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Du bist eine gute Mutter

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MOTHER CHILD FILTER
Oliver Rossi via Getty Images
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Viele Mütter kämpfen mit der Frage, ob sie eine gute Mutter sind. Der Muttermythos hält sich halt hartnäckig: Aufopferungsvoll, rund um die Uhr für die Kinder da sein, nicht mehr als Mensch an sich gelten, sondern als „Mutter von...".

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Und oft fühlt man sich, als könne man eh nur alles falsch machen - Hausfrauen wettern gegen Berufstätige und umgekehrt, für die einen ist Kinderbetreuung unter drei ein yay, für andere ein nay. Die Liste ist endlos... Dabei ist es ganz einfach, eine gute Mutter zu sein 😉

Du bist eine gute Mutter, wenn...

Du stillst so lange es geht, weil Du für Dein Kind das Beste möchtest

Du Deinem Kind die Flasche gibst, weil Du Dir vor Schmerzen nicht mehr vorstellen konntest, weiterzumachen oder weil Du Dir die Sorgearbeit mit jemandem teilen möchtest

Du selbst gekochtes Bioessen auf den Tisch stellst, weil Dir für Dich und Deine Kinder eine ausgewogene Ernährung wichtig ist

Du öfter mal die Tiefkühlpizza in den Ofen wirfst, weil Du die gesparte Zeit lieber beim gemeinsamen Essen mit den Kindern verbringst

Du Deinen Kindern beibringst, Danke und Bitte zu sagen, weil Dir ein respektvoller Umgang miteinander wichtig ist

Du wartest, bis Deine Kinder ein Verständnis für Dankbarkeit entwickelt haben und sie nicht aufforderst, für jedes Bonbon, das sie in der Apotheke oder sonst wo kriegen, brav Danke zu sagen

Du die Zeit vor dem Fernseher auf zehn Minuten täglich beschränkst, weil Du es wichtiger findest, dass sie ihre eigene Fantasie anstrengen

Du regelmäßig mit ihnen Kika und Co. guckst, weil sie sich dann so gemütlich an Dich schmiegen und ihr über blöde Comics lacht

Du sie früh zur Selbstständigkeit erziehst, damit sie alleine klar kommen und Dich auch öfter entlasten

Du sie so lange behütest, wie es eben möglich ist - sie werden ja doch so schnell erwachsen

Dir Konsequenz wichtig ist, damit sie Regeln lernen und verstehen

Dir Konsequenz nicht so wichtig ist - Regeln sind eben keine Gesetze!

Du Dein Kind früh zu Tagespflegepersonen oder in die Krippe gibst, weil Du arbeitest. Weil Du gerne arbeitest oder eben finanzielle Verantwortung für Deine Kinder hast

Du lieber so lange wie möglich mit ihnen zu Hause bleibst, weil es eben auch Arbeit ist und Du diese Arbeit liebst

Du für den Kindergeburtstag stundenlang bastelst und backst, weil Du Dich so auf ihre leuchtenden Augen freust und Spaß daran hast

Du den Kindergeburtstag im Park oder mit Catering im Indoorspielplatz feierst, weil Dich das unglaublich entlastet und dem Kind es eh egal ist, ob die Torte selbstgebacken oder gekauft ist - Hauptsache Spiderman ist drauf

...
Ihr seid gute Mütter!

Dieser Blog erschien ursprünglich bei glücklich scheitern.

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