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"LEMUREN", 30. Blog

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Die Kontrolle der weiblichen Genitalien

Im Westen kam ab dem 11. Jahrhundert eine Erfindung zum Einsatz, die für Frauen besonders demütigend war, der „Keuschheitsgürtel". Kreuzritter, die aus dem heiligen Lande zurückkehrten, brachten ihn aus dem semitischen Osten mit, wo er schon lange eingesetzt wurde. Er diente der Kontrolle der weiblichen Genitalien und bestand aus einem metallenen Korsett, das dicht am Körper der Frau angeschweißt und mit einem Riegel zwischen den Beinen versehen war. Dieser Riegel wies zwei Schlitze für die Ausscheidungen auf. Die brutale Vorrichtung ließ sich natürlich nicht völlig sauber halten und erschwerte zudem jede Bewegung.
Im Orient war die Kontrolle über den weiblichen Unterleib so selbstverständlich, dass die erste Maßnahme, die ein Sklavenbesitzer an neuen Sklavinnen ergriff, das Einsetzen eines oder mehrerer Ringe in die äußeren Schamlippen war: So sollten heimliche sexuelle Übergriffe oder ungewollte Schwangerschaften verhindern werden. „In den Harems des Sudans wurden die Frauen zunächst vom Herrn entjungfert und anschließend vor lüsternen Eunuchen dadurch geschützt, dass man ihnen einen dicken, zwölf Zoll (ca. 30,5 cm) langen Bambusstab zu einem Drittel in die Vagina schob und an Hüften und Schenkeln festband. Die Vulva selbst wurde durch eine Hülle aus geflochtenem Stroh bedeckt."

(Die Fallbeispiele stammen aus dem Buch „Weltgeschichte der Frau" von Rosalind Miles).