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Der Tempelberg ruft

30/07/2017 18:22 CEST | Aktualisiert 31/07/2017 15:12 CEST
Madzia71 via Getty Images

Der palästinensische Ministerpräsident, Riyad al-Maliki,sagte vorgestern, es ginge bei den Ausschreitungen auf dem Tempelberg "nicht um Metalldetektoren und Kameras, sondern um die Souveränität über Al-Aqsa": „die Schlacht um Jerusalem hat begonnen". Al-Maliki brachte mit diesen Worten die Gefühle der gesamten arabischen Welt zum Ausdruck. Jahrzehntelang schlugen ihre Versuche fehl, sich im Kampf gegen Israel zu vereinen. Jetzt bringen sie es endlich fertig, und die ganze Welt unterstützt sie dabei.

Aber es ist nicht ihr Kampf, der zum Sieg geführt hat. Es ist unsere eigene innere Spaltung, die ihren Feuereifer nährt. Die gestrige Ruhe nach dem Gebet trügt, es ist noch lange nicht ausgestanden, uns wird nur eine Pause gegönnt.

Die arabische Welt ist in ihrem Kampf nicht allein. Die Welt unterstützt sie. Die absurden Erklärungen der UNESCO, wonach der Tempelberg keine jüdische Geschichte habe und die Höhle der Patriarchen in Hebron palästinensisches Kulturerbe sei, gibt die ehrliche Meinung der Welt über unser Recht wieder, hier als Souverän zu leben.

Vor 2000 Jahren haben wir dieses Land verloren, weil wir einander so sehr hassten, dass wir uns innerhalb der Mauern Jerusalems bekämpften, während die Römer geduldig vor den Mauern warteten. Als sie einmarschierten, mussten sie nur noch den Überrest unseres Volkes vernichten, der überlebt hatte.

Wir haben unsere Nation einst auf der Grundlage der Einheit begründet, darauf, "wie ein Mensch mit einem Herzen" zu sein, sowie auf der Verpflichtung, als "Licht für die Völker" zu dienen, um diese außergewöhnliche Einheit auf der ganzen Welt zu verbreiten. Seit 2000 Jahren leugnen wir unsere Berufung. Seit 2000 Jahren verfolgt und vernichtet uns die Welt.

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Wenn wir im Lande Israel leben wollen, müssen wir es uns in der gleichen Weise verdienen, wie unsere Vorfahren, indem wir unseren Hass und unsere Entfremdung soweit überwinden, dass wir zu einem einzigen Ganzen vereinen.

George Mallory, der erste Brite, der den Everest bestieg, antwortete auf die Frage, warum er den Everest besteigen wollte, mit dem Satz: "Weil es ihn gibt." Der Berg Sinai [vom hebräischen Wort Sin'a (Hass)] ist der Berg des Hasses zwischen uns Juden. So wie den Everest, gibt es den Hass zwischen uns, damit wir uns über ihn hinweg vereinen und so zu einem "Licht für die Völker" werden.

Nur so können wir unsere Existenz rechtfertigen. Wir haben den jüdischen Staat nicht, um wie der Rest der Völker zu sein. Wir haben ihn, weil er uns erlaubt, das zu sein, was wir sein sollen: ein Leuchtturm der Einheit für die Nationen. Wenn wir dieser Berufung folgen und uns über unserem gemeinsamen Hass vereinen, dann werden wir unsere Souveränität verdienen. Wenn wir das nicht tun, werden wir vertrieben werden.

Für weitere Informationen über den Sinn und Zweck des Volkes Israel klicken Sie bitte hier.

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