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6 Fehler, die Sie als Online-Shopbetreiber vermeiden sollten

07/10/2015 17:30 CEST | Aktualisiert 07/10/2016 11:12 CEST
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Wer erfolgreichen E-Commerce betreiben will, braucht für seinen Online-Shop eine professionelle und nutzerfreundliche Website-Gestaltung. Mit einer optimierten Navigationsstruktur, logischen Produktkategorien und einfachen Check-out-Prozessen überzeugen Unternehmen ihre User.

Sie werden schneller zu Käufern und kommen gerne zu Ihnen zurück. Es gibt allerdings einige Kardinalfehler, die beim Aufsetzen eines Online-Shops immer wieder gemacht werden und die man unbedingt vermeiden sollte:

Fehler 1: Verwirrende Shop-Navigation

Vollgestopfte Startseiten, versteckter Kundenbereich oder unsinnige Kategorien: Für Geschäfts-als auch Privatkunden ist dies ein Alptraum, da sie wertvolle Arbeitszeit verschenken, die sie eigentlich für einen unkomplizierten Online-Einkauf reserviert hatten. Statt Shopping-Vergnügen wird der Einkauf zum Quälen durch eine unübersichtliche Navigation, das letztendlich ohne Ergebnis bleibt.

Eine einfach zu bedienende Menüführung in Online-Shops ist entscheidend für die Verweildauer potenzieller Kunden. Ihre Shop-Besucher sollten deshalb einen Artikel in maximal vier Klicks erreicht haben. Dazu müssen Sie folgende Kriterien erfüllen:

1. Sinnvolle Hauptkategorien

Ein Online-Shop muss direkt auf der Startseite die wichtigsten Auswahlmöglichkeiten bieten. Für Bekleidung bedeutet das also, mindestens die Kategorien „Herren", „Damen" und „Kinder" anzuzeigen. Die Hauptmenüs sollten hiesigen Lesegewohnheiten angepasst werden und eine permanente Leiste links auf der Seite und eine Metanavigation im oberen Fensterbereich unter dem Seitentitel bieten.

2. Nachvollziehbare Produktkategorien

Bei der Wahl der Produktkategorie beachten Sie bitte folgendes:

  • Fassen Sie Produkte in plausiblen Kategorien zusammen (Tops, Jeans, Mäntel, Schuhe...)
  • Wichtiger Orientierungspunkt ist eine sogenannte Breadcrumb; sie stellt den jeweils eingeschlagenen Navigationspfad mit allen Produktebenen dar.

Beispiel: Damen > Jeans > Skinny Jeans

Für eine schnelle und einfache Navigation sollten die einzelnen Breadcrumbs immer klickbar sein.

Fehler 2: Mangelhafte Suchfunktion ohne Filtermöglichkeiten

Viele Kunden kennen die Kategoriebezeichnungen oder komplexen Artikelnamen nur unvollständig. Um Zeit zu sparen, wird in Online-Shops oft über die Suche gewählt. Eine mangelhafte Suchfunktion, die zu verwirrenden oder unsinnigen Ergebnissen führt, ist ein Umsatzkiller. Mit einer optimierten Suchfunktion sorgen Sie für hohe Trefferquoten und schnelles Finden von speziellen Produkten oder Artikeln.

Achten Sie daher bei der Einrichtung der shopinternen Suche unbedingt auf wichtige Features wie Fehlertoleranz, Autosuggest-Funktion und Suchergebnisfilter. Dazu gibt es leistungsfähige Software wie z.B. FACT-Finder von Omikron. Eine optimierte Suche kann den Umsatz enorm forcieren. In jedem Fall ist sie ein effektives und zielgenaues Instrument, an das sich Ihre Kunden als hilfreichen Service gerne erinnern.

Fehler 3: Austauschbare Bilder und Texte

Detaillierte Produktpräsentationen und unique erstellte Produkttexte werden im E-Commerce immer wichtiger. Hundert Mal gesehene Stockbilder aus den bekannten Bilderdatenbanken sind keine unterstützenden Verkaufsargumente. Lieblos und hastig fotografierte Produkte allerdings auch nicht.

Das Gleiche gilt für Produkt- und Informationstexte: Wer bloß Herstellerangaben wiederkäut, wird immer weniger überzeugte Kunden finden.

Denn sie wollen genau wissen, welchen Nutzen oder Service das Produkt bzw. die Dienstleistung bietet. Eine möglichst perfekte Produktdarstellung- und beschreibung auch durch Emotionen über Bild und Text ist ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor für den Online-Verkauf, mit dem Sie Ihre Abverkäufe erhöhen und Ihre Kundenbindung stärken.

Beachten Sie folgende Optimierungen:

  • Einheitliche Tonalität des Bildmaterials
  • Produktbilder in verschiedenen Perspektiven und Anschnitten
  • Ausführliche Produktbeschreibungen
  • Servicefunktionen wie Verfügbarkeit anbieten
  • Kategorie übergreifende Zusatzverkäufe von Produkten empfehlen (Cross-Selling)
  • Gut gegliederte und verständliche Texte
  • Gestaltung emotionaler Themenwelten
  • Ausgebauter Service via Live-Chat

Fehler 4: Keine Mobiloptimierung

Ob als Chefeinkäufer unterwegs am Airport oder Handwerker auf der Baustelle - alle sind mobil. Das Smartphone hat in alle Lebens- und Arbeitsbereiche Einzug gehalten. Die mobile Shop-Optimierung wird dagegen von vielen Online-Shop-Betreibern noch total vernachlässigt. Obwohl inzwischen auch Suchmaschinenriese Google Online-Shops und Websites schlechter listet, die nicht mobil optimiert sind.

Bei der Entwicklung eines Online-Shops sollte man also unbedingt auf Responsive Design achten, das die Vorteile einer optimalen Aufbereitung für jede Bildschirmgröße, erhöhte Usability auf allen Endgeräten und eine fortlaufende Corporate Identity auf Desktop, Tablet und Smartphone garantiert.

Fehler 5: Unübersichtlicher Checkout-Prozess

Oft kommen Online-Kunden gut durch die Webseiten, landen dann aber in einer Sackgasse: dem Warenkorb. Der Checkout-Prozess ist vielerorts ein Minenfeld. Wer als Kunde hier nicht mehr weiterkommt, bricht den Bestellvorgang ab. Stellen Sie also keine Warenkörbe auf, in denen Ihre Kunden die Orientierung verlieren und den schon eingeleiteten Kaufprozess wieder abbrechen.

Im Gegenteil: Kunden sollten jederzeit mit einem Klick zurück in den Bestellbereich oder auf die Homepage wechseln können. Umgekehrt muss der Warenkorb von jeder Shop-Seite erreichbar sein. Das einfache Löschen oder Addieren von Produkten im Warenkorb ist selbstverständlich und ein starker Trust-Faktor.

Alle wichtigen Informationen zu den Produkten und Versandkosten sollten im Warenkorb noch einmal übersichtlich zusammengefasst sein. Darüber hinaus schaffen Gastzugänge für Neukunden und Gütesiegel wie Trusted Shops Vertrauen und Sicherheit bei Ihren Kunden.

Fehler 6: Schwache Website Performance

Schnelligkeit ist und bleibt Trumpf und eine schnelle Ladezeit hat einen großen Einfluss auf den Erfolg eines Online-Shops. Viele Kunden springen ab, wenn Website oder Online-Shop zu langsam sind. Auch Google straft lange Ladezeiten ab und belohnt Websites, die schneller als 1,5 Sekunden laden, mit einem besseren Ranking in den Ergebnissen seiner Suchmaschine. Dabei können bereits kleine Änderungen Ihre Website-Performance erheblich steigern:

Kontrollieren Sie regelmäßig die Dateigrößen Ihrer Bilder. Diese können bereits in Photoshop durch Komprimierung optimiert werden. Durch die externe Auslagerung über ein Content Delivery Network können Ladezeiten von Bilddateien nochmals deutlich reduziert werden. Auch Website-Beschleuniger wie das Caching-System Varnish können integriert werden.

Eine bessere Performance erreicht man auch, wenn JavaScript-Dateien zusammengefasst werden. Damit die Größe des Quellcodes, der jedesmal von den Suchmaschinen wieder ausgelesen werden muss, abnimmt, kann man über kostenlose Online-Tools CSS-Dateien mit den JavaScripts in einem Dokument zusammenführen.

Lesenswert:

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