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"Die Dreieinige Mutter", 53. Beitrag

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Charakteristik der Tageszeiten: 05. Der frühe Nachmittag

Auf den Mittag folgt ab 14 Uhr Wahrer Ortszeit (WOZ) der Frühe Nachmittag. Die Sonne hat längst den Zenit überschritten und neigt sich langsam wieder der Erde zu. In geringem Maße hat das Licht schon abgenommen, doch von der Temperatur her ist nun die wärmste Zeit des Tages, denn jetzt wirken die Einstrahlung von der Sonne und die Wärmerückstrahlung von der Erde zusammen. Obgleich der frühe Nachmittag nach dem Einschnitt der Mittagspause so etwas wie einen Neuanfang darstellt, wohnt ihm doch keine besondere Willensanstrengung inne. Die Fäden, die man vor dem Mittag aus der Hand gelegt hatte, werden einfach aufgenommen und weitergesponnen. Alles ist in diese kräftige Wärme getaucht. Das Seelische dominiert. Durch die Inhalte des Alltagslebens, dessen Ereignisse und Tätigkeiten, wird auch diese Tageszeit von ihrem Wesen her wenig wahrgenommen.

Wir können den Tag in zwei helle und zwei dunkle Viertel unterteilen: Die beiden Tages-Teile vor und nach dem Mittag und die beiden Nacht-Teile vor und nach der Mitternacht. Nach dem Mittag folgt also das letzte helle Viertel (Früher Nachmittag, Später Nachmittag und Abend), bevor die Nacht beginnt. Zu diesem letzten hellen Viertel des Tages haben wir ein ganz anderes Verhältnis, als zu jenem ersten, das mit dem Morgen begann und uns womöglich aus dem Bett vertrieb. Indem wir uns mit dem jungfräulichen Tag am Morgen verbanden, stehen wir nun vor der Frucht dieser Verbindung und gehen zusammen mit der Mutter auf alle weiteren Tages- und Lebenserfahrungen zu. So bilden nach Spätem Vormittag und Mittag der Frühe Nachmittag und der Späte Nachmittag einen Höhepunkt des Tages, der auch an uns Menschen nicht folgenlos vorbeigeht (nur bemerken wir ihn oft kaum, weil wir unser Bewusstsein auf die Lebens-Inhalte fokussiert haben).
Der frühe Nachmittag ist die Zeit der goldenen Sonnenkräfte. Licht und Wärme liebkosen Mensch und Naturreiche. Die Erde hat ihren Atem am Morgen in den Weltenraum hinaus „geatmet" (Taubildung am Morgen) und blickt von dort, gleichsam als astrale Sternengöttin, auf den Erdentraum des frühen Nachmittags herab. Erst ab 18 Uhr kommt sie mit der beginnenden „Erd-Einatmung" (Taubildung am Abend) wieder „zu sich" und kehrt in ihren Erdenleib zurück.
Die dem frühen Nachmittag entsprechende Jahreszeit ist der Juli (Löwe, 24.07. - 23.08. der wärmste Monat des Jahres. Die ihm entsprechende Tonart ist E- Dur (4 ♯), die „wärmste aller Dur- Tonarten".

Um zum Bilde der Großen Mutter zurückzukehren: Die „Braut", deren Wirken im Jahreslauf die Monate März bis Juni und im Tagesverlauf die acht Stunden von 5-13 Uhr umfasste, hat ein Kind geboren und sich zum Mittag in die „Mutter" verwandelt. Im Juli/August und analog dazu im Tageslauf von 14 -16 Uhr können wir etwas von den Empfindungen dieser jungen Mutter erleben: Einen gelösten Neuanfang voller Entzücken, Staunen, Liebe, Freude, Glück und Rührung. Der Raum, in welchem das Kind in der Wiege liegt, ist geschmückt. Alles hat sich verändert. Etwas ganz Neues, Junges ist in die Welt getreten, etwas, das geschützt, geliebt, umsorgt sein will. Gleichzeitig hat es auch eine gewaltige Wesens- Veränderung bei der Göttin bewirkt: Sie steht in dieser zweiten Gestalt als weiteres Urbild unseres Daseins vor uns, als Mutter. Die Braut ist in den Hintergrund getreten und wirkt aus dem Verborgenen weiter. Das Tageskind aber ist nicht nur das der Göttin, es ist auch unser eigenes: Ein anfängliches Gefühl dafür, dass dieser Tag auch UNSER Tag ist, kann sich einstellen.