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"Wie wird man Israel los", Mittlerweile gestrichener neuer Kurs an der Berkeley Universit├Ąt

Ver├Âffentlicht: Aktualisiert:
ISRAEL PALESTINE
Yadid Levy / robertharding via Getty Images
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Vor kurzem habe ich erfahren, dass die renommierte Universit├Ąt von Kalifornien, Berkeley, beabsichtigte, dieses Jahr einen Kurs zum ÔÇ×Siedlerkolonialismus" in Israel, d. h. zu Juden als Kolonialisten, anzubieten. ÔÇ×Auf Grundlage der Literatur zur Entkolonisierung" sollte der Kurs ÔÇ×M├Âglichkeiten eines dekolonisierten Pal├Ąstinas" erforschen.

Anders gesagt: Lasst uns dar├╝ber reden, wie man Israel vollst├Ąndig beseitigen kann. Nicht nur der Seminarleiter sollte die entsprechenden M├Âglichkeiten erforschen. Auch die Studenten sollten ÔÇ×dekoloniale Alternativen zur gegenw├Ąrtigen Situation erforschen, formulieren und pr├Ąsentieren".

Konfrontiert mit Kritik ├╝ber Voreingenommenheit, Einseitigkeit und Verletzungen der akademischen Standards nahm die Universit├Ąt den Kurs vom Plan. Dennoch tr├Ągt die Streichung des Kurses nicht zur Verbesserung der giftigen Atmosph├Ąre bei, welche j├╝dische Studenten an amerikanischen Universit├Ąten tagt├Ąglich erdulden m├╝ssen.

Als ich von diesem Kurs h├Ârte, erinnerte ich mich an einen d├╝steren Abend, den ich 2004 bei Hillel an der Universit├Ąt von Kalifornien, Berkeley, verbracht habe. An diesem Abend hielt ich dort einen Vortrag ├╝ber die Weisheit der Kabbala und ├╝ber das, was sie ├╝ber die j├╝dische Einheit und die Rolle des j├╝dischen Volkes in der Welt sagt.

Es war ein kalter Abend und ein kalter Empfang. Dennoch versuchte ich es, konnte aber keine Verbindung mit den Studenten aufbauen; sie wollten nicht akzeptieren, dass das j├╝dische Volk eine Rolle und eine Verpflichtung gegen├╝ber der Welt haben.

Unmittelbar in Anschluss an den Vortrag sprach mich ein Mann an und sagte, dass Hillel nicht der Ort daf├╝r sei, um ├╝ber die Rolle des j├╝dischen Volkes zu sprechen, da die Leute hier alles haben w├╝rden, was sie brauchen. Ich versuchte ihm zu sagen, dass j├╝disch zu sein nichts damit zu tun hat, was wir brauchen, sondern damit, was andere brauchen und was der Rest der Welt braucht.

Ich versuchte zu erkl├Ąren, dass wir uns nicht um unsertwillen vereinigen m├╝ssen, sondern um der Welt willen, die in unserer ├╝beregoistischen Gesellschaft verzweifelt nach einem Weg daf├╝r sucht, und dass wir daf├╝r bestimmt sind, das Vorbild zu sein. Er konnte mich nicht h├Âren. Die Botschaft konnte einfach nicht in sein Bewusstsein dringen.

Ich reiste ab. Ich wusste, dass es f├╝r Juden in San Francisco ohne die Verbindung zu ihrem Volk und dessen Rolle in dem Prozess, den die Welt durchlebt, und ohne das Verst├Ąndnis f├╝r das Ausma├č der Abh├Ąngigkeit der Zukunft der Welt von der Korrektur, die Israel durchf├╝hren muss, keine Zukunft geben w├╝rde.

Der Kurs, den die Universit├Ąt Berkeley anzubieten plante, ist nur der Beginn der n├Ąchsten Welle des Antisemitismus, der sich an amerikanischen Universit├Ąten ausgebreitet hat. Demn├Ąchst werden sich die Universit├Ąten nicht einmal mehr bem├╝hen, eine Fassade der akademischen Integrit├Ąt aufrechtzuerhalten. Der einzige Zweck solcher Kurse wird darin bestehen, die pal├Ąstinensische Sache voranzubringen und Israel zu de-legitimieren.

J├╝dische Studenten f├╝hlen sich an Universit├Ąten bereits sehr unwohl und teilweise bedroht. Viele von ihnen f├╝rchten sich schon jetzt davor, j├╝dische Symbole wie Halsketten mit dem Davidstern oder eine Kippa zu tragen. K├Ânnen wir uns vorstellen, wie sie sich f├╝hlen werden, wenn solche Kurse allgegenw├Ąrtig werden? Wer denkt, dass er zwischen antiisraelischen und judenfeindlichen Sentiments unterscheiden kann, soll auf die Geschehnisse in Europa schauen.

Das Ende des Moratoriums

Bis vor ein paar Jahren schien es noch, als h├Ątten amerikanische Juden eine geheime Formel gefunden, um den Antisemitismus aufzul├Âsen. Am Anfang des 20. Jahrhunderts und sogar bis in die 50er Jahre war der Antisemitismus, ob offenkundig oder verdeckt, noch immer ziemlich z├╝gellos, und Juden wurden oft von Universit├Ąten, Vereinen und bestimmten Berufen ausgeschlossen.

Der Holocaust und die anschlie├čende Gr├╝ndung des Staates Israel schienen eine neue ├ära eingel├Ąutet zu haben, und der Antisemitismus schien zusammen mit Hitler dahingeschwunden zu sein.

Doch nun hat sich der Wind gedreht. Liel Leibovitz schrieb im Tablet Magazine, und ich stimme dem zu, dass sich die Politik f├╝r amerikanische Juden, ganz gleich wer die Wahl gewinnen werde, "in einer Art ver├Ąndern wird, die wir nicht einmal ansatzweise begreifen k├Ânnen, die aber auf nicht triviale Weise das Ende der mehr als ein halbes Jahrhundert langen j├╝disch-amerikanischen Bl├╝tezeit bedeuten wird."

Auch wenn ich glaube, dass ein Sieg Clintons einen viel schnelleren und finstereren Niedergang herbeif├╝hren wird, wird der Trend unabh├Ąngig vom Gewinner ├Ąhnlich verlaufen.

Das Moratorium auf offenkundigen Judenhass findet schnell zu einem Ende. Wenn wir eine weitere Trag├Âdie in der scheinbar endlosen Kette von Verfolgungen, Vernichtungen und Vertreibungen vermeiden wollen, dann m├╝ssen wir jetzt handeln und nur so, wie unsere Vorfahren uns dazu angewiesen haben.

Einheit, Unsere Beste Verteidigung

ÔÇ×Die beste Verteidigung gegen Unheil ist Liebe und Einheit. Wenn es in Israel Liebe, Einheit und Freundschaft untereinander gibt, dann kann kein Unheil sie treffen" (Maor Vaschemesch). ÔÇ×Uns wird befohlen, in jeder Generation die Einheit unter uns zu st├Ąrken. So k├Ânnen unsere Feinde uns nicht beherrschen" (Das Buch des Bewusstseins).

ÔÇ×Wenn die Einheit Israel im alten Zustand wieder herstellt, wird Satan keinen Ort finden, an dem er einen Fehler unterbringen kann" (Schem Mischmuel). ÔÇ×Dies ist die gegenseitige F├╝rsorge, an der Moses vor seinem Tod so hart gearbeitet hat, um die Kinder Israels zu vereinigen. Ganz Israel ist f├╝reinander verantwortlich, das hei├čt, wenn alle zusammen sind, sehen sie nur Gutes" (Schallende Stimme)

Vor der Zerst├Ârung des Tempels entwickelten unsere Vorfahren eine einzigartige Methode der Verbindung. Weder unterdr├╝ckten sie den Charakter oder die Talente der Anderen, noch nutzten sie einander aus. Sie nutzten ihre individuellen F├Ąhigkeiten f├╝r das gemeinsame Wohl und errichteten dadurch eine Gesellschaft, welche sowohl die individuelle Selbstverwirklichung des Einzelnen unterst├╝tzte als auch das soziale Gef├╝ge st├Ąrkte, welches sie zusammenhielt.

Unsere Vorfahren unterdr├╝ckten weder ihre Unterschiede noch spielten sie diese herunter. Sie ver├Ąnderten nur das Ziel, welches sie mit ihrer Arbeit anstrebten. Anstelle des Strebens nach eigenem Vorw├Ąrtskommen suchten sie nach einem Weg, die gesamte Gesellschaft voranzubringen und eine Win-win-Situation zu schaffen, in der jeder gewinnt.

Dieser scheinbar kleine Unterschied bringt eine grundlegende Ver├Ąnderung mit sich. Er schafft ein gemeinsames Interesse, indem er das gesamte pers├Ânliche Potenzial von jedem einzelnen Mitglied der Gemeinschaft erkennt.

Des Weiteren bringt er jedes einzelne Mitglied der Gemeinschaft dazu, ein Interesse daran zu haben, das gesamte Potenzial aller anderen Mitglieder der Gemeinschaft zu erkennen, da dies f├╝r das Wohlergehen aller anderen Mitglieder der Gemeinschaft f├Ârderlich ist. Mit einem Wort, diese Ver├Ąnderung des Ziels setzt die Theorie, seinen N├Ąchsten wie sich selbst zu lieben, in die Praxis um.

Heutzutage ist die einfache, aber effektive Methode der Verbindung, die unsere Vorfahren perfektioniert und mit den V├Âlkern zu teilen geschworen hatten, unerl├Ąsslich f├╝r das ├ťberleben unserer Gesellschaft. Jetzt m├╝ssen wir sie uns selbst zuliebe und zuliebe der ganzen Menschheit verwirklichen, wie es uns unsere Weisen sagen.

Unser Einziges Verm├Âgen

Tief im Inneren tr├Ągt jeder Jude eine verborgene Erinnerung an diese Verbindung und an unsere Verpflichtung, die Methode weiterzugeben. Tief im Inneren f├╝hlt jeder Nichtjude, dass Juden auf irgendeine Art zusammenhalten und f├╝reinander sorgen. Viele Nichtjuden wissen, dass die Einheit der Juden eine kraftvolle Sache ist, aber viele von ihnen interpretieren sie falsch und denken, dass wir die Welt erobern wollen.

In der Natur ist es so programmiert, dass wir die ├ťberbringer der Botschaft des Friedens und der Einheit sein werden, indem wir ein Beispiel setzen. Somit betrachten Menschen uns als ├ťbelt├Ąter, solange wir dieser Aufgabe ausweichen. Wir m├╝ssen unsere Einheit wieder entfachen und sie mit der Welt teilen. In diesem Zusammenhang schrieb Henry Ford, ein Antisemit: ÔÇ×Neue Reformer, die auf dem Papier vorbildliche soziale Systeme entwerfen, sollten einen B├╝ck auf das Gesellschaftssystem richten, unter dem die ersten Juden organisiert waren."

Unsere Existenz ist in den Augen der Welt nur dann berechtigt, wenn wir der Welt den Frieden und das Lebensgl├╝ck geben, welche sie verdient. Solange wir uneinig sind, verbreiten wir keine Einheit. Anstatt ÔÇ×ein Licht f├╝r die V├Âlker" zu sein, verbreiten wir das Gegenteil, und die Welt verschm├Ąht uns zu Recht.

Wir k├Ânnen nur uns selbst f├╝r den Hass zwischen uns beschuldigen. Solange wir gemein zueinander sind, wird die Welt uns gegen├╝ber gemein sein, da wir keine G├╝te verbreiten k├Ânnen. Wenn wir allerdings dieses besondere Verm├Âgen nutzen, die einzigartige Methode der Verbindung, die den Menschen lehrt, das eigene Potenzial zu verwirklichen und dabei die Gesellschaft zu festigen, dann wird unser Beispiel die Welt dar├╝ber aufkl├Ąren, warum es Juden gibt und warum Juden unerl├Ąsslich f├╝r ihr Lebensgl├╝ck sind.

Universit├Ątskurse, wie der Kurs, der zu Beginn dieses Beitrags erw├Ąhnt wurde, haben nur eine Existenzberechtigung, solange wir nicht wissen, warum wir hier sind und was der Sinn unseres Lebens ist. Wenn wir allerdings erkennen, wer wir sind und was f├╝r ein gro├čartiges Geschenk der Einheit wir der Welt geben m├╝ssen, dann wird uns die Menschheit zum ersten Mal und f├╝r immer umarmen.

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