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Von San Bernadino ĂĽber Orlando zu...?

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ORLANDO
Spencer Platt via Getty Images
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Das schreckliche Massaker im Nachtclub Pulse in Orlando, Florida, ist kein Einzelfall; es ist Teil einer Kampagne. Der Dschihad gegen die Ungläubigen auf dem US-Festland ist schon seit geraumer Zeit im Gange. Wir sollten nicht dem Irrtum erliegen und denken, dass dieser Angriff ausschließlich gegen Homosexuelle gerichtet war; er war gegen die westliche Kultur und westliche Zivilisation gerichtet.

Das Massaker in San Bernadino im Dezember 2015, bei dem 14 Menschen getötet wurden, war seit den Terroranschlägen am 11. September 2001 und vor dem Massaker in Orlando der schlimmste Akt des Terrors auf amerikanischem Boden. Wie beim Blutbad in der Nacht von Samstag auf Sonntag waren die Täter Extremisten, inspiriert von ausländischen Terrororganisationen. Sechs Monate nach dem tragischen Vorfall in San Bernardino lässt der Alptraum in Orlando mit seinen 49 Todesfällen und 53 Verletzten diese Tragödie verblassen.

Aufnahme zahlreicher islamischer Fundamentalisten

Wie verstörend diese Tragödien auch sein mögen, sollte uns deren Stattfinden nicht überraschen. Die Obama-Regierung hat von Anfang an zahlreichen islamischen Fundamentalisten die Aufnahme in den USA gewährt und ihnen dabei geholfen, sich frei und unkontrolliert anzusiedeln.

Außer der Bedrohung, welche diese Terroristen selbst darstellen, kreiert dies ein soziales Klima, das für ein Hervortreten „einheimischer" Terroristen wie etwa der Fanatiker aus Orlando und San Bernardino förderlich ist. Das FBI wird nicht in der Lage dazu sein, alle Extremisten vor ihrer Tat aufzuspüren und einzusperren. Wenn die Atmosphäre nachsichtig und tolerant gegenüber Fundamentalisten ist, können sie das Gift ihres Hasses ungehindert weiterverbreiten. Mit ihrer Zahl wächst auch ihre Rücksichtslosigkeit. Amerika sollte sich für noch härtere Zeiten wappnen.

Seit die Juden vor zwei Jahrtausenden aus ihrem Land vertrieben wurden, sind sie in harten Zeiten die ersten, die ihren Kopf hinhalten mĂĽssen. Auch das US-Judentum wird da keine Ausnahme sein.

Hasser mit offenen Armen empfangen

Was außerdem noch typisch für Juden insbesondere in der westlichen Welt ist, ist die Tatsache, dass sie sich so sehr nach Anpassung sehnen, dass sie ihre Hasser mit offenen Armen empfangen. So wie es Juden gab, die Hitler während des zweiten Weltkrieges unterstützt und sogar für ihn spioniert haben, und so wie Juden tendenziell die Labour-Partei im Vereinigten Königreich unterstützen, deren tief verwurzelter Antisemitismus vor kurzem entblößt wurde, so unterstützen viele von ihnen auch die wahllose Aufnahme aller Muslime durch die US-Regierung, obwohl sie sehr wohl wissen, dass dies es den Terroristen und Extremisten ermöglicht, durch die Vordertür hereinzutreten, Waffen anzuschaffen und Gräueltaten zu begehen. Wenn dabei ein anderer Jude versucht, sie zu warnen, nennen sie ihn einen rückständigen Fanatiker.

In der Geschichte hat diese Herangehensweise den Juden nie geholfen. Die Stärke der Juden liegt in ihrer Einheit, und nicht in ihrer Unterwürfigkeit und Kriecherei.

Die authentische Art der jüdischen Einheit, genährt von unseren Vorfahren, war anders als die Einheit der anderen Völker. Unsere Verpflichtung liegt darin, sie wiederherzustellen und mit anderen zu teilen.

New-Age-Art der Einheit

Sie ist nicht diese New-Age-Art der Einheit, bei der sich alle anlächeln und Höflichkeiten austauschen, während die Fäulnis dahinter eitert, bis sie zerplatzt. Es ist eine Einheit, welche die Schändlichkeit unserer Natur erkennt und danach strebt, sich über sie hinaus zu erheben und zu verbinden.

Der jüdische Beitrag für die Welt und die einzige Möglichkeit, die uns davor bewahren kann, den Kopf noch einmal hinhalten zu müssen, sollte die Verwirklichung durch uns und die darauffolgende Verbreitung dieser Fähigkeit sein, diese besondere Art der Solidarität und des Zusammenhalts zu bilden.

In der Einheit haben die Juden der Antike eine Kraftquelle gefunden, die ihnen dabei half, ihre Selbstzentriertheit auszubalancieren und ihre altertümliche Gesellschaft über Jahrhunderte hinweg zu erhalten. Heutzutage ist unsere Selbstzentriertheit zu einem pathologischen Narzissmus geworden, und unsere Gesellschaft fällt auseinander. In solch einer Atmosphäre blühen und gedeihen verschiedene Arten von Randinterpretationen der Religionen und Ideologien und bringen die Gesellschaft letztlich zum Auseinanderbrechen. Das einzige Gegenmittel ist diese besondere Einheit, welche diese Kraft entfesselt.

Zorn gegen Juden

Während sich unsere Welt zusehends vernetzt, wird diese altneue Form der Einheit zusehends benötigt. Ohne sie gibt es keine Hoffnung für die US-amerikanische oder die europäische Gesellschaft. Wie immer wird sich der ganze Zorn gegen Juden wenden. Unsere Entscheidung, uns miteinander zu verbinden, wird nicht nur unser Schicksal bestimmen, sondern auch das Schicksal der Welt, die rasend schnell in den Chaos und Untergang gleitet.

Wenn wir möchten, dass die drei Punkte in der Überschrift mit dem Wort „Frieden" ersetzt werden, dann müssen wir Juden den Frieden zwischen uns selbst stiften, indem wir unsere brennenden Egos verlassen und uns über sie hinaus erheben, um unsere Einheit mit der Welt zu teilen. Wenn wir dies nicht schaffen, werden die drei Punkte mit einem Ortsnamen gefüllt, an dem eine weitere Tragödie geschieht.

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