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An meinen Mann, der mich nicht verließ, obwohl ich Antidepressiva nehme

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MEGHAN PEACOCK
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An den Mann, der mich auch in schwierigen Zeiten liebt,

es passierte einfach. Die ersten paar Wochen, als wir zusammen ausgegangen sind, waren leicht und einfach. Ich wollte, dass es für immer so bleibt - obwohl ich wusste, dass es nicht ewig so weitergehen konnte. Es dauerte nicht lange, bis du mich gefragt hast, gegen was meine Medikamente seien. Die Frage war einfach und nichts ahnend. Du nahmst an, dass sie für mein Knie oder meinen Blutzucker wären - Probleme von denen du bereits wusstest.

Ich zögerte. Ich dachte, wenn ich dir die Wahrheit sage, würdest du mich verlassen. Ich hätte dir mehr vertrauen sollen. Ich habe dir gesagt, dass wir später darüber sprechen würden - ich redete um den heißen Brei herum. Und dann hast du mit dem süßen Ton in deiner Stimme gesagt: "Du weißt, dass du mit mir darüber sprechen kannst, oder?" Also tat ich es.

Ich öffnete mich dir auf eine Art und Weise, auf die ich mich noch nie jemanden zuvor geöffnet hatte. Mit allem Vertrauen, das ich in meinem Herzen trug, erzählte ich dir von meinem "schrecklichen Trio" - Angststörung, Depression und posttraumatische Belastungsstörung.

Du hast nicht aufgelegt. Du bist nicht weggerannt. Du hast unsere Pläne für das Wochenende nicht abgesagt. Stattdessen hast du mir liebevoll zugehört.

Und das Beste von all dem war: Du hast mich in meinem Kampf bestärkt. Du hast mir nicht das Gefühl gegeben, dass ich verrückt bin - sondern das Gefühl stark zu sein. Du hast mir genau das Gefühl gegeben, das ich in dieser Nacht brauchte.

Ich hatte Angst davor, dir das zu erzählen. Ich dachte du würdest mich wegschicken, aber stattdessen hast du dich enger an mich gekuschelt. Im Laufe der Monate hast du mich dazu ermutigt meine Gedanken auszusprechen. Du hast es akzeptiert, wenn ich keine Worte finden konnte.

Zusätzlich zu all dem hast du mich gefragt, ob ich dich heiraten will. Unsere Hochzeit war schön - es war genau so, wie ich es mir immer gewünscht habe. Du warst der Mann, von dem ich mich nicht traute zu träumen, weil ich dachte, dass er nicht existieren würde. Leider begleitete uns auch in den Flitterwochen das "schreckliche Trio", aber du bist nicht von meiner Seite gewichen.

Du liebst mich, auch wenn alles schrecklich ist. Du liebst mich sogar in den Nächten, in denen ich wie eine Kugel zusammengerollt daliege.

Du liebst mich, auch wenn ich unsere Pläne in letzter Minute zunichtemache, weil ich es nicht schaffe aus dem Haus zu gehen. Du liebst mich, auch wenn sich die dreckigen Teller und die Wäsche stapeln, weil es in diesem Moment wie eine lästige Pflicht erscheint. Du liebst mich auch an den Tagen, an denen ich es nicht schaffe aus dem Bett zu kommen.

Du liebst mich, wenn ich gut gelaunt bin - auch wenn wir wissen, dass es nicht von langer Dauer sein wird. Du liebst mich, auch wenn ich im Einkaufszentrum weinend zusammenbreche, weil ich mich in allem hässlich finde. Du liebst mich, wenn ich für eine Prüfung eine Eins bekomme. Du liebst mich, wenn meine Leistungen absacken, weil ich gerade nicht richtig funktioniere.

Du liebst mich in den Momenten, wenn ich nur über meine Arbeit rede. Du liebst mich, auch wenn ich erschöpft von einem harten Arbeitstag nach Hause komme. Du liebst mich, wenn ich eine Schulter zum Anlehnen brauche. Du liebst mich, auch wenn ich gerade das Gefühl habe unabhängig sein zu müssen.

Ich liebe dich für immer und ewig. Vielen Dank, dass du dich für mich entschieden hast. Vielen Dank, dass du mich gerettet hast.

Der Blog erschien zuerst bei "The Mighty" und wurde aus der Huffington Post USA von Samantha Meier ins Deutsche übersetzt.

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(juk)