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Was hilft gegen Müdigkeit in der Schwangerschaft?

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Neben Übelkeit leiden werdende Mütter auch häufig unter starker Tagesmüdigkeit. Was hilft dagegen?

Ähnlich wie die morgendliche Übelkeit tritt starke Müdigkeit besonders in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft auf. Meistens leiden Schwangere unter beidem, hinzu kommt oft noch Schwindel. Die Bewältigung alltäglicher Aufgaben kann sehr schwer fallen.

Die Müdigkeit hängt vor allem mit der Hormonumstellung am Anfang einer Schwangerschaft zusammen. Meistens lässt die Müdigkeit ähnlich wie die Übelkeit im 4. Monat der Schwangerschaft nach. Was kann man dagegen machen?

Der Müdigkeit nachgeben

Wenn möglich, sollten Schwangere versuchen, nicht gegen die Müdigkeit anzukämpfen, sondern sich tatsächlich mehr Ruhe gönnen, denn die Müdigkeit hat, rein biologisch betrachtet, ihren Sinn. Der Körper leistet jetzt Schwerstarbeit.

Die Müdigkeit schützt die werdende Mutter davor, sich durch zu schwere körperliche Arbeit, zu viele Überstunden oder übermäßigen Sport zu überfordern. Schwangere sollten ihre Tätigkeiten einschränken, Stress vermeiden, wenn möglich weniger arbeiten, ihre Mittagspausen unbedingt einhalten und vielleicht verlängern, so dass die Zeit noch für einen kurzen Mittagsschlaf reicht und sich ausreichend Nachtschlaf gönnen.

Im Haushalt und falls noch ältere Kinder versorgt werden müssen, sollten wenn möglich, Aufgaben an den Partner, Verwandte oder Freunde delegiert werden. Allerdings kann zu viel Schlaf und Ruhe die Müdigkeit auch verstärken.

Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen als Ursache von Müdigkeit

Müdigkeit in der Schwangerschaft kann auch durch einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen verursacht werden. Deshalb sollten werdende Mütter, die unter sehr starke Müdigkeit leiden, besonders wenn noch Symptome wie Ohrensausen, Kopfschmerzen, blasse Gesichtsfarbe und Konzentrationsstörungen hinzukommen, unbedingt von einem Frauenarzt untersucht werden.

In diesen Fällen liegt meistens Blutarmut vor. Bei den Vorsorgeuntersuchungen wird daher regelmäßig der Eisenspiegel einer werdenden Mutter kontrolliert. Außer Eisen haben Schwangere auch einen erhöhten Bedarf an Folsäure, Magnesium und anderen Vitaminen. Auf eine ausreichende Versorgung muss unbedingt geachtet werden.

Auf gesunde Ernährung achten

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung hilft ebenfalls gegen Müdigkeit in der Schwangerschaft. Empfehlenswert ist, nicht soviel auf einmal zu essen, sondern besser kleine Zwischenmahlzeiten zu sich zu nehmen.

Für Zwischenmahlzeiten eignen sich Rohkost, frisches Obst, Nüsse, Trockenfrüchte oder auch mal ein Yoghurt. Außerdem sollte die werdende Mutter darauf achten, ausreichend zu trinken, am besten zweieinhalb Liter am Tag. Hierfür eignen sich am besten Tee, Mineralwasser und Fruchtschorlen.

Auch wenn viele Schwangere, die unter starker Müdigkeit leiden, gerne zu koffeinhaltigen Getränken greifen möchten, sollte auf diese weitgehend verzichtet werden, da diese dem Ungeborenen schaden können.

Sport und Bewegung

Auch Sport und Bewegung an der frischen Luft helfen gegen die Müdigkeit. Natürlich sollten es Schwangere hier nicht übertreiben, aber einige Sportarten eignen sich auch für Schwangere sehr gut.

Besonders empfehlenswert sind lange Spaziergänge im Freien, sanftes Joggen, Walken, Schwimmen und auch Yoga für Schwangere. Allerdings sollte die werdende Mutter vorher mit dem Frauenarzt abklären, ob etwas gegen sportliche Betätigung während der Schwangerschaft spricht.

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