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4 Gründe, warum die FDP 2018 auch in Bayern gewinnt

26/09/2017 16:38 CEST | Aktualisiert 26/09/2017 16:38 CEST
Wolfgang Rattay / Reuters

Die FDP ist der große Gewinner der Bundestagswahl. Mit 10,7 Prozent hat sie im Bund das Comeback geschafft. In der bayerischen Landespolitik tun sich die Freien Demokraten traditionell schwerer - sechsmal ist sie seit den 80er Jahren an der 5-Prozent-Hürde gescheitert, nur zweimal lag sie darüber.

Doch diesmal stehen die Chancen gut: Wenn sich die Partei inhaltlich und personell richtig aufstellt, wird sie in einem Jahr in den Bayerischen Landtag einziehen. Vier Gründe sprechen dafür:

1. Erfolgsrezept "neue FDP"

Seit 2015 hat die FDP bei jeder Wahl zulegen können - mit modernen Inhalten, kompetenten Kandidaten und Kampagnen, die die zukunftsorientierte Mitte der Gesellschaft ansprechen. Als politische Kraft der Vernunft, die in ihrer tiefen Krise nach 2013 der Versuchungen widerstanden hat, ihr Heil in Populismus und schrillen Tönen zu suchen, hat sie sich den Respekt der Bürger wie auch der medialen Öffentlichkeit zurückerarbeitet.

Mehr zum Thema: In der "Berliner Runde" geht es fast nur um die AfD - bis gleich mehreren Politikern der Kragen platzt

Gemäß ihrem neuen Leitbild vertritt die FDP ihre Themen mutig, optimistisch, weltoffen, empathisch und lösungsorientiert. Sie unterscheidet sich damit schon im Stil von den politischen Mitbewerbern. Folgt die FDP auch in Bayern diesem Ansatz, wird sie Erfolg haben.

2. Die Mitte ist frei

Die strategische Ausgangslage im Freistaat unterscheidet sich deutlich von der im Bund: Während die CDU unter Merkel in den vergangenen Jahren nach links gerückt ist, ist die CSU unter Seehofer nach rechts gerückt. Dadurch klafft in Bayern eine Lücke in der Mitte des politischen Spektrums.

Bürgerliche Wähler, die in anderen Bundesländern möglicherweise CDU wählen würden, die aber mit der CSU sowohl inhaltlich als auch kulturell fremdeln, sind im Freistaat politisch heimatlos. Hier liegt ein großes Potential für die FDP. Während CSU, Freie Wähler und AfD um das rechte Wählerspektrum konkurrieren, kann die FDP ein attraktives Angebot für die Mitte des politischen Spektrums machen. Nicht als Ventil für Protest, sondern als Motor des Fortschritts.

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3. Substanz entscheidet

FDP-affine Wähler sind überdurchschnittlich gut gebildet und setzen einen überdurchschnittlich hohen Anspruch an Politik. Sie erwarten Klartext - aber nicht im Sinne undifferenzierter Parolen, sondern im Sinne intellektueller Klarheit: Die FDP muss deutlich machen, wofür sie steht und warum sie die richtigen Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft hat.

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Dazu bedarf es sowohl programmatischer Substanz als auch einer strategisch klugen Kommunikation liberaler Kernthemen. Kriegt die FDP das hin, wird sie ihr Wählerpotential erreichen.

4. Zukunft statt Vergangenheit

Entgegen früherer Aussagen und ungeachtet der krachenden Niederlage bei der Bundestagswahl strebt der 68jährige Horst Seehofer an, die CSU ein weiteres Mal als Spitzenkandidat in die Landtagswahl zu führen. Eine Mehrheit der bayerischen Bevölkerung lehnt diese Entscheidung Meinungsumfragen zufolge ab.

Das Signal, das von Seehofers Kandidatur ausgeht, lautet: Die CSU setzt auf Vergangenheit. Das öffnet Raum für die FDP als zukunftsorientierte Partei der modernen Mitte. Sie hat die Chance, sich als „deutlichster Kontrast zu schwarz" zu positionieren: Mit frischen Ideen zu Zukunftsthemen wie Bildung, Digitalisierung, Familienpolitik und Gründertum.

Mit dem richtigen Programm, den richtigen Personen und der richtigen Kommunikation wird die FDP auch 2018 zu den Gewinnern gehören!

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