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Die Zukunft der Kommunikation oder das heitere Gesicht der Technik

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OFFICE TALK
Thomas Barwick via Getty Images
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Ein Rezept zur Überwindung von Gesprächs-Barrieren oder der Film als Moderator

Die Kommunikation zwischen Führungskräften und Basis sowie zwischen Vertriebskräften und potenziellen Kunden sollte wie geschmiert laufen. Das ist aber häufig nicht so. Anders als im Kleinbetrieb mit einer überschaubaren Zielgruppe und seinen Gesprächsmöglichkeiten von Angesicht zu Angesicht bauen sich bei Mittelständlern und großen Unternehmen Barrieren auf.

Die unerwünschten Folgen: Die Gerüchteküche brodelt, Missverständnisse entstehen, Frust breitet sich aus. Dieses Verhalten ist nicht gerade verkaufsfördernd, denn König Kunde ist sensibel für derartige Störungen. Und schließlich ist ein schlechtes Betriebsklima schlecht fürs Geschäft. "Manche Manager unterschätzen allerdings das Ausmaß dieser Entwicklung", sagt Bilal Osman. Der Chef von "Filmlieferant" glaubt mit seiner Firma eine Medizin gefunden zu haben, die das Verhältnis zwischen "denen da oben" und "denen da unten" unter Einbeziehung von Geschäftspartnern und Kunden harmonisiert. Das Zaubermittel heißt schlicht und einfach "Film", ein Mix digitaler Medien wie Internet, Smartphone und Intranet. Hierzu Osman: "Unsere Social Media Filme präsentieren aktuell die Entwicklung eines Unternehmens, tragen zur Entschärfung schwieriger Situationen bei und ermöglichen vor allem auch ein schnelles Feedback zwischen Personal, Geschäftspartnern und auch Medienvertretern. Die Zeit der einsamen Entscheidungen lässt sich reduzieren".

Osmans filmische Variante soll zu schnellen Problem-Lösungen in der Firma führen, Empathie erzeugen, Verständnis wecken für unangenehme Entscheidungen, Change Management-Prozesse unterstützen und diese visuell erlebbar machen. Kurz: Der Film als ein guter Moderator und Erklärer für manchmal recht komplizierte Veränderungsprozesse. Das ist die Idee dieser "Erfindung", die mehr oder weniger alle Branchen anspricht, denn - so Bilal Osman - "die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten". Die „Kassandras der Wirtschaft" sind davon überzeugt, dass die Unternehmen nach höchstens fünf Jahren alle Bereiche durchdigitalisieren haben müssen.

Die Kunden erwarten eine Digitalisierung als Pflichtprogramm. Und Gewinne winken meist dort, wo begeistert wird. Eine Binsenweisheit. Allerdings muss dieser Prozess weitreichend, emotional und "menschlich „sein, das heißt die Interesse von Kunden und Mitarbeitern mit einzubeziehen. Allein dieses Verfahren verleiht der Technik ein heiteres Gesicht. „Am Ende finden die wahren kommunikativen Erfolge jenseits von Big Date und Algorithmen statt. Ein digitales Medium, welches Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen mit einbezieht führt geradezu in die Herzen der Menschen und damit ans Ziel", so das Fazit von Bilal Osman. Vielleicht hat "Filmlieferant" tatsächlich einen Kommunikations-Verstärker entwickelt. Schön wärs schon.

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