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Erfolgreiche digitale Transformation: Warum wir alle Schüler bleiben müssen

04/11/2015 17:07 CET | Aktualisiert 04/11/2016 10:12 CET
Izabela Habur via Getty Images

Wissen wächst exponentiell, Algorithmen übernehmen zunehmend Jobs - das digitale Zeitalter verändert unsere Welt. Wir müssen uns anpassen und neu lernen. Aber was?

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Tobias Burkhardt (Shiftschool):"Erstmal brauchen wir ein neues Mindset" (Foto: Shiftschool)

Die Zukunft beginnt mit einer Shift-Taste. Gigantisch ist sie auf die Wand hinter der Bühne projiziert. Sie ist ein Symbol, erzählt der Mann auf dem Podest, ein Zeichen für Umwandlung, Veränderung, Wechsel. Für einen Paradigmenwechsel, ausgelöst durch digitale Technologien und das Internet. Seine Botschaft: Wir müssen uns verändern.

Shiftschool: „Wir brauchen ein neues Mindset"

Er referiert weiter: Nur jedes fünfte deutsche Unternehmen hat eine digitale Strategie. Fast die Hälfte aller Jobs in Bayern werde es laut McKinsey in einigen Jahren nicht mehr geben, der Buchhalter zum Beispiel stirbt in naher Zukunft aus.

"Daher brauchen wir ein neues Mindset", sagt Tobias Burkhardt, der Mann auf der Bühne und Chief Transformation Officer von Shiftschool. Es ist die Auftaktveranstaltung seiner Akademie für Digitale Transformation, ab Januar 2016 werden hier erste Teilnehmer 18 Monate lang Methoden, Tools und Kompetenzen für das neues Zeitalter erarbeiten.

Und eine neue Haltung gegenüber allem entwickeln, was die digitale Ära einläutet: überall abrufbares Wissen und der Turbo-Takt der Innovationen. Burkhardts These: Wir brauchen eine neue Art des Arbeitens, des Produzierens - und vor allem des: Lernens.

Year of the Goat: „Eine neue Fehlerkultur für iterative Prozesse"

„Die meisten Unternehmen haben Nachholbedarf bei digitalen Skills", erklärt Markus von der Lühe, Gründer und Chef von „Year of the goat", einer Messe für Digitale Transformation, deren Ziege im Namen die Sturheit von Unternehmen illustriert, sich diesem Wandel zu öffnen. Und das, obwohl Wissen von heute in wenigen Jahren obsolet sein kann, obwohl Algorithmen Teile unserer Aufgaben übernehmen werden - und obwohl digitales Arbeiten andere Kompetenzen verlangt.

Zum Beispiel "eine neue Fehlerkultur, weil Du in einer digitalen Gesellschaft ständig in iterativen Prozessen stehst" - in einem permanenten Kreislauf aus Idee, Prototyp, Nutzertest, Schlussfolgerung, nächste Version.

BMW Startup Garage: „Vielzahl von Innovationen von Startups"

Ständiges Lernen als DNA jedes Unternehmen - ein Beispiel für diese Denke ist die BMW Startup Garage, eine Art Testgelände für neue Technologien, ein ständiges neues Kennenlernen: BMW lädt Startups für einige Monate zu sich ein, um deren Prototypen zu Tachos, Sensoren oder Apps im Ökosystem des Autobauers, mit seinen Tools und Technikern, zu testen.

"Wir prüfen dann, ob die Technologie unsere spezifizierten Anforderungen erfüllt", erklärt Gründer und Chef Matthias Meyer. Das Patent bleibt dabei zunächst bei den Innovatoren, BMW sieht sich hier als ersten Kunden. "Wir machen das, weil heute eine Vielzahl von Produktinnovationen von Startups kommen."

Am Ende der Prototypenphase entscheidet das Unternehmen, ob es die Technologie in die eigene Produktwelt integriert.

Kompetenzen der Zukunft: Resilienz und Introspektion

Später, nach seiner Rede, steht Tobias Burkhardt neben der Bühne. Er spricht über seine Ideen, Menschen digitalkompetent aus- und weiterzubilden. Über projektbasiertes Lernen, über netzwerkbasiertes Arbeiten, über das Entfachen kreativer Prozesse. Und darüber, was er für Kernkompetenzen in der digitalen Welt hält: "Beharrungsvermögen, Entscheidungsfreude, Risikobereitschaft, Flexibilität, unternehmerisches Denken."

Und: Emotionale Intelligenz. "Es wird zunehmend wichtig", erklärt auch Markus von der Lühe, "seine Dämonen im Griff zu haben", kompetent mit der eigenen Psychologie umzugehen. Schließlich wird flexibles, kooperatives und konstruktives Arbeiten in Teams Teil der Zukunft sein. Laut Burkhardt zumindest für die, die Shift-Taste drücken.

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