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Sensationskreuzung: Pudel paart sich mit Hochalm-Yeti

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Scharf wie Nachbars Lumpi sind seit einiger Zeit viele Hundeliebhaber auf den Designerhund: Ein Vierbeiner, der angeblich die besten Eigenschaften aus der Kreuzung zweier Rassen in sich vereint. Zu den Top-3 der meistverkauften Hybrid-Hunde gehören, kinderliebe Goldendoodles (Golden Retriever und Pudel), nicht mehr haarende Labradoodles (Labrador und Pudel) und anti-allergene Puggles (Mops und Beagle). Auch der Retromops, ein Mix aus Mops und Jack-Russell-Terrier, mit Riesennasenlöchern hat mittlerweile seine Fangemeinde.

Momentan sind 75 dieser ebenso exklusiv gebastelten wie teuren Designerhund-Variationen bekannt - die meisten davon mit einem ordentlich Schuss Pudel (engl. „poodle"): darunter die Cockapoos, Yorkiepoos, Multipoos, Schnoodles und Aussiedoodles. Die Liste ihrer Züchter, sogenannte Foodles, eine Mischung aus Pudelliebhaber (engl. „poodlelover") und Narren (engl. „foolish"), ist noch nicht erstellt.

Angeblich sind Designerhunde nicht nur gesünder als ihre reinrassigen Verwandten, sondern auch folgsamer. So hält der Beagle, der gewohnt ist, herumzutollen, als Poogle im Pudelgewand nun brav menschliche Schöße warm, und der Yorkiepoo wirkt als Yorkshire Terrier verkleideter Minipudel jetzt noch süßer als ein Katzenbaby.

Die Erfolge sind so groß, dass US-Wissenschaftler eifrig weitere Züchtungen erforschen. Ihr Ziel ist es, nicht wie bisher die verschiedenen Stärken mehrerer Rassen in einem „Superdog" zusammenzuführen, sondern die schon vorhandenen Stärken der Hunde - wie Geruchs- oder Gehörsinn - grundsätzlich zu optimieren.

Angeblich sind bereits erste Hunde-Designs in Produktion, so die „Loodleels", Kreuzungen von Pudeln und Aalen (engl. „eels"), die eines der besten Geruchsorgane weltweit besitzen. Zur Verbesserung des Gehörsinns wollen die Forscher sogenannte Poowles (Pudel und Schleiereule, engl. „owls") und Pooneks (Pudel und Wüstenfuchs Fennek) entwickeln.

Um den Schutzinstinkt der Hunde auf amerikanisches Sicherheitsniveau zu heben, haben die Wissenschaftler schließlich ganz Großes vor: eine Mischung zwischen Pudel und dem neuösterreichischen Hochalm-Yeti. Er soll Almdudler heißen.

Illustration: Deborah Sorg / www.deborahsorg.de