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Eine Antwort auf den Anstieg extremistischer Gewalt

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ISIS
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In Davos werden wir heute über Sicherheit sprechen. Wir leben in einer Welt, die zum Opfer eines gewalttätigem Extremismus geworden ist: Die vielen Terroranschläge im Jahr 2015 und leider auch zu Beginn dieses Jahres haben das gezeigt. Gewalttätiger Extremismus untergräbt die Grundsätze und Ziele der Vereinten Nationen. Er bedroht Frieden und Sicherheit, die Ausübung der Menschenrechte und die Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung. Kein Land, keine Region ist sicher.

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Für mich ist Frieden mehr als lediglich die Abwesenheit von Krieg

Seit Anbeginn der Zeit wollen alle Menschen in Frieden leben. Aber was ist Frieden genau? Frieden ist etwas sehr Persönliches, das ist nicht leicht zu definieren. Für manche bedeutet Frieden Bewegungsfreiheit, um ohne Angst Sport- und Kulturveranstaltungen zu besuchen. Für andere ist es der Zugang zu guter Bildung, menschenwürdiger Arbeit und einer fairen Justiz. Für mich ist Frieden mehr als lediglich die Abwesenheit von Krieg.

Frieden ist für uns Schweizer sehr wichtig, insbesondere im internationalen Genf. Es ist das Herzstück des Mandats der Vereinten Nationen, die jeden Tag für den Dienst des Friedens, für die Förderung des Dialogs und für die Verständigung und Zusammenarbeit zwischen den Religionen und Kulturen arbeiten.

Der UN-Generalsekretär hat soeben seinen Aktionsplan vorgestellt, um gewalttätigen Extremismus zu verhindern. Diesen unterstütze ich sehr. Es ist dringend Zeit für die Errichtung einer neuen globalen Partnerschaft, um mit dieser Bedrohung zurechtzukommen. Der Fokus muss auf Prävention liegen sowie auf dem Engagement aller Beteiligten in der Gesellschaft, einschließlich Frauen, Jugend, Medien, Unternehmen und religiöse Führer.

Ein authentischer Islam ist gegen jegliche Form des Extremismus

Heute wird in Davos der Großmufti von Ägypten, Dr. Alam Shawky, seine Initiative gegen gewalttätigen Extremismus starten und alle muslimischen Länder auffordern, schnell zu handeln. Es gibt keine bessere Gelegenheit, als vor mehr als 2500 Menschen aus Wissenschaft, Wirtschaft und dem öffentlichen Sektor für ein besseres Islamverständnis zu plädieren - sich für den authentischen Islam, der gegen jegliche Form des Extremismus ist, auszusprechen.

Im Rahmen der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung werden wir uns bemühen, gut zusammenzuarbeiten. Unser Ziel muss sein, eine Kultur des Friedens auf Grundlage der Achtung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten zu fördern, um die günstigen Bedingungen für die Ausbreitung des Terrorismus zu beseitigen.

Inspiriert von den Worten des Großmufti, schließe ich mich allen politischen Führer an, die sich bereits persönlich für einen wettweiten Frieden einsetzen - einem universellen Aufruf an alle Religionen, wie an alle Nichtgläubigen. Es ist ein Aufruf den Bemühungen der internationalen Gemeinschaft zu folgen, um mit dem Anstieg eines gewalttätigen Extremismus entgegen zu stehen.

Was wir wirklich brauchen, ist der Glaube daran, gemeinsam eine Lösung finden zu können.

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