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Time of my life: Für deine Träume ist es nie zu spät!

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PhotoAlto/Ale Ventura via Getty Images
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Ich werde in wenigen Monaten 50. Wow, ein halbes Jahrhundert! Als Kind kommt dir das wie eine halbe Ewigkeit vor. Damals habe ich auch gedacht, dass du mit 50 schon ein verdammt alter Sack bist. Dass das Leben dann quasi schon vorbei ist. Ich kann dich beruhigen: Es fängt gerade erst so richtig an! Und es ist definitiv auch nicht zu spät, um sich seine Träume zu erfüllen.

Nochmal richtig durchstarten

Natürlich gibt es genug Menschen, die nicht so denken. Für die ist die 50 sowas wie das Mindesthaltbarkeitsdatum. Bis dahin kannst du Vollgas geben, danach solltest du über jeden Tag froh sein, der dir noch bleibt. Bloß nichts mehr groß riskieren, schließlich nähert sich das Ende mit großen Schritten. Hallo? Da kann ich mir nur an den Kopf packen! Ich bin motiviert wie eh und je - und ich bin nach wie vor hungrig. Hungrig nach Erfolg, nach Freude am Leben.

Daher habe ich mir in diesem Jahr auch den Traum von einem Haus am See erfüllt. Und nicht nur das. Ich werde auch den Sitz meines Unternehmens dorthin verlegen und dort ein ganz neues Team aufbauen. Du kannst dir sicher denken, was ich da zu hören bekommen habe, oder? „Martin, das kannst du doch nicht machen! Es läuft doch alles so gut, du hast deine Schäfchen im Trockenen. Wieso willst du das riskieren?" Ganz einfach: Weil ich es so möchte.

Wenn ich eins im Leben gelernt habe, dann, dass du deine eigenen Entscheidungen treffen und dazu stehen musst. Lass' dir von niemandem reinreden! Sonst lebst du nicht dein Leben, sondern das deiner Eltern, Freunde oder sonstigen Ratgeber. Klar meinen die es nur gut, doch wirklich brennen kannst du nur für deine ureigenen Ziele.

Was Träume mit gebrandeten Einstiegsleisten zu tun haben

Für mich war bereits als kleiner Junge klar: Wenn ich mal groß bin, will ich Porsche fahren. Soweit, so gut. Als ich etwas älter war, musste ich feststellen, dass ich für meinen Traumwagen aus dem Autoquartett nicht nur einen Führerschein, sondern vor allem auch eine Menge Kohle brauchte. Dennoch hat mich dieser Traum nie losgelassen. Das Beste daran? Ich habe ihn mir erfüllt. Und das nicht nur einmal.

Letzten Monat war es endlich soweit und ich konnte mein neustes Schmuckstück in Stuttgart abholen. Ich bekomme jetzt noch feuchte Hände, wenn ich daran denke. Das Gefühl, sich einen Traum zu erfüllen, kannst du mit nichts vergleichen. Natürlich ließen die Stimmen der Neider nicht lange auf sich warten. „Prollkarre", „Angeber", „Großkotz" - die Liste ist lang. Einige haben sich auch darüber lustig gemacht, dass ich die Einstiegsleisten mit meinem Logo habe branden lassen. „Hast du das so nötig?"

Früher hätte ich mich über so respektlose Kommentare tierisch aufgeregt. Doch im Laufe der Jahre bin ich besser darin geworden, sowas an mir abperlen zu lassen. Denn mal ehrlich: Ohne meine harte Arbeit, ohne meinen täglichen Einsatz gäbe es mein Unternehmen nicht. Dann wäre ich nicht der Limbeck, sondern bloß irgend so ein Verkäuferfutzi aus dem Kohlenpott. Ich habe mir diese Marke aufgebaut, ich lebe damit meinen Traum - da ist es doch eigentlich selbstverständlich, dass ich auch mein neues Auto damit verbinden möchte, oder?

Disziplin ist alles - Geld nicht

Eins habe ich schon früh gemerkt: Ich funktioniere über Ziele. In manchen Dingen bin ich sehr diszipliniert, in anderen Bereichen lasse ich es auch mal schleifen. Ich brauche ein großes, lohnenswertes Ziel vor Augen, sonst funktioniert das einfach nicht für mich. Heute ist mir auch klar, wieso das damals mit der Schule nicht so toll geklappt hat. ;-) Kein Wunder. Schließlich konnte mir keiner wirklich sagen, wofür ich den ganzen Kram lernen sollte.

Ich bin heute erfolgreicher Geschäftsmann, Verkäufer und Unternehmer - eine Gedichtanalyse habe ich dafür definitiv nicht gebraucht. Und ich komme auch ohne den Satz des Pythagoras und die Formeln seiner griechischen Mathematiker-Kumpels klar. Als ich für ein Jahr als Austauschschüler in den USA war, habe ich zum ersten Mal gemerkt, wie geil es sein kann, wenn du ein festes Ziel vor Augen hast.

Ich habe neben der Highschool geackert bis zum Umfallen, hatte einen Nebenjob nach dem nächsten. So habe ich mir relativ schnell meine ersten 1.000 Dollar verdient. Und weißt du, was das Beste daran war? Ich hatte auch noch einen Riesenspaß dabei.

Doch es ging damals nicht nur um Geld, versteh mich bitte nicht falsch. Ich war auch wahnsinnig dankbar und glücklich über die Anerkennung, die ich für meine Arbeit erfahren habe. Wenn du nur fürs Geld ranklotzt, wird dich das nicht auf Dauer motivieren. Das habe ich ebenfalls am eigenen Leib erfahren.

Irgendwann habe ich mich gefragt, was das Ganze eigentlich soll. Ich hatte meinen Porsche, einen Haufen teurer Uhren, trug die feinsten Klamotten und war in schicken Restaurants gern gesehener Gast. Doch in deinem Innern macht sich irgendwann eine Leere breit, die du mit keinem Geld der Welt stopfen kannst. Ein klares Zeichen, dass du die falsche Motivation hast.

Ich arbeite heute nicht mehr wegen des Geldes. Ich springe morgens gut gelaunt aus dem Bett, weil ich mich einfach auf meinen Job freue. Eigentlich ganz einfach: Wenn du liebst, was du tust, kommt die Motivation von ganz allein. Wenn du abends nach Hause kommst und sagen kannst „Yes, ich habe den richtigen Job!" - dann hast du alles richtig gemacht. Und wenn dazu auch noch die richtige Frau oder der richtige Mann zuhause auf dich wartet - Jackpot. Das nenne ich ein glückliches Leben.

Stay hungry, stay foolish!

Ganz ehrlich: Es gibt eine Menge Leute da draußen, die mich für ziemlich bekloppt halten. Weil ich immer weiter auf der Suche nach Neuem bin, ständig Ideen entwickle und Impulsen hinterherjage. Die Frage ist, warum denn nicht? Ich beziehe meine Motivation daraus, dass ich mich ständig verbessern und weiterentwickeln möchte. Oder, um es mit den Worten von Steve Jobs zu sagen: „Stay hungry, stay foolish!"

Aus meiner Sicht musst du dir über eins in deinem Leben klar werden: Was willst du erreichen? Und was soll von dir bleiben, wenn du irgendwann abtrittst? Es sind große Bilder und große Ziele, die dich bei der Stange halten. Ich habe mir gerade wieder ein solches Ziel gesetzt. Diesmal geht es dabei jedoch nicht um meinen Job, sondern um meine Fitness.

Vor zwei Jahren war ich mal bei einer Charity Box Gala dabei. Das war echt eine coole Sache und ich hatte viel Spaß beim Training. Eigentlich wollte ich auch danach dranbleiben. Eigentlich. Du weißt, wie das ist. Nach dem Event fehlte mir einfach ein Ziel, um mich zum Training zu motivieren.

Um das zu ändern, habe ich mir zusammen mit fünf tollen Freunden ein neues großes Ziel für November 2017 gesetzt. Was genau wir vorhaben, verrate ich noch nicht. Doch es pusht mich bereits so sehr, dass ich wieder den Hintern hochbekommen habe und an meiner Kondition arbeite. In diesem Sinne: Such dir ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt - mit Motivation, die bleibt.

Martin Limbeck ist Autor des Buchs Warum keiner will, dass du nach oben kommst ... Sein neuer Titel Limbeck Laws - Das Gesetzbuch des Erfolgs in Vertrieb und Verkauf erscheint am 19.09.2016.

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