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Erfolg hat klare Regeln: Nur wer den Weg kennt, wird auch sein Ziel erreichen

27/09/2016 14:25 CEST | Aktualisiert 28/09/2017 11:12 CEST
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Wow, ich bin einfach nur wahnsinnig glücklich. 2016 ist schon jetzt „mein" Jahr - dabei kommen noch drei Monate! Gerade ist mein neues Buch erschienen und hat einen kometenhaften Start hingelegt.

Ich bin mit meiner Firma für drei verschiedene Preise nominiert. Ich habe mein Traumhaus gefunden, in das ich noch dieses Jahr mit meiner Traumfrau ziehen werde. Muss ich noch mehr sagen? „Läuft bei dir!" würde jetzt wohl mein Sohn sagen, der mich unglaublich stolz macht. Moment mal - was ist mit dem Limbeck los? So eine Gefühlsduselei sind die meisten von mir einfach nicht gewohnt.

Schnell finden sich in den sozialen Medien wieder böse Zungen, die behaupten, dass ich nur angeben und mich selbst beweihräuchern würde. Hey, was ist in Eurem Leben schiefgelaufen? Wenn ich der harte Kerl bin, werde ich dafür angefeindet. Zeige ich Gefühle, ist es auch nicht richtig. Ganz ehrlich: Früher hätte ich mich darüber tierisch aufgeregt.

Wahrscheinlich hätte ich einen regelrechten Kleinkrieg gegen jeden Einzelnen angefangen. Heute habe ich damit meinen Frieden gemacht. Ich polarisiere, und das ist gut so. Ich erwarte nicht, dass mich jeder mag.

Ich liebe meine Fans - und ich liebe auch die, die mich nicht mögen. Auch wenn ich dafür manchmal belächelt werde: Ich bin fest davon überzeugt, dass alles irgendwie wieder zu uns zurückkommt. Karma, Baby! Ich bin einfach happy, dass ich Menschen mit meiner Arbeit bereichern darf.

Denn, was viele dabei übersehen: Auch ich bin nicht von gestern auf heute erfolgreich geworden. Dahinter steckt jahrzehntelange harte Arbeit - und auch der ein oder andere Misserfolg, von dem ich mich nicht habe umhauen lassen. Wie sieht es bei Dir aus?

Sind deine Ziele SMART?

„Also eine höhere Provision wäre schon schön." Hallo? Wie wäre es stattdessen mit „Ich möchte Vertriebsleiter werden" oder, noch besser „Ich möchte mein eigenes Unternehmen aufbauen"? Die meisten von uns haben viel zu kleine Bilder im Kopf.

Wir müssen wieder lernen, zu träumen! Klar lassen sich die Träume unserer Kindheit nicht alle eins zu eins umsetzen. Was vor allem zählt, ist das Gefühl der Begeisterung, das Dich damals erfasst hat, wenn Du von Deinem Traum erzählt hast.

Für mich stand bereits als kleiner Junge fest: Ich wollte Porsche fahren! Relativ schnell habe ich dann gemerkt, dass die Dinger ganz schön teuer sind. Der Weg, um mein Ziel zu erreichen, lautete daher: Viel Geld verdienen, damit ich mir davon einen Porsche kaufen kann. :-)

Ich schüttel immer wieder den Kopf, wenn ich mitbekomme, wie wenig sich Menschen Gedanken über ihren Werdegang machen. Klar haben die meisten Träume und Wünsche - und überlassen es dem Zufall, ob diese eintreten oder nicht. Logisch, ist ja schön bequem.

Wenn es nicht klappt, sind grundsätzlich die Anderen schuld. Oder die schlechte Auftragslage, die bösen Kunden, das Wetter, die Erdrotation ... Du weißt, worauf ich hinaus will, oder? So wird das nichts! Eine andere beliebte Variante ist die „Trial-and-Error"-Methode: Einfach mal loslaufen und gucken, was so passiert und wem Du begegnest.

Wenn Du ein abenteuerlustiger Entdecker bist, der alles auf sich zukommen lässt, wunderbar. Wenn Du auf Sackgassen, Straßensperren, riesige Umwege, Bergpässe, Kreisverkehre und andere Herausforderungen stehst, prima. Viel Spaß! Zuerst habe ich es auch so probiert. Nennen wir es mal blauäugig. Am Anfang lief die Sache natürlich prima.

Ich bin einfach zum Kunden rein, ohne große Vorbereitung, und habe geschwafelt, was das Zeug hält. Klar habe ich damit Aufträge rangeholt. Doch spätestens, wenn Du eine längere Durststrecke hast, ist es Zeit, den Weg zu überdenken und zu optimieren. Wenn Du es an die Spitze schaffen willst, brauchst Du einen Plan. So fand ich für mich heraus, dass Vorbereitung doch eine feine Sache ist. :-)

Stichwort Plan: Für mich beginnt ein brauchbarer Plan damit, meine Ziele schriftlich festzuhalten. Und zwar klar definiert, konkret, messbar und zeitlich begrenzt. Oder, mit anderen Worten: SMART. Spezifisch - Motivierend - Aktionsauslösend - Realistisch - Terminiert.

Visionen erlaubt

Wichtig ist auch, dass Du kritisch hinterfragst, warum Du genau diese Ziele erreichen willst. Was bringt es Dir und welchen Nutzen ziehst Du daraus? Nur wenn Du wirklich für Deinen Traum brennst, hast Du auch genug Kraft, um es bis zum Schluss durchzuziehen. Für mich ist es immer extrem wichtig, Bilder vor Augen zu haben, die mich motivieren.

Schon mal vom „Vision Board" gehört? Das hängt in meinem Büro. Im Grunde genommen ist es nichts weiter als eine Magnettafel, an die ich Bilder hefte, die mich motivieren. Ein Foto von einem Traumstrand, an dem ich meinen nächsten Urlaub verbringen möchte. Ein Bild von einem schicken Auto, ausgeschnitten aus einem Magazin.

Belohnung muss schließlich sein, wenn Du Dein Ziel erreicht hast! Und natürlich darf auch ein Bild von meinen Liebsten nicht fehlen. Der Gedanke an meine Familie motiviert mich jeden Morgen aufs Neue, wieder ranzuklotzen und alles zu geben. Sowas ist extrem wichtig, um Dein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Schritt für Schritt zum Gipfel

Ich weiß nicht wie oft ich auf meinem Weg nach oben verzweifelt war. Alles hinschmeißen wollte, weil es einfach nicht so lief, wie ich es mir vorgestellt hatte. An dieser Stelle bin ich extrem dankbar, dass ich immer großartige Freunde hatte und habe, die in solchen Momenten für mich da sind.

Denn es ist unabdingbar, regelmäßig einen Ziel-Ist-Abgleich durchzuführen, um zu schauen, ob Du überhaupt noch auf dem richtigen Weg bist. Ehrliches Feedback ist Gold wert! Daher kann ich Dir nur raten, Dir einen Vertrauten zu suchen, mit dem Du regelmäßig über Deine Fortschritte sprichst und auch über Hindernisse, die sich Dir eventuell in den Weg stellen.

Manchmal braucht es einen Blick von außen, weil Du den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst. Am Anfang war das für mich nicht einfach, das gebe ich heute gern zu. Ich war immer schnell beleidigt, wenn mich jemand nicht über den grünen Klee lobte. Doch inzwischen habe ich gelernt, dass konstruktive Kritik das Wertvollste ist, das dir jemand geben kann.

Entscheidend ist, ob Du reif genug bist, das Richtige daraus zu machen. Du kannst beleidigt sein - oder Dir die Kritik zu Herzen nehmen, nach Verbesserungsvorschlägen fragen und versuchen, diese in die Tat umzusetzen. Nur so bin ich zu dem geworden, der ich heute bin.

Martin Limbeck ist Autor des Buchs "Warum keiner will, dass du nach oben kommst ..." Sein neuer Titel "Limbeck Laws - Das Gesetzbuch des Erfolgs in Vertrieb und Verkauf" ist gerade im GABAL Verlag erschienen.

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