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Die Dreieinige Göttin, 2. Teil

02/07/2015 11:33 CEST | Aktualisiert 02/07/2016 11:12 CEST
Getty Images

Graben wir uns forschend in die Vergangenheit ein, so finden wir angrenzend an die Gegenwart eine Reihe geschichtlicher „Gräberfelder", die wir unter den Namen „Neuzeit", „Mittelalter", „christlich- germanische" und „heidnisch- germanische" Vergangenheit kennen. Durch die auf Island erhalten gebliebenen Götter- und Heldensagen und die isländischen Sagas ziehen wir Rückschlüsse auf unsere eigene mitteleuropäische Mythologie und Lebensweise von früher.

Weiter zurück liegt die keltische Vorzeit, von welcher wir schon sehr viel weniger kennen. Allenfalls, dass wir - zumindest in der Südhälfte Deutschlands - der Wahrscheinlichkeit und den mathematischen Gesetzen der Versippung nach, auch mit ihnen verwandt sind, je nachdem, woher unsere Vorfahren stammen. Die keltische Mythologie aber lernen wir nur auf dem Umweg über die irischen, schottischen, walisischen und bretonischen Märchen und Sagen kennen.

In diese Zeit eingebettet liegt, gleichsam als Intermezzo, die römische Besatzungszeit unseres Landes. Vor dem keltischen Zeitraum schimmert dann der „Goldgrund" der steinzeitlichen Kulturen und mit ihm die Religion der Großen Mutter als früheste „erkennbare" Schicht durch alle späteren Mythologien und Bräuche hindurch.

Von dieser letzten, weit zurückliegenden Zeit und ihrem Götterhimmel wissen wir so wenig, dass wir bisher kaum Interesse dafür entwickeln konnten. Nicht von ungefähr fallen die Relikte jener Vergangenheit immer wieder minderen Notwendigkeiten wie Straßen- und Wegebau oder planlosem Siedeln zum Opfer. Der Grund, warum wir so wenig über diese Schicht der Vergangenheit erfahren, liegt nicht allein in ihrer zeitlichen Ferne, sondern auch darin, dass die späteren Kulturen alle patriarchalisch orientiert waren, also „männlichen" Religionen anhingen, weshalb auch ihre Gesellschaft patriarchal strukturiert war. Nun sind aber alle Patriarchate stets scharfe Gegner der Mütterkultur und ihrer Sozialformen gewesen.

Die vorliegende Schrift soll ein etwas erweitertes Bild der steinzeitlichen Kultur, eine Art Mythologie aus Bruchstücken aus dem Dunkel jener Zeit hervorholen. Sie will vertrauter machen mit der Anschauung von Völkern, von denen wir nicht einmal die Namen kennen, die uns aber ein kulturelles Erbe in vielen Bruchstücken hinterlassen haben.

Das Buch ist unter https://tredition.de/publish-books/?books/ID44621 anzusehen.


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