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Wie ein Musiker die Flüchtlingskrise verarbeitet

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Als Musiker muss ich alles was mich bewegt, was mich umgibt und was mich angeht in Texte fassen. So auch das Elend der Flüchtlinge, nicht nur der, die es bis nach Europa schaffen, sondern auch über die, über die viel zu wenig berichtet wird.

So entstand das Projekt "Welcome to Jordan". Zusammen mit meinem jordanischen Freund und Mitbewohner in Eichstätt Ammar Fare schrieb ich einen kritischen Text zur Flüchtlingskrise. Noch bevor die "Krise" Europa medial erreichte, war Jordanien eines der Länder mit den meisten syrischen Flüchtlingen. Da ich im Sommer vor der Veröffentlichung Jordanien besucht hatte, war ich fasziniert von dem Land und den Leuten, und um so mehr berührte mich das Leid der Flüchtlinge dort.

Altmühltal in Jordanien

So nahm die Idee meines Freundes Ammar ein Lied über das Land zu schreiben Gestalt an. Außerdem war es eine super Konstellation, weil gerade zu diesem Zeitpunkt Fotografen und Mediengestalter zur Hand waren.

Auch haben wir die Anfangsszene direkt vor Ort in Amman, der Hauptstadt von Jordanien, drehen lassen. Unser Cofilmer war ebenfalls ein Freund von Ammar. Aber die eigentlichen Aufnahmen haben wir in einem alten Steinbruch hoch über dem katholischen Eichstätt gemacht. Das Altmühltal ist halt doch nicht so verschieden von einer jordanischen Wüste.

Touristisches Werbelied

Ein jordanischer Fernsehsender hat unser Video auch schon ins Programm genommen und Ammar hat ihnen ein Interview gegeben. Sogar der jordanische Botschafter hat sich schon bei uns gemeldet. Anscheinend wollen sie aus unserem Lied einen touristischen Werbesong machen.

Das Lied "Welcome to Jordan", war mein erstes Poplied aus eigener Studioproduktion. Demnächst steht ein weiteres an, dieses Mal wird es dann auch wieder um den Weltfrieden gehen. Es gibt einfach zu viele Lieder, die keinen Inhalt haben. Unsere Produktionen sollen zumindest zum Mitsingen einladen. Die Videoproduktion steht gerade in Vorbereitung.

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Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit dem Spendenportal Betterplace.org stellt die Huffington Post spannende Projekte vor, die ihr direkt unterstützen könnt:

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