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11 Gründe, warum Kaffee gut für deine Gesundheit ist

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GIRL COFFEE
amana productions inc via Getty Images
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Viele Studien, die in den letzten Jahren durchgeführt wurden, belegen, dass Kaffee diversen Krankheiten präventiv entgegenwirken kann. Dies führte letztens dazu, dass die WHO, beziehungsweise, die International Agency for Research on Cancer Kaffee nicht länger als krebsgefährdend einstuft, wie sie es seit 1991 getan hatte.

Allgemein lässt sich sagen, dass sich 1 bis 5 Tassen Kaffee am Tag auf eine ganze Bandbreite von Dispositionen positiv auswirken: Entzündungen, Lungenfunktion, Insulinverträglichkeit, Depression, Herz-/Kreislauferkrankungen und auch neurologische Krankheiten.

Nicht immer ist Koffein im Spiel, denn mitunter zeigten sich die positiven Effekte auch beim Konsum von entkoffeiniertem Kaffee. Kaffee hat schließlich eine komplexe chemische Struktur mit über 1.000 Verbindungen. Koffein sieht zum Beispiel so aus:

Chemische Struktur von Koffein

Darum können Wissenschaftler mitunter nur mutmaßen, warum Kaffee eine gesundheitsfördernde Wirkung hat. Aktuell weisen viele Studien auf diese hin, doch oftmals sind noch Folgeuntersuchungen notwendig, um Klarheit zu schaffen. Wir stellen die 11 beeindruckendsten Gesundheitswirkungen von Kaffee auf unseren Körper vor.

1. Koffein steigert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit

Schon lange bekannt und die tägliche Rettung für viele von uns: Koffein hat einen beschleunigenden Einfluss auf die menschlichen Informations- und Reizverarbeitungsprozesse.

Die optimale Koffeindosis zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeiten liegt bei 3 bis 6 mg pro kg Körpergewicht. Eine 70 kg schwere Person kann also mit 210 bis 420 mg Koffein (2 bis 4 Espressi) mehr Power beim Ausdauertraining aufbringen.

Grund ist die erhöhte Produktion von Adrenalin, wodurch mehr Blut zum Herzen und zu den Muskeln fließt und mehr Energie produziert wird. Nachgewiesen ist, dass Koffein zur Leistungssteigerung bei Profisportlern beiträgt.

Doch auch die geistige Leistungsfähigkeit wird durch Koffein stimuliert. Der Wachmacher dockt im Gehirn an die Adenosinrezeptoren an und verdrängen dabei den Müdigkeit auslösenden, körpereigenen Botenstoff Adenosin. 15 bis 30 Minuten später sind wir wacher, konzentrierter und aufnahmebereiter.

2. Kaffee schützt vor Krebs

Diverse Studien belegen die phänomenale Eigenschaft von Kaffee, vor Krebs zu schützen. So reduzieren 2 Tassen Kaffee am Tag das Risiko an Leberkrebs zu erkranken um 43 Prozent. Bei Männern wird durch Kaffee auch das Prostatakrebsrisiko gemindert.

1 bis 2 Tassen Kaffee täglich reduzieren außerdem das Darmkrebsrisiko um 26 Prozent. Dabei gilt offenbar: Je höher der Kaffeekonsum, umso geringer das Darmkrebsrisiko, denn bei mehr als 2,5 Tassen sinkt das Risiko bereits um mehr als 50 Prozent. Hier ist allerdings nicht das Koffein der Wohltäter. Vielmehr enthält Kaffee viele Inhaltsstoffe, die der Darmgesundheit förderlich sind: Antioxidantien, Melanoidine und Diterpene.

Auch das Risiko für Hautkrebs lässt sich mit Kaffee um 20 Prozent senken, insbesondere das für die besonders aggressive Form des malignen Melanoms. Offenbar schützt Koffein vor schädlichen UVB-Strahlen. Crem dich aber bitte trotzdem ein.

Sogar das Risiko an einem Gehirntumor zu erkranken kann durch Kaffeekonsum gesenkt werden, insbesondere bei Männern. Trinkst du besonders viel Kaffee? So circa 5 Tassen am Tag? Dann sinkt dein Risiko um 40 Prozent, an einem Gliom zu erkranken.

3. Kaffee wirkt gegen Kopfschmerzen

Kaffee wirkt nachweislich gegen Kopfschmerzen und Migräne, denn das Koffein verengt die Gefäße im Gehirn, wodurch eine schmerzstillende Wirkung eintritt. Die Studienlage hierzu ist allerdings noch uneindeutig.

George Cruikshank: The Head Ache, 1819 George Cruikshank: The Head Ache, 1819

4. Kaffee ist gut für deinen Darm

Kaffee sorgt für eine gute Darmflora, da die Polyphenole im Wachmacher für ein Wachstum der Bifidobakterien sorgen. Diese gehören zu den essentiellen Bestandteilen unserer Darmflora, senken den pH-Wert und verhindern so die Ansiedlung von Krankheitserregern.

5. Kaffee wirkt positiv auf das Herz-/Kreislaufsystem

Trinke 1 bis 3 Tassen Kaffee pro Tag, so reduzierst du die Wahrscheinlichkeit an Herzrhythmusstörungen zu erkranken um beachtliche 20 Prozent. Eine Metastudie mit 1,3 Millionen Menschen zeigt, dass 3 bis 4 Tassen Kaffee am Tag am Besten geeignet sind, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Doch Vorsicht: Ab 5 Tassen steigt das Risiko wieder.

Allerdings: Das größte Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen weisen Menschen auf, die gar keinen Kaffee trinken. Offenbar schützt Kaffee unser Herz und unsere Gefäße. Wie genau, das ist leider noch nicht belegt. Vermutlich liegt es an den entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften des koffeinhaltigen Getränks.

6. Kaffee beugt Diabetes vor

Je mehr Kaffee du trinkst, umso geringer ist dein Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken. 3 bis 4 Tassen täglich reduzieren dein Risiko um etwa ein Viertel, verglichen mit Personen, die keinen Kaffee trinken. Auch eine Tasse Kaffee hilft schon. Und mit 4 Tassen Kaffee am Tag reduzierst du dein Risiko um erstaunliche 50 Prozent! Jede zusätzliche Tasse (bis zu 8 Tassen täglich) bringt dann noch einmal eine Risikoreduzierung von 5 bis 10 Prozent.

Interessant: Auch hier ist offenbar nicht das Koffein am Werk. Der Effekt konnte nämlich auch bei entkoffeiniertem Kaffee und Tee beobachtet werden. Wissenschaftler vermuten, dass Antioxidantien hier positiv am Werk sind.

7. Kaffee schützt vor Impotenz

Gute Nachrichten für liebeshungrige Männer: Nimm 85 bis 170 mg Koffein am Tag zu dir und dein Impotenz-Risiko sinkt um 42 Prozent. Es reicht also schon 1 Café Latte täglich.

Es gilt allerdings Maß zu halten: Bei einer Koffeinmenge von 171 bis 303 mg Koffein sinkt der Effekt auf 39 Prozent. Das ist aber immer noch mehr als wenn du gar keinen oder maximal 7 mg Koffein zu dir nimmst. Die Zauberwirkung geht hier vom Koffein aus, das die Blutzufuhr in die Schwellkörper des männlichen Geschlechtsorgans verbessert.

8. Kaffee tut deiner Leber gut

Routinierte Kaffeetrinker weisen bessere Leberwerte auf als Abstinenzler. 2 bis 3 Tassen am Tag verringern bei Patienten mit einer chronischen Leberkrankheit die Wahrscheinlichkeit an einer Zirrhose zu sterben um 46 Prozent.

Bei mehr als 4 Tassen steigt dieser Wert sogar noch auf 71 Prozent. Koffein reduziert auch das Risiko, an nichtalkoholischer Fettleber zu erkranken.

Auch der Krankheitsverlauf von Hepatitis B kann durch einen Konsum von mehr als 400 mg Koffein täglich (4 Espressi) gehemmt werden. Außerdem stabilisiert Kaffee noch das Leberenzym ALT. Wenn du jetzt noch einen Grund für's Kaffeetrinken brauchst: Wenn du regelmäßig Kaffee trinkst, verringerst du dein Risiko für Leberkrebs um 40 Prozent. Als Grund gelten hier unter anderem im Koffein wirksame Antioxidantien wie Cafestol und Kahweol.

9. Kaffee hilft bei Asthma

Auch Asthmapatienten profitieren von Kaffee, der die Atemfunktion nachweislich verbessert. Mit 3 Tassen am Tag sind Asthmatiker gut aufgestellt und reduzieren das Risiko für Anfälle um 30 Prozent.

10. Kaffee schützt vor Alzheimer

Trinke 3 bis 5 Tassen Kaffee täglich und dein Risiko, später einmal an Alzheimer oder Demenz zu erkranken, sinkt um sagenhafte 65 Prozent. Grund: Der Kaffee-Bestandteil Eicosanyl-5-Hydroxytryptamin (EHT) aktiviert die Protein-Phosphatase 2A (PP2A). Das wiederum ist ein Enzym, welches Phosphatgruppen an dem Neurodegenerationsmarker Tau abbaut. Bei Alzheimer-Patienten ist die PP2A-Aktivität deutlich reduziert, was vermutlich zur Verklumpung von Proteinen beiträgt, in denen sich zu viel Phosphorsäurereste angesammelt haben. In Versuchen mit einem mit EHT angereicherten Kaffee-Extrakt konnte diese Proteinveränderung blockiert werden.

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11. Kaffee und Parkinson

Wenn du täglich 3 Tassen Kaffee am Tag trinkst, sinkt dein Risiko an Parkinson zu erkranken.

Zu diesem Schluss kommt eine 2013 erschienene Metastudie, in der 13 Studien mit knapp 1 Million Menschen untersucht wurden, die sich dem Zusammenhang von Kaffeekonsum und Parkinsonrisiko widmeten. Als Grund wird die vom Koffein ausgehende Adenosinblockade (s. oben) genannt, die zu einer vermehrten Dopaminausschüttung führt.

Verspürst du jetzt auch unbändige Lust auf eine Tasse richtig guten Kaffee?

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