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Trendmonitor 2017: Influencer Marketing professionalisiert sich

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SOCIAL MEDIA
Tijana87 via Getty Images
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Influencer Marketing professionalisiert sich. Und mit Musical.ly ist die n├Ąchste Influencer-Generation schon am Start

Influencer Marketing geh├Ârt inzwischen zum Standard-Repertoire des Onlinemarketings. Auch gro├če Brands wissen l├Ąngst: Wer junge Zielgruppen mit seiner Botschaft erreichen will, f├╝r den geht kein Weg an den Social-Media-Stars vorbei.

Erfolgreiche Influencer haben Abonnenten auf YouTube, Facebook oder Instagram im einstelligen Millionenbereich ... Doch die Influencer von morgen sind bereits auf Musical.ly in den Startl├Âchern.

Die Gr├╝nde f├╝r den Influencer-Boom sind vielf├Ąltig: Auf klassischen Werbewegen sind Teenager einfach nicht mehr zu erreichen. Beim Fernsehen schalten sie immer h├Ąufiger ab, und auch Internetwerbung nehmen Digital Natives zunehmend weniger wahr.

Influencer Marketing scheint die moderne L├Âsung. Social-Media-Stars daf├╝r zu bezahlen, dass sie ├╝ber Produkte sprechen, ist aus Sicht der Werbeforschung so simpel wie wirksam: Hohe Aufmerksamkeit und das Vertrauen der jungen Zuschauer versprechen gro├če Werbewirkung. Aber auch hier m├╝ssen Brands langfristig strategisch agieren, denn: Ein einzelnes Unboxing-Video allein reicht nicht zur Markenbildung.

Google-Markteinstieg bringt Disruption

Bisher verdienten Multi-Channel-Networks in Deutschland mit der Vermarktung von Influencern nicht schlecht, insbesondere auf YouTube und Facebook. Die Nachricht vom Oktober 2016, dass Google den Online-Influencer-Marktplatz Famebit kauft, um YouTube marketingfreundlicher zu machen und Marken mit K├╝nstlern besser zusammenzubringen, zeigt, dass Influencer Marketing gro├č wird.

F├╝r Google ist dies ein logischer Schritt: Mit YouTube besitzt der Internetgigant die einflussreichste Influencer-Plattform - also braucht es auch eine Influencer-Werbevermarktung. Google sitzt damit perfekt auf beiden Seiten der Vermarktungskette und verdient sowohl an den Werbeums├Ątzen auf der eigenen Plattform als auch an der Vermarktung der Influencer.

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Influencer Marketing bekommt durch Online-Marktpl├Ątze neue Dynamik

Influencer und Unternehmen k├Ânnen durch Online-Marktpl├Ątze direkt in Kontakt treten, und gro├če Marken k├Ânnten so die Suche und Buchung der Influencer ├╝ber den Marktplatz optimieren. Dies f├╝hrt zu mehr Transparenz in dem bislang recht undurchsichtigen Gesch├Ąft. Auch in Deutschland sind bereits Plattformen wie Reachhero mit eigener App am Markt, und neue Wettbewerber wie das Berliner Start-up Influry stehen f├╝r das n├Ąchste Jahr in den Startl├Âchern.

F├╝r 2017 wird die Maschinerie rund um das Thema Influencer Marketing also deutlich professioneller und strategischer werden. Vor allem Influencer mit kleiner bis mittlerer Reichweite k├Ânnten davon profitieren und sich mit speziellen Themen und Zielgruppen direkt bei Unternehmen profilieren.

Multi-Channel-Networks hingegen m├╝ssen schauen, ob sie auf diesen Zug aufspringen und ihre Einnahmen teilen oder den Marktpl├Ątzen den Kampf ansagen, indem sie selbst in solche Pl├Ątze investieren. Mit einem Wettbewerber wie Google d├╝rfte dies spannend werden.

Spannend bleibt das Influencer-Thema aber auch, weil kontinuierlich neue Kan├Ąle wachsen, auf denen sich Nutzer pr├Ąsentieren und hier immer einfacher und schneller zu Influencern mit Millionen Abonnenten werden.

Plattformen f├╝r Influencer wachsen auch abseits von YouTube und Snapchat

W├Ąhrend vordergr├╝ndig ├╝ber Facebook und YouTube gesprochen und Snapchat als das n├Ąchste hei├če Ding be├Ąugt wird, ziehen die Jugendlichen schon wieder weiter: Musical.ly hei├čt die App, die derzeit boomt und in China entwickelt wurde. Die App ist hoch viral und macht es extrem einfach, selbst Videos zu produzieren, sie zu teilen und Likes zu generieren.

Mindestens 70 Mio. Nutzer sind bei Musical.ly Ende 2016 angemeldet, mehr als 10 Mio. Nutzer sind t├Ąglich aktiv und produzieren ebenfalls t├Ąglich mindestens ein Video. Vor allem weibliche Teenies fahren auf die App ab. Musical.ly ist sicher keine Erwachsenen-App und hat zugleich das Potenzial, Snapchat schon wieder alt aussehen zu lassen. Denn: Musical.ly hat eine noch j├╝ngere Zielgruppe.

Die neuen Stars sind erst 14 und begeistern ein Millionenpublikum

Die ÔÇ×Muser", so hei├čen die regelm├Ą├čigen Nutzer von Musical.ly, singen und tanzen Playback zu aktuellen Popsong-Schnipseln, um dann die Videos zu teilen und m├Âglichst viel Aufmerksamkeit bei ihren Fans zu erzielen.

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Lisa und Lena sind ein 14-j├Ąhriges Geschwisterpaar aus der N├Ąhe von Stuttgart mit ├╝ber 13 Mio. Fans auf Musical.ly. Nebenbei z├Ąhlen die beiden auch 9 Mio. Instagram-Follower. - Zum Vergleich: Die Alt-Influencerin Bibi erreicht auf YouTube nur knapp 4 Mio. Abonnenten. Lisa und Lena haben weltweit Kultstatus bei ihren Fans und ├╝ber ihr Management bereits eine eigene Bekleidungslinie gelauncht. Die Musik- und Modeindustrie erh├Ąlt damit 2017 schon wieder eine neue Influencer-Plattform.

Max Reichert, Consultant Goldmedia

Der Artikel ist Teil des Goldmedia Trendmonitors 2017. Goldmedia gibt im Trendmonitor allj├Ąhrlich in Form von Analysten-Kommentaren einen Ausblick auf relevante Trends in den Bereichen Medien, Internet und Telekommunikation des kommenden Jahres in Deutschland. www.Goldmedia.com

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