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Tag 2 nach der Wahl: Michael Moore will, dass die Amerikaner diese 7 Dinge tun

Veröffentlicht: Aktualisiert:
MICHAEL MOORE
Mark Blinch / Reuters
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Bereits im Juli prophezeite der kontroverse US-amerikanische Filmemacher Michael Moore, dass Donald Trump die US-Wahl gewinnen wird. In einem Blog für die Huffington Post USA warnte er die amerikanischen Bürger, vor dieser Wahrheit nicht die Augen zu verschließen.

Jetzt, nachdem das von ihm vorhergesagte Ereignis tatsächlich eingetroffen ist, ruft Moore dazu auf, aktiv zu werden. Auf seiner Facebook-Seite hat er am Mittwoch eine „To-Do-Liste für den Morgen danach" veröffentlicht. Mit dieser Liste ruft er dazu auf, sich Trump entgegen zu stellen. Heute veröffentlichte er seine "To-Do-Liste für Tag zwei", in der er konkrete Anweisungen für die Formierung einer Gegenbewegung gibt.

1. Schnell und und entschlossen eine Gegenbewegung formieren, ähnlich stark wie die in den 60ern

Ich werde gerne meinen Beitrag leisten, die Bewegung zu führen, obwohl ich mir sicher bin, dass viele andere (wie Bernie, Elizabeth Warren, MoveOn, die Hip-Hop-Community, DFA, etc.) ebenfalls dazu bereit sind. Der Kern dieser Gegenbewegung wird befeuert von jungen Leuten, die, genauso wie bei Occupy Wall Street und Black Lives Matter, Scheiße nicht tolerieren und den Autoritäten Widerstand leisten. Sie haben kein Interesse daran, mit Rassisten und Frauenfeinden zu kooperieren.

2. Anklage gegen Trump vorbereiten

Wie die Republikaner von Tag eins an schon gegen Präsidentin Hillary vorgehen wollten, müssen wir dasselbe tun: Wir müssen das System organisieren, das Trump verurteilen wird, wenn er seinen Eid verletzt und die Gesetze bricht - und wir müssen ihn seines Amtes entheben.

Mehr zum Thema: Donald Trump ist der Präsident der Menschen, die in den Medien nicht vorkommen dürfen

3. Den Kampf aufnehmen

Wir müssen uns verpflichten, den heftigen Kampf gegen Donald Trump und alle von ihm nominierten Mitglieder für den Obersten Gerichtshof aufzunehmen (und sogar zivilen Ungehorsam leisten, wenn nötig), sollten sie unsere Zustimmung nicht finden.

Wir fordern, dass alle Demokraten im Senat jedes nominierte Mitglied, das Citizens United unterstützt oder die Rechte von Frauen, Immigranten und Bedürftigen verletzt, aggressiv zu Fall bringt. Das ist keine Verhandlungssache.

4. Eine Entschuldigung an Bernie Sanders vom DNC einfordern

... dafür, dass sie in den Vorwahlen gegen ihn agiert haben, dass sie die Presse dazu gebracht haben, seine bahnbrechende Kampagne zu ignorieren, dafür, dass Clinton die Fragen für die Flint-Debatte schon im Vorhinein geschickt worden sind, für ihre latente Seniorenfeindlichkeit und ihren Antisemitismus, die dafür sorgten, dass Wähler sich wegen seines Alters oder seiner Religion gegen ihn entschieden haben, und für das antidemokratische System der "Wahlmänner", die von niemandem gewählt werden.

Wir alle wissen, dass wenn Bernie eine faire Chance gehabt hätte, er wahrscheinlich der Präsidentschaftskandidat geworden wäre und dass er - als der wirkliche Außenseiter und Kandidat, der für Wandel steht - die Menschen inspiriert und aufgeheizt, sowie Donald Trump besiegt hätte. Wenn nicht bald eine Entschuldigung vom DNC eintrifft, okay. Sobald wir die Demokratische Partei übernommen haben (siehe dazu die To-Do-Liste von gestern, Tag 1), werden wir eine mögliche Entschuldigung persönlich besprechen.

5. Fordern, dass Präsident Obama einen speziellen Staatsanwalt einstellt ...

... um zu ermitteln, wer und was dahintersteckte, dass FBI-Direktor James Comeys sich illegalerweise elf Tage vor Wahltag in die Präsidentschaftswahl einmischte.

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6. Eine nationale Kampagne gründen, solange die Wahl noch frisch in den Köpfen ist, um mithilfe einer Verfassungsänderung unser kaputtes Wahlsystem zu reparieren:

  • Das Wahlmännerkollegium eliminieren - nur das Volk selbst darf abstimmen.
  • Wählen nur per Stimmzetteln - keine elektronische Wahl.
  • Der Wahltag muss ein Feiertag sein oder aufs Wochenende gelegt werden, damit mehr Menschen die Chance haben, wählen zu gehen.
  • Alle Staatsbürger, ungeachtet dessen, ob sie schon einmal mit dem "Gesetz" in Konflikt geraten sind, müssen das Recht haben, zu wählen (in Swing-States, also pendelnden Staaten, wie Florida und Virginia, dürfen 30 bis 40 Prozent aller schwarzen Männer vom Gesetz her nicht wählen).

7. Army Corps of Engineers nach Flint in Michigan schicken

Obama überreden, das, was er schon vor einem Jahr hätte tun sollen, sofort zu tun. Schickt die Army Corps of Engineers nach Flint in Michigan, um die giftigen Leitungen auszugraben und auszutauschen - NICHTS HAT SICH GEÄNDERT. Man kann das Wasser in Flint immer noch nicht nutzen.

Ich versuche, diese To-Do-Liste bis zum Ende des Tages abzuarbeiten. Weitere Listen morgen ...

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf Michael Moores Facebook-Seite und wurde übersetzt von Agatha Kremplewski.

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