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"Der Irre vom Bosporus" - Mit Erdogan kann man sich nur noch schwer satirisch auseinandersetzen

10/04/2017 09:46 CEST | Aktualisiert 10/04/2017 12:01 CEST
Timur Emek via Getty Images

Mir fällt zu Erdogan nichts ein. Der "Irre vom Bosporus", wie wir den Irren vom Bosporus im EU-Parlament schon seit rund einem Jahr liebevoll nennen, agiert mittlerweile auf einer Ebene, auf der man sich nur noch unter Schwierigkeiten satirisch mit ihm auseinandersetzen kann.

Dies gilt um so mehr, als die Kollegin Merkel mit dem Arsch und diversen Milliarden Euro sofort wieder einreißt, was die Satire, also Jan Böhmermann und Dieter Nuhr, mit dem Kopf erbaut haben. (Dieter Nuhr ist ein Witz.)

Gerade Böhmermann, der ja nur selten wirklich satirisch wird, hat frühzeitig und von der späteren Entwicklung noch einmal mehr als gerechtfertigt eine angemessene Schärfe und Präzision in die satirische Auseinandersetzung mit Erdogan gebracht.

"Türkei-Deal" aufkündigen

Was wir politisch jetzt tun sollten? Hm, gute Frage ... Als erstes den moralisch fragwürdigen "Türkei-Deal" (Martin Chulz) aufkündigen. Wenn wir Flüchtlinge an den Grenzen Europas abwehren wollen, sollten wir das auch tun, mit allen Konsequenzen, und die Drecksarbeit nicht den Türken überlassen. (Sondern den Griechen. Smiley)

Mehr zum Thema: Die US-Medien verherrlichen Trumps Militärschlag - und wiederholen ihre Fehler aus dem Irak-Krieg

Und darüber hinaus? Ich bin dagegen, 59 Marschflugkörper in fremde Länder zu schießen, schon weil das verboten ist. Vielleicht können stattdessen Politik und Satire ausnahmsweise einmal Hand in Hand arbeiten. Und die alte The-Onion-Idee für den sicheren Sturz von Diktatoren aufgreifen:

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Erdogan und seine Frau anlässlich des G20-Treffens zu einer Verkleidungsparty mit allen Staatschefs einladen, und wenn sie dann vor der Tür stehen, ist es eine ganz normale Party.

Apropos Party, Deniz Yücel war ein stets höflicher und gern gesehener Gast bei den TITANIC-Buchmessenfesten. Free Deniz!

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