Reparatur erforderlich.

3. Färben statt waschen

Wolle und Seide kann man nicht waschen wie jedes andere Kleidungsstück - sie verlangen eine spezielle Pflege. Das war auch schon im 19. Jahrhundert so, als der Hochadel in bunten Seidengewänder durch die stetig wachsenden Städte flanierte.

Damals begnügte man sich damit, lediglich Flecken zu entfernen oder die teuren Stücke neu zu färben - aufs Waschen verzichtete man. Erst als die Reinigung mit Lösemitteln erfunden wurde, kleidete sich der Adel nicht nur in schöne, sondern auch in saubere Seide.

4. Kurzwaschprogramme schaden der Umwelt

Wer Energie sparen will, sollte einfach das Kurzwaschprogramm wählen? Falsch gedacht. Die Maschine verbraucht mehr heißes Wasser, wenn die Wäsche in Rekordzeit sauber sein soll. Sparsamer sind Eco-Programme, die zwar mehr Zeit, dafür aber geringere Temperaturen und weniger Wasser benötigen.

5. Emanzipation in der Waschküche?

Die Emanzipation hat noch nicht alle Winkel privater Haushalte erreicht - vor allem vor der Waschmaschine hat sie bislang Halt gemacht. So überlassen immer noch 94 Prozent der Männer, die in einer Beziehung leben, das Wäschewaschen ihrer Partnerin.

6. Waschmaschinen aus dem 17. Jahrhundert

Bevor es Waschmaschinen gab, war Wäschewaschen harte Arbeit. Man vermischte Asche und Öl, um Seife herzustellen und knetete, stampfte und schlug die Wäsche, bis sie sauber war. Ein Ende hatte die Plackerei erst, als die Waschmaschine 1951 in Deutschland auf den Markt kam. Das erste Modell stammt übrigens aus dem 17. Jahrhundert.

7. Warum gehen Wollpullover ein?

Wolle ist sensibel: Wer seinen Lieblingswollpullover achtlos mit anderen Kleidungsstücken in die Waschmaschine schmeißt, hält hinterher einen Kinderpulli in den Händen. Der Grund: Die Wollfasern sind von einer Schuppenschicht umgeben, die sich beim Schleudern verhakt und das Kleidungsstück schrumpfen lässt. Pflegekennzeichen machen deutlich, welcher Pullover in die Waschmaschine darf.

8. Vollwaschmittel nur für Weißes

Manche Vollwaschmittel behaupten, für weiße und bunte Wäsche geeignet zu sein. Aber auf Dauer ist Vollwaschmittel nur für Weißes zu empfehlen, enthält es doch Bleiche, die Buntwäsche mit der Zeit ausbluten lässt.

9. Müssen Lederhosen stehen vor Dreck?

„Lederhos'n waschen? Soweit kommt's noch!" In Bayern war es früher Tradition, seine Lederhose so lange zu tragen, bis sie vor Dreck stand. Die Zeiten sind zum Glück vorbei. Schließlich will man auch trotz Bierzeltgeruch, Bratenflecken und Co. sauber auf der Wiesn erscheinen.

10. Die 10.000 Mitbewohner in Ihrem Bett

In jedem deutschen Bett leben ca. 10.000 Milben. Um für hygienische Bedingungen zu sorgen, sollte Matratzenschoner und -bezug regelmäßig gereinigt werden - auch weil das Material besonders sensibel ist.

11. Fortschritt für die Umwelt

Last but not least: Eine 30 Jahre alte Waschmaschine verbraucht im Schnitt 180 Liter pro Waschgang. Neue Modelle sind viel sparsamer und kommen mit rund 49 Litern aus.

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Video: Praktische Hilfe: Sie löst auf geniale Weise ein immer wiederkehrendes Problem im Haushalt

Lesenswert:

Hier geht es zurück zur Startseite