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5 Dinge, die ich bei Männern falsch gemacht habe - macht nicht dieselben Fehler

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UNHAPPY WOMAN
martin-dm via Getty Images
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In meiner Karriere als "Frau an der Seite eines Mannes" habe ich bisher ca. 398,3 Fehler gemacht. Aus 5 davon habe ich gelernt und möchte sie mit euch teilen ... Die anderen 393,3 begehe ich immer wieder ...

1. Opa hatte Recht

"Mach dich rar mein Kind" ... Meine Güte, der Lieblingssatz meines Großvaters klingt so abgedroschen. Bei jedem Familienfest bekomme ich ihn um die Ohren gehauen. Früher hab ich die Augen verdreht, wenn Opi damit um die Ecke kam, heute weiß ich: Er hat Recht.

Ich rede nicht von Sex. Mein Gott, wir sind erwachsene Frauen. Wenn wir mit einem Mann schlafen möchten, dann bitteschön. Ich rede von unserem Herzen und unserer Hingabe und vor allem von unserem Vertrauen. Ich habe mein Herz manchmal viel zu schnell vergeben.

Kaum schmiert uns jemand etwas Honig ums Maul, verfallen wir sofort. Oftmals mit einem bösen Erwachen. Damit will ich nicht sagen, dass man gefühlskalt sein soll, nein - ich will damit sagen, dass man ihn nicht mit Gefühlen überschütten soll. Die Dosierung macht's. Benutzt eure Gefühle wie ein kostbares, unfassbar gut riechendes Parfum, hier ein Spritzer, da ein Spritzer und der Duft wird ihn wohlig umgeben ... Zu viel Parfum raubt ihm die Luft zu atmen ...


2. Männer sind wie Welpen

Wenn man ihnen nicht von Anfang an erklärt, wo sie hinpinkeln dürfen und wo nicht, lernen sie es nie. Kommst du also ein paar Monate später erst mit deinen Ansprüchen und Wünschen um die Ecke, werden sie dich irritiert anschauen und überhaupt nicht verstehen, was du jetzt eigentlich von ihnen verlangst.

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"Aber Baby, das hat dich doch am Anfang auch nicht gestört ..." Genauso wenig wie der Welpe verstehen würde, wieso er jetzt plötzlich nicht mehr hinter die Sofaecke pinkeln darf, wird dein Freund verstehen, wieso es dich plötzlich stört, dass er ständig auf Mutti hört oder jeden Freitag und Samstag mit seinen Jungs bis zum "get no" feiern geht. Sei von Beginn an transparent und erspar dir damit im Endeffekt eine ganze Menge Diskussionen.

3. Stolz ist heute im Sonderangebot

Männer reden ständig von ihrem Stolz. Sie definieren sich darüber und wehe jemand verletzt ihre Ehre. Wir Frauen stellen unseren Stolz oft hinten an. Wir sind zu sanftmütig, geben zu schnell nach - aus Angst jemanden zu verlieren. Wir sind Weicheier. Ich war oftmals zu weich.

Ich habe mich immer hinten angestellt, unter Wert verkauft, mich zum Idioten gemacht ... und was hatte ich im Endeffekt davon? Richtig, ich war der Idiot. Mir wurde auf der Nase herum getanzt, mit mir konnte man es ja machen. Glaubt mir, ich habe gelernt, dass uns ein wenig männliche Härte in unserem Verhalten manchmal echt nicht schadet.

Er meldet sich nicht ... okay , so fuck him. Er bevorzugt eine Andere ... bitteschön, dann soll er glücklich werden! Wir können niemanden zwingen, uns so zu behandeln, wie wir es verdient haben, aber wir können uns zwingen, jemanden zu finden, der uns verdient hat.

4. The Beauty and the Beast

"Pahh wie siehst du denn schon wieder aus? Dein Style ist Katastrophe" "Willst du dir nicht die Möpse vergrößern lassen?" "Ich stehe ja eigentlich auf ganz schlank und blond, aber ja ... du bist auch okay". Kennt ihr das? Die Sorte Mann, die denkt, sie könne ihr eigenes Ego pushen indem sie uns Frauen versuchen klein zu halten?

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Insgeheim wissen sie, dass sie nicht in unserer Liga spielen und sie eigentlich jeden Morgen drei Mal das verdammte "Vater Unser" beten müssten, aus Dankbarkeit eine Frau wie uns an ihrer Seite zu haben. Sie haben Angst. Angst davor, dass wir uns unserer Überlegenheit bewusst werden, einmal laut lachen, unsere Sachen packen und mit einem Typen unserer Klasse durchbrennen.

Aber das raffen wir natürlich nicht! Ich habe tatsächlich angefangen, an mir zu zweifeln. Mann schaffte es, mein Selbstvertrauen auf ein Minimum runterzuschrauben. Ich habe geglaubt, einen Typen wie ihn nie wieder zu finden. Ich habe mich untergeordnet und er hatte sein Ziel erreicht.

Einer meiner größten Fehler. Lasst euch niemals von einem Mann schlecht machen. Er will eine schlanke Blondine, er will eine Frau mit großen Brüsten, dein Stil gefällt ihm nicht, deine Tattoos stören ihn ... Okay, ganz einfache Lösung: suchdireineandere.de!

5. Akzeptiere Fehler, aber bitte die Richtigen

Einer meiner Exfreunde war unfassbar eifersüchtig, cholerisch und besitzergreifend. Er hat mir Vorschriften gemacht und mich absolut respektlos behandelt. Das als Macke zu bezeichnen, ist eigentlich maßlos untertrieben, vielmehr ist es ein absolutes Fehlverhalten ...

Ein Verhalten, mit dem ich nicht leben konnte, ein Verhalten, das mich krank gemacht hat. Der Nächste hat ständig mit anderen Frauen geflirtet, war unehrlich und hat mir permanent das Gefühl gegeben, nicht schön genug, dünn genug und was auch immer genug zu sein.

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Ich war unglücklich. Mein letzter Ex war ein andauernd unpünktlich kommender, langschläfriger Perfektionist mit Ordnungszwang. Diese Macken haben mich allerdings nie gestört. Im Gegenteil, sie haben mich ergänzt und meine Schwachstellen teilweise ausgeglichen. Jeder Mensch hat seine Macken. Du wirst niemanden ohne Fehler finden. Das Wichtige ist, jemanden zu finden, mit dessen Macken du leben kannst ...

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Blog der Autorin.

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