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Von Regeln und Regelbr├╝chen: Erfolg hat seine eigenen Gesetze!

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Tim Robberts via Getty Images
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ÔÇ×Falscher Rechenweg!" Kommen da bei Ihnen unsch├Âne Erinnerungen an die Schulzeit hoch? Ok, in Mathe hat es bei mir eigentlich ganz gut geklappt. Doch diese ganzen Regeln und Vorschriften, was wir wie zu schreiben und zu lernen hatten, haben mich damals schon echt genervt. Im Deutschunterricht warst du beim Lehrer direkt unten durch, wenn du einen Text nicht so interpretiert hast, wie er es gerne gehabt h├Ątte.

Schule und ich, wir hatten nicht viel gemeinsam. Die Trennung nach zehn Jahren war f├╝r uns beide die beste Entscheidung. Und anscheinend hat sich auf dem Gebiet noch nicht viel ge├Ąndert: Bei meinem Sohn habe ich mehrfach erlebt, dass er in einer Mathearbeit zwar Punkte f├╝r ein richtiges Ergebnis bekam, doch gleichzeitig einen fetten Abzug, da er nicht den im Unterricht ge├╝bten Rechenweg verwendet hatte.

Das will mir bis heute nicht in den Kopf: Wieso jemanden daf├╝r bestrafen, nur weil er einen alternativen Weg gefunden hat? Auf dem Fu├čballplatz hingegen wirst du als Held gefeiert, wenn du es mit einer besonders ungew├Âhnlichen Aktion schaffst, den Ball ins Netz zu bef├Ârdern. Verr├╝ckte Welt.

Bitte recht unauff├Ąllig

Fakt ist, wir leben in einer Gleichmacher-Gesellschaft. Von klein auf werden wir dazu erzogen, uns an Regeln zu halten, nicht anzuecken und vor allem nicht durch irgendwelche Verr├╝cktheiten aufzufallen. Und nicht nur das: Gleichzeitig wird sich auch krampfhaft darum bem├╝ht, uns allen die gleichen Startm├Âglichkeiten zu bieten.

Dar├╝ber kann ich nur den Kopf sch├╝tteln. Klar ist es nicht sch├Ân, in der Schule eine Ehrenrunde zu drehen. Doch alle weiterzuschleppen und durchs Abitur zu bringen, nur damit sich keiner benachteiligt f├╝hlt? Aus meiner Sicht ist das die v├Âllig falsche Strategie. Denn sp├Ątestens im ersten Job landest du dann auf dem Boden der Tatsachen. Ich habe damals das genaue Gegenteil erlebt.

Meine Lehrer haben keine Gelegenheit ausgelassen, mich zu demotivieren. ÔÇ×Herr Limbeck, aus Ihrem Sohn wird nie etwas werden." Hallo, das kannst du doch einem Vater nicht so ins Gesicht sagen! Aus heutiger Sicht muss ich jedoch sagen, dass mich das st├Ąrker gemacht hat. Nachdem ich in meinem Austauschjahr in den USA Mut und Selbstvertrauen getankt hatte, stand mein Vorhaben fest: Ich wollte es all denen zeigen, die nicht an mich glaubten.

Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Direkt nach der Schule begann ich eine Ausbildung zum Gro├č- und Au├čenhandelskaufmann. Innerhalb von zwei Wochen war mein Ego wieder auf ein Minimum zusammengestaucht. Ich musste festellen, dass ich f├╝r meinen Boss nur der Depp vom Dienst war.

Autowaschen, Hund Gassi f├╝hren - irgendwie hatte ich mir meine Ausbildung anders vorgestellt. Doch auch hier galt eine strenge Hierarchie. Mein Chef war das Gesetz und machte die Regeln selbst. Mir war klar: Wenn ich den Mund aufmache und mich beschwere, fliege ich. Eigener Wille und der Wunsch, wirklich was zu lernen, waren fehl am Platz. R├╝ckblickend gesehen war es das Beste, was mir passieren konnte, dass der Laden insolvent ging.

Ich besorgte mir einen Job in einem anderen Unternehmen und konnte dort meine Lehre zu Ende bringen. Ich bin meinem Chef Holger extrem dankbar daf├╝r, dass er mir diese Chance gab. Denn dort legte ich den Grundstein f├╝r meine Karriere als Verk├Ąufer. Bei ihm gab es n├Ąmlich keine festgelegte Rangordnung. Auch wenn ich ÔÇ×nur" der Stift war, durfte ich bei allem mit anpacken, kam ├╝berall rum und lernte, wie so ein Laden organisiert und gef├╝hrt wird. Auch Ein- und Verkauf durfte ich machen.

Mein Chef merkte, dass ich gut darin war, lie├č mich machen und lobte mich sogar vor den Kollegen.

Mach dir deine eigenen Regeln!

Nat├╝rlich gab es auch hier wieder einen Kerl, dem das gar nicht passte. Er machte immer nur Dienst nach Vorschrift, w├Ąhrend ich mich richtig reinkniete. Er schikanierte mich, wann immer er konnte. Gl├╝cklicherweise war die Sache vom Tisch, nachdem wir einmal richtig heftig aneinander geraten waren.

Ich frage mich heute noch, was l├Ąuft bei solchen Typen schief? Anstatt anderen den Erfolg zu g├Ânnen, wird nur gemosert und gest├Ąnkert. Ist ja auch schlie├člich nicht fair, wenn du dich ├╝ber ungeschriebene Regeln hinwegsetzt und dir einfach mehr M├╝he gibst und eine ├ťberstunde nach der anderen kloppst. Dennoch war diese Erfahrung f├╝r mich extrem wertvoll. Sie hat mich darin best├Ątigt, dass ich mir meine eigenen Regeln machen muss.

Du wirst nicht erfolgreich, wenn du dich immer nur an das h├Ąltst, was andere von dir erwarten. Du musst den Mut haben, abseits der ausgetretenen Wege zu gehen und Neues auszuprobieren. Nat├╝rlich kannst du dabei auf die Nase fallen.

Was glauben Sie, wie oft ich mich schon wieder aufrappeln musste? Entscheidend ist, dass du aus deinen Niederlagen lernst - und es direkt wieder versuchst. What doesn't kill you makes you stronger!

Erfolg ist nicht bequem

Nat├╝rlich ist es einfach und bequem, sich an bestehende Regeln und Vorgaben zu halten. Meine ersten Erfahrungen als Verk├Ąufer sind ein gutes Beispiel daf├╝r. Bevor wir als frischgebackene Junior-Verk├Ąufer auf die Kunden losgelassen wurden, gab es erst mal ein zweiw├Âchiges Training.

Ein Crashkurs, der uns auf die Welt da drau├čen vorbereiten sollte. Und dort hie├č es auch direkt ÔÇ×Das m├╝ssen Sie so machen, stellen Sie folgende Frage ...". Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ja, ich verdiene mein Geld mit Vertriebstrainings. Doch es ist ein Unterschied, ob ich die Verk├Ąufer genau analysiere und mit ihnen gemeinsam eine passende Akquisetechnik entwickle - oder ob ich ihnen einfach ein Gesetzbuch an den Kopf knalle, frei nach dem Motto ÔÇ×auswendig lernen und machen".

Nat├╝rlich kann ein schlechter Verk├Ąufer so schon mal besser werden. Doch ein Topseller wird garantiert nicht aus ihm. Regeln sind wichtig, allerdings ist es in manchen Situationen n├Âtig, Grenzen zu ├╝berschreiten und seine eigenen Regeln zu machen.

Falls Sie es noch nicht gemerkt haben sollten: Ja, ich polarisiere. Und das ist gut so! Ich wei├č nicht, wie oft schon irgendein M├Âchtegern-Berater zu mir gekommen ist und mir nahelegen wollte, doch ein bisschen ÔÇ×glatter" zu werden. Weil ich so meine Zielgruppe deutlich vergr├Â├čern und meinen Umsatz steigern k├Ânnte.

Ganz ehrlich? Das geht mir am Allerwertesten vorbei. Ich bin so, wie ich bin. Wenn meine Kunden mich buchen, wissen sie ganz genau, was Sie bekommen: 100% Limbeck. Ich sehe nicht ein, mich zu verbiegen. Ich mache mein Ding, und die letzten 30 Jahre ist das ganz gut gelaufen. :-) Ich habe mir meine eigenen Erfolgsregeln gemacht - meine ÔÇ×Limbeck Laws".

Martin Limbeck ist Autor des Buchs Warum keiner will, dass du nach oben kommst ... Sein neuer Titel Limbeck Laws - Das Gesetzbuch des Erfolgs in Vertrieb und Verkauf erscheint am 19.09.2016.

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