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RETHINK THINGS. Mieten statt kaufen und kollaborativer Konsum

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Der Konsument ist auf dem Markt in der Position, GĂŒter und Waren zu erwerben, sie anschließend zu nutzen, zu warten und instandzuhalten, bis die Ware oder das Gut soweit verbraucht, abgenutzt oder verwertet ist, dass sie durch ein neues GerĂ€t ersetzt werden.

Konsum ist heutzutage meist noch mit der Konnotation besetzt, dass ein Gegenstand durch eine Person besessen wird -- GerÀte werden in der Regel nicht mehrfach benutzt.

Über die Jahre hat sich die Nutzungs- und Lebensdauer von elektronischen GerĂ€ten wie Smartphones und Gadgets immer stĂ€rker verkĂŒrzt. Besonders durch die schnellen technischen Entwicklungen jagt ein Nachfolgemodell das nĂ€chste und weitere Innovationen warten um die Ecke. Kaum hat man sich ein Smartphone eingerichtet, kommt schon die besser ausgestattete nĂ€chste Generation auf den Markt, um dort dem Konsumenten zum Kauf angeboten zu werden.

Um immer up to date zu sein, ersetzen viele Konsumenten ihre GerĂ€te durch die neue Generation. Durch die Beschleunigung des Lebenszyklus eines elektronischen GerĂ€ts erfolgt das Ersetzen von AltgerĂ€ten durch das neue Modell immer schneller und hĂ€ufiger. Doch anstelle ihre obsolet gewordenen KonsumgĂŒter wieder zu verkaufen, hĂ€ufen die Menschen die AltgerĂ€te in der Schublade oder im Keller an.

Dieses PhÀnomen konfrontiert uns mit unter anderem drei Herausforderungen.

Eigentum als Limitation

Immer mehr Kunden haben das BedĂŒrfnis, die Vielzahl der unterschiedlichen, zur VerfĂŒgung stehenden GerĂ€te zu nutzen, anstelle sich durch den Kauf auf ein Produkt festzulegen und damit (den im letzten Blogeintrag thematisierten) einhergehenden Ausschluss unendlicher, attraktiverer Möglichkeiten in Kauf zu nehmen. Der Wunsch nach FlexibilitĂ€t macht somit aus Eigentum plötzlich Limitation und das Konsumverhalten Ă€ndert sich entsprechend. Der unmittelbare Zugriff auf Ideen, Produkte und Dienstleistungen zĂ€hlt heute bereits mehr als der dauerhafter Besitz.

Kaufen kostet und ist unwirtschaftlich. Finanzierung der Anschaffung bindet zu lange.

Die Anschaffungskosten von immer neuer, aktuellerer Technik und KonsumgĂŒter sind nicht zu unterschĂ€tzen. FĂŒr viele interessierte Konsumenten bleibt aufgrund der hohen Kosten der Weg zur neuesten Technik und den aktuellsten Gadgets versperrt. Denn die rasante Entwicklung neuester Technologien macht es nahezu unmöglich, immer die neuesten GerĂ€te zu erwerben, wenn man kein dickes finanzielles Polster hat. Als Alternative zum direkten Kauf gab es bisher nur Finanzierungsmodelle, die den KĂ€ufer ĂŒber einen langen Zeitraum binden. Da technische GerĂ€te heute immer schneller veralten und der Produktlebenszyklus abnimmt, ist eine lange Finanzierung von GebrauchsgegenstĂ€nden nur sehr selten eine gute Alternative. Hier gilt es, umzudenken. Denn der Kauf von GerĂ€ten ist unter diesem Aspekt eigentlich total unwirtschaftlich.

Es ist Zeit, auf die BedĂŒrfnisse der Konsumenten einzugehen und das Nutzen eines Produktes von dessen Besitz zu entkoppeln. So wie es Grover frei nach dem Motto „mieten statt kaufen" anbietet. Damit schafft Grover Zugang zu neuester Technologie, da GegenstĂ€nde nicht mehr zu einem vollen Preis gekauft werden mĂŒssen, sondern einfach fĂŒr einen selbstgewĂ€hlten Zeitraum genutzt werden können. Dass dieses Modell den Zahn der Zeit trifft und auf großes Interesse bei Konsumenten trifft, wird unter anderem an folgendem Beispiel deutlich:

WĂ€hrend die Anfragen und Vorbestellungen in den USA fĂŒr das iPhone 8 wesentlich geringer sind als fĂŒr das iPhone 7 und iPhone 6, zeigt sich bei Grover ein gegenlĂ€ufiger Trend. Dies mag vor allem auch an dem empfindlichen Kaufpreis der neuen iPhone Generation liegen, der einen großen Teil der Bevölkerung von der Nutzung dieser neuen Technik ausschließt. Mit Grovers Product-as-a-Service Modell wird der Zugang zu den neuesten Technologien fĂŒr jeden Nutzer möglich; flexibel und zu einem sinnvollen Preis.

Ressourcenverschwendung und Belastung der Umwelt durch Lagern der AltgerÀte

Eine weitere nicht zu verachtende Herausforderung der verkĂŒrzten Nutzungsdauer elektronischer GerĂ€te und Gadgets ist die AnhĂ€ufung von AltgerĂ€ten in den privaten Haushalten und einer daraus resultierenden Ressourcenverschwendung, da die AltgerĂ€te nicht erneut genutzt und somit die Möglichkeit eines verlĂ€ngerten Produktlebenszyklus verfĂ€llt. Menschen die immer die neueste Technologie nutzen möchten, haben dementsprechend schnell einen großen Haufen an alten GerĂ€ten bei sich zu Hause. Effizienter wĂ€re es, bereits genutzte, aber noch funktionsfĂ€hige Produkte, wieder in den Kreislauf zurĂŒckzufĂŒhren, statt sie in das Inventar der Nutzer zu hieven. eBay et al sind fĂŒr die Mehrheit der Menschen nur noch bedingt eine Alternative, da Aufwand und Unsicherheit außer VerhĂ€ltnis stehen. Wie im vorherigen Beitrag beschrieben, stören sich Konsumenten mehr und mehr an dieser Wegwerfkultur und setzen sich fĂŒr eine Circular Economy ein. Ziel ist es demnach, den Produktlebenszyklus wieder zu verlĂ€ngern, indem man Produkte instand hĂ€lt und durch einen anderen Nutzer weiterverwertet. Anstelle einer linearen Produktkette (make-take-dispose), die mehr MĂŒll produziert, wird eine Circular Collaborative Consumption angestrebt und promotet. Durch das Prinzip des Mietens, verlĂ€ngern Initiativen wie Grover durch die Mehrfachnutzung der elektronischen GerĂ€te/GĂŒter die Nutzungszyklen und schonen dabei die Umwelt.

It's Time to Rethink Things. Das Product-as-a-Service Modell fĂŒr ElektogerĂ€te

Ich bin ĂŒberzeugt, dass diese VerĂ€nderung im Konsumverhalten irreversibel und zukunftsweisend ist. Was, wenn wir keine lang anhaltenden Beziehungen mehr zu den Dingen aufbauen, die wir benötigen? Was, wenn wir nicht mehr kaufen mĂŒssen, sondern neue Wege implementieren, Zugriff auf Produkte zu haben?

Das Product-as-a-Service Modell revolutioniert den Zugang zu Produkten und bietet eine frische Alternative zum Eigentum, die das Neueste aus der Welt der Technik fĂŒr jeden zugĂ€nglich macht, indem man es ganz einfach monatlich mietet statt kauft und jederzeit zurĂŒckgeben, gegen eine neuere Version eintauschen oder sich etwas ganz anderes aussuchen kann. Dadurch haben Nutzer einen unbegrenzten Zugang zu High-Tech, genießen eine grĂ¶ĂŸere Freiheit und es wird weniger weggeworfen. Bisher wird Grover insbesondere von Nutzern in Anspruch genommen, die es gewohnt waren, GegenstĂ€nde fĂŒr einen einmaligen Betrag zu kaufen. ZusĂ€tzlich gibt es noch einige Nutzer, die den einmaligen Betrag nicht aufwenden können oder möchten und daher ein GerĂ€t ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum finanzieren.

In der sogenannten Collaborative Consumption ist Eigentum nicht mehr nötig, um die GĂŒter in Anspruch zu nehmen und in ihren Genuss zu kommen. Aboservices, Mieten und Sharing sind der flexiblere und nachhaltigere Weg, um sowohl immaterielle Dinge (Erfahrungen) und materielle Dinge in ein optimales Nutzen/Kosten VerhĂ€ltnis zu bringen. Dieses Umdenken und dieser neue Umgang mit Technologie verlĂ€ngert den Lebenszyklus eines Produkts, maximiert den Mehrwert fĂŒr die Menschen und reduziert Waste. Das Weniger an Verschwendung und Abfall bildet sich gleichzeitig im Budget der Konsumenten ab und diese können mehr haben und mehr erleben - alles zur gleichen Zeit.

In der Collaborative Consumption ist die Beschleunigung und Technologisierung somit nicht mehr nur zum Vorteil einer kleinen Elite, sondern jedem zugÀnglich und kann in seinen Vorteilen 100% genutzt werden - ohne Nachteile.

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Lesenswert:

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