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Das ist der Mann, der deinen Kaffee anbaut

Ver├Âffentlicht: Aktualisiert:
KAFFEE
Denis Tabler via Getty Images
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Wei├čt du eigentlich, wo dein Kaffee herkommt oder gar, wer ihn produziert? Vermutlich nicht, deshalb stellen wir dir jetzt Andrew Hakizimana vor - ein Kaffeebauer aus Ruanda. Andrew ist in der Kaffeekooperative Musasa Dukundekawa organisiert, die den Spezialit├Ątenkaffee Caf├ę de Maraba produziert. Nat├╝rlich in Fairtrade-Qualit├Ąt, denn das kleine Land Ruanda hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben und sich gemeinsam mit Mexiko als bisher einziges Land weltweit dazu verpflichtet, den Kaffeeanbau komplett auf Nachhaltigkeit umzustellen. Eigentlich kein Wunder in einem Land, in dem sogar Plastikt├╝ten verboten sind.

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Andrew ist ein Mann der Tat. Er ist nicht nur ein bekanntes Mitglied von Musasa Dukundekawa, sondern auch Vorstand einer kleineren Kooperative in der Nachbarschaft, die sich gegenseitig mithilfe von Mikrokrediten unterst├╝tzt. 3.600 Kaffeestr├Ąucher werden von Andrew versorgt, pro Strauch kann er bis zu 10 Kilogramm Kaffeekirschen ernten. Als wir Andrew trafen, war die Ernte gerade in vollem Gange. Da hatte er bereits 4,5 Tonnen guter Kaffeekirschen geerntet. Am Ende d├╝rften es rund 7 Tonnen geworden sein. In manchen Jahren erntet Andrew sogar 8 Tonnen.
Der Ernteertrag ist weitestgehend vom Klima abh├Ąngig, z.B. ob der Regen zur richtigen Zeit kommt. Wenn es jedoch schneit oder hagelt, ist das gar nicht gut f├╝r die Kaffeepflanzen. Aber das kommt in Ruanda zum Gl├╝ck nicht sehr oft vor. Andrew baut seine Bourbon-Arabicabohnen ├╝brigens auf knapp 2.000 Metern H├Âhe an.

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Doch auch die Pflege der Pflanzen ist entscheidend. Andrew nutzt organischen D├╝nger, deswegen ist die Ernte so gut. Er kauft den Kuhdung von seinen Nachbarn und anderen Leuten, die gar nicht wissen, welch positiven Einfluss er hat. Dann vermischt er ihn mit etwas Gras und l├Ąsst das Ganze eine Weile stehen, weil man es nicht sofort benutzen darf. Sp├Ąter verteilt er es in geringem Abstand zum Stamm der Kaffeepflanzen, damit sie gest├Ąrkt werden.

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Nach der Ernte sortiert Andrew seine Kaffeekirschen. Die Kaffeekooperative Musasa Dukundekawa hat einen sehr hohen Qualit├Ątsanspruch und nimmt nur die besten Kirschen. Nicht umsonst gewann die Kooperative mit ihrem Kaffee in bislang jedem Jahr den Rwanda Cup of Excellence, das ist so etwas wie die Oscars der Kaffeeindustrie. Um die Kirschen zu sortieren, f├╝llt Andrew eine Sch├╝ssel mit Wasser und gibt die Kaffeekirschen hinein.

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Die meisten sinken sofort, doch einige wenige schwimmen an der Oberfl├Ąche. Dies sind die schlechten, die Andrew an private H├Ąndler verkauft. Zuvor sch├Ąlt er sie noch, denn f├╝r das trockene Parchment bekommt er einen besseren Preis. W├Ąhrend manche Kaffeebauern die Kaffeekirschen traditionell mit einem Stein sch├Ąlen, hat Andrew eine eigene Maschine daf├╝r - ein Blechunget├╝m, das sich Entpulper nennt. Es erinnert an eine ├╝bergro├če Getreidem├╝hle und nach wenigen Umdrehungen mit dem Hebel purzelt das noch feuchte Parchment heraus.

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Bei so viel Einsatz f├╝r die Kaffeekirsche erstaunt es nicht, dass Andrew bereits einige Male f├╝r die Qualit├Ąt seiner Ware ausgezeichnet wurde. Mitunter lehrt er andere Kaffeebauern, um sein Wissen mit ihnen zu teilen.

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Mit seinem Einkommen ist Andrew zufrieden. Ein gro├čer Teil geht in die Schulgeb├╝hren. Sein Sohn studiert Elektrotechnik und eine seiner T├Âchter studiert ebenfalls. Was genau, das kann Andrew gar nicht sagen. Aber er bezahlt daf├╝r: ÔÇ×Wie das ein guter Vater eben so macht, viel arbeiten, damit die Kinder studieren k├Ânnen..." Auch in Ruanda ist Bildung der Schl├╝ssel zum Erfolg. Seine anderen Kinder sind noch in der Grundschule, da fallen noch keine Geb├╝hren an.

In der Erntezeit heuert Andrew ├╝berdies Arbeiter an, die ihn von 7 Uhr morgens bis 15 Uhr nachmittags unterst├╝tzen. Damit er auch wirklich die besten Arbeiter bekommt, zahlt er mehr als andere Kaffeebauern. So stellt er sicher, das sein Kaffee so gut bleibt, wie er ist.

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