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Die 5 coolsten Projekte beim Automatica Makeathon

27/06/2016 18:19 CEST | Aktualisiert 29/06/2017 11:12 CEST

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Auf dem Automatica Makeathon haben insgesamt 20 Teams ihre Hardware-Hacks präsentiert. Von Selbstschussanlagen, Produktionsstraßen bis hin zu einer Maschine, die jedem Nutzer seinen individuellen Power-Drink zusammenmixt, waren allerlei innovative und teils auch skurrile Projekte darunter. Das waren dabei die fünf coolsten Ideen:

1. nutriFIT

Das Gewinner-Team des Automatica Makeathons nutriFIT setzt auf gesunde Ernährung. Die vier Münchener Studenten Moritz Münst, Moritz Mangold, Lars und Björn Lütjens entwickelten eine Maschine, die einen gesunden Fitness-Drink produziert - abgestimmt auf das individuelle Profil einer Person.

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Über eine Mobile-App kann man ein Profil anlegen (mit Namen, Geschlecht und Nahrungspräferenzen) und auch gleich angeben welche Ernährungsziele man erreichen möchte, zum Beispiel zu- oder abnehmen. Ein intelligenter Algorithmus stellt daraufhin der Person ein individuelles Shake-Rezept aus und die automatische Maschine, die den Drink fertigt haben die Jungs auch noch gleich dazu gebaut.

2. Poke-Mon

Team Poke-Mon zeigt, wie Video-Anrufe in Zukunft aussehen könnten - nämlich mit Robotern, die menschliche Bewegungen simulieren können. Das vierer-Team (Goh Hui Joo, Binh An Tran, Stefan Kreipe und Yu Shu They) baute in weniger als 24 Stunden einen Mini-Roboter, der in der Lage ist ein Smartphone zu halten, sich zu bewegen und mit Personen zu interagieren.

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Der Roboter wird über die beiden Mobiltelefone gesteuert, die über Internet oder Bluetooth miteinander verbunden sind. Auch auf Gesichtsausdrücke wie Lachen reagiert der Roboter. Profitieren könnten zum Beispiel Menschen die in einer Fernbeziehung leben.

3. Solemove

Einem ganz anderen Problem haben sich Amelia und Lucas mit ihrem Projekt Solemove gewidmet: Rund 30 Prozent der über 65-jährigen Deutschen stürzen mindestens einmal pro Jahr und viele benötigen danach schnell Hilfe. Damit im Notfall Angehörige, Pfleger oder Nachbarn informiert werden, haben Lucas Spreiter und Amelia Gläse von der Technischen Universität München eine Einlagesole entwickelt, die einen Sturz erkennt und per SMS Alarm schlägt. Ein GPS-Modul und ein Gyroskop liefern dafür pro Sekunde hunderte von Datensätzen an einen Arduino Minicomputer, der die auftretenden Kräfte analysiert und nach Sturz-Mustern sucht.

Dabei kann die intelligente Sole sogar selbstständig dazulernen und sich ihrem Träger anpassen. Dadurch kann Solemove Fehlalarme vermeiden, aber im Fall von Stürzen trotzdem sofort Hilfe leisten. Damit man seine Schuhe nicht an einem Kabel aufladen muss, und sie dadurch womöglich selbst zu einer Stolperfalle werden, wird der Akku der Sensor-Sole mittels Induktion aufgeladen.

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Was als Prototyp noch aussieht wie ein Turnschuh aus einem Science Fiction Film, soll einmal ganz unscheinbar in einer komfortablen Einlagesole verschwinden. „Denn kaum jemand möchte ja gerne zugeben, dass er wacklig auf den Beinen ist", sagt Lucas von Solemove. Ihre Lösung biete den Betroffenen einen unscheinbaren Schutz, ein sichereres Gefühl im Alltag und gesteigerte Lebensqualität.

4. SpinalCo

Auch Team SpinalCo entwickelte ein intelligentes medizinisches Produkt, nämlich ein Rücken-Kissen, das einem dabei hilft die richtige Sitzposition zu finden. Während des Makeathons baute das Team einen beweglichen Rahmen, der eine schlechte Sitzhaltung erkennt und die Daten an einen Computer sendet. Über eine Web-Applikation kann der Benutzer dann ständig überprüfen, ob er sich in einer guten Sitzposition befindet oder nicht. Team SpinalCo ist davon überzeugt, dass ihr Kissen helfen kann Kosten zu sparen und Rückenprobleme zu vermeiden, wenn es zum Beispiel am Arbeitsplatz eingesetzt wird.

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5. ASAP

Eine Projekt, das viele zum Schmunzeln brachte, stellte das Team ASAP vor: Mit einer autonomen Nerf-Selbstschussanlage wollen die Entwickler künftig ihr Knabberzeug vor dem Krümelmonster schützen. "Wir sind auf die Idee gekommen, da einer unserer Team Kollegen ein Problem mit einem Fischreier hat. Wir haben die Nerf Guns gesehen und haben dann Spaß halber gesagt, ja du kannst doch so eine Gun nehmen und immer auf den Reiher schießen, dann erschreckt er sich und haut ab", sagt Martin Postner von ASAP. Da es auf der Automatica keine Reiher gab, habe man dann aus Fischen Kekse gemacht und irgendwann lief dem Team noch das Krümelmonster über den Weg - schon war die Projektidee geboren.

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Servomotoren geben dem "Coockie Defender" die nötige Flexibilität, um auch bewegliche Ziele zu treffen. Für die Steuerung und Zielerfassung nutze das Team unter anderem auch die Cloud-Computing-Platform von Microsoft. Die Mustererkennung, die Microsoft Cognitive Services zu Verfügung stellt, erlaubt den völlig autonomen Einsatz - von der Zielerkennung bis zum Abschuss. Sobald die Software das Krümelmonster im Sichtbereich der Kamera erkennt, wird die Nerf-Gun durch die Servomotoren blitzschnell ausgerichtet und der Schaumstoffpfeil abgefeuert. Die nötige Rechenpower vor Ort liefert der Selbstschussanlage dabei ein Raspberry Pi Minicomputer.

"Für uns war die Veranstaltung eine tolle Erfahrung. Wir durften uns in Bereich einarbeiten, mit denen wir sonst nichts oder nur wenig zu tun haben. Ebenso konnten wir sehen, in welch kurzer Zeit wir eine Idee umsetzen können", sagt Martin.

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