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Wahlverzicht dient Extremisten

08/03/2016 20:37 CET | Aktualisiert 09/03/2017 11:12 CET
Sean Gallup via Getty Images

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Politikverdrossenheit ist keine neue Erscheinung und sie zeigt sich in immer niedriger werdender Wahlbeteiligung. Angesichts Millionen Wahlberechtigter meint mancher: „Mit meiner Stimme kann ich ohnehin nichts bewirken".

Doch die jüngste Vergangenheit zeigt, dass dieser Satz nicht stimmt. Bei den niedersächsischen Landtagswahlen 2013 reichten z.B. ein paar Hundert Stimmen zum Machtwechsel von einer schwarz-gelben hin zur rot-grünen Landesregierung. Selten zeigte sich die Richtigkeit des Satzes „Jede Stimme zählt" so eindringlich.

Jede Stimme zählt!

Dies gilt ganz besonders bei den drei Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Die Wahlberechtigten sollte sich darüber im Klaren sein, dass sie nicht aufgefordert sind, über die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung abzustimmen. Das können sie im Herbst nächsten Jahres tun.

Jetzt geht es um landespolitische Fragen, um die Förderung der heimischen Wirtschaft, um Schul- und Hochschulpolitik, Innere Sicherheit, Rundfunk und Fernsehen, Bildung, selbst um den Ladenschluss, den Strafvollzug oder die Besoldung der Landesbeamten.

Es sollte niemanden egal sein wer in unseren Großstädten regiert!

In den Landeshauptstädten werden wichtige Entscheidungen über den Alltag eines jeden von uns getroffen. Und deshalb kann es niemandem egal sein, wer dort regiert.

Extremistische Splitterparteien - egal ob rechts oder links - profitieren von einer niedrigen Wahlbeteiligung. Deshalb ist es wichtig, am Sonntag zur Wahl zu gehen und seine Stimme abzugeben - und zwar bei einer der demokratischen Parteien.

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